Kündigung


Mit einer Kündigung wird ein Vertragsverhältnis beendet (z.B. Arbeitsvertrag). Die meisten einmal geschlossenen Verträge können nach Einhaltung von Fristen gekündigt werden, jedoch nicht alle. Aus diesem Grund müssen sich die Vertragspartner vor Abschluss eines Vertrages genau über die Kündigungsfrist und Kündigungsmöglichkeiten informieren, damit es im Nachhinein nicht zu Problemen und damit zu Streitigkeiten kommt, welche nicht selten vor einem Gericht enden. Möchte man einen Vertrag kündigen, sollte der Kündigung ein Kündigungsschreiben vorausgehen. In diesem muss die kündigende Vertragspartei aufführen, welcher Vertrag gekündigt werden und bis zu welchem Termin die Kündigung erfolgen soll. Da ein zu spät eingetroffenes Kündigungsschreiben in den allermeisten Fällen eine Kündigung verhindert, ist es sinnvoll, dieses in einem eingeschriebenen Brief mit der Post abzusenden. Es besteht die Möglichkeit, sich dem Empfang des Schreibens von der Vertragspartei quittieren zu lassen. Dieses so genannte Einschreiben mit Rückschein sichert den Erhalt der Kündigung ab, und wenn es rechtzeitig abgesendet wurde, kann die kündigende Partei sicher sein, dass sie die Kündigungsfrist einhalten werden.

Fristlose Kündigung

In Ausnahmefällen kann eine der Vertragsparteien auch das Recht für eine Fristlose Kündigung haben. Der Kündigung eines Vertrages ohne Einhaltung von Kündigungsfristen muss ein Ereignis vorausgehen, welches die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung schafft. Ohne einen Auslöser ist eine fristlose Kündigung in der Regel nicht möglich. Häufige Gründe für eine fristlose Kündigung sind Zahlungsrückstände. Bei Handyverträgen und Mietzahlungen kann es teuer und sehr unangenehm werden, wenn die im Vertrag vereinbarten Beträge nicht fristgemäß auf dem Konto des Mobilfunkanbieters beziehungsweise des Vermieters eingehen. Wird der Vertrag fristlos gekündigt, muss der Kunde in der Regel die Gebühren für die gesamte Restlaufzeit bezahlen, obwohl das Handy gar nicht mehr genutzt werden kann, da es abgeschaltet wird. Diese Praxis wird in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen so festgelegt und von den meisten Gerichten auch gebilligt. Auch bei Mietverträgen ist der gekündigte Mieter im Nachhinein meistens nicht von allen Forderungen befreit. Häufig sind noch Zahlungen für die Mietnebenkosten fällig, welche verbraucht wurden, ebenso schlagen Renovierungskosten und gegebenenfalls Kosten für eine Räumungsklage zu Buche, wenn der Mieter die Miete nicht zahlt und den Auszug unrechtmäßig verweigert. Demnach sollte man, wenn möglich, fristlose Kündigungen vermeiden, denn sie sind unangenehm und mit hohen Kosten verbunden. Eine rechtmäßige Kündigung ist dagegen ein völlig normaler Geschäftsvorgang, welcher regelmäßig vorkommt und nicht mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden ist, wenn Form und Frist eingehalten werden. Verträge, die nur innerhalb eines gewissen Zeitraumes ab Datum des Abschlusses gekündigt oder widerrufen werden können, betreffen in den allermeisten Fällen Käufe oder Kreditverträge. In der Regel kann man sich den Kauf einer Ware bin zu einem Monat nach dem Kaufdatum anders überlegen, danach ist eine Kündigung des Kaufvertrages nicht mehr möglich. Grund dafür ist die Wertverschlechterung durch die Benutzung der Ware. Alle anderen Verträge kann man in der Regel kündigen. Die Kündigungsfristen sind jedoch extrem unterschiedlich und abhängig von der Art des Vertrages. Möchte man einen Vertrag kündigen, sollte man immer die Vorteile und Nachteile gut abwägen. Wurde beispielsweise ein Abo abgeschlossen, kann man dieses Abo kündigen, wenn die Laufzeit erstmalig beendet ist. Abonnements sind meistens so konzipiert, dass sie sich selbst verlängern, wenn man das Abo kündigen versäumt. Nachteil einer Kündigung kann sein, dass man bei einem eventuellen Neuabschluss mitunter höhere Preise für das Abo bezahlen muss und ohne die Kündigung günstigere Konditionen bekommen hätte.

Kündigung von Verträgen

Auch bei einer Kündigung Handyvertrag muss zunächst eine meistens zweijährige Laufzeit abgewartet werden, bevor man aus dem Vertrag herauskommt. Viele Mobilfunknutzer kündigen ihren Vertrag, um den Anbieter zu wechseln oder weil bei Neuverträgen die Möglichkeit besteht, ein sehr günstiges Handy zu bekommen. Doch die Kündigung Handyvertrag kann auch Nachteile mit sich bringen, nämlich dann, wenn es den gewohnten Tarif nicht mehr gibt und die neuen Angebote teurer oder nicht mehr auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ebenso sollte man alle Angebote gut vergleichen, bevor man seine DSL Flat kündigen möchte. Es gibt gerade in diesem Bereich sehr viele kleine Anbieter, bei denen die Sicherstellung der Versorgung mitunter nicht gewährleistet ist. Die DSL Flat kündigen muss jedoch nicht bedeuten, dass man eine Versorgungsunterbrechung hat: Die Kündigung des Vertrages merkt man an dem Anschluss meistens nicht. Eine Kündigung Versicherung muss besonders gut abgewägt werden, denn hier überwiegen meistens die Nachteile, wenn man die Kündigung vor Ende der Vertragslaufzeit ausspricht. Die Kündigung Versicherung kostet einen nicht unbeträchtlichen Teil des angesparten Guthabens, vor allem dann, wenn die Laufzeit sehr kurz war. Die Kündigung Mietvertrag und die Kündigung Arbeitsvertrag sind besonders gründliche Überlegungen wert, denn Arbeit und Wohnung bilden die Grundlagen des Lebens und Veränderung in diesem Bereich können sich manchmal sehr negativ auswirken. Bevor man sich zur Kündigung Mietvertrag oder Kündigung Arbeitsvertrag entscheidet, sollte man einen sicheren Neuanfang nach der Kündigung gut geplant haben.
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