DSL-Vertrag

Wer einen Internetzugang hat oder einrichten will, nutzt immer häufiger die Möglichkeiten, die ein sogenannter DSL-Anschluss bietet. DSL wird dabei für eine Breitband-Datenübertragung mit hohen Übertragungsraten verwendet. Die Übertragung erfolgt über bereits bestehende Telefonleitungen. Die hohe Datenmenge macht den DSL-Anschluss so viel attraktiver als normale Telefonmodem-Verbindungen oder ISDN-Leitungen, insbesondere da zunehmend wegen Musik-, Videodownloads oder TV-Diensten per Internet auch private Nutzer große Datenmengen ziehen möchten. DSL-Verträge unterscheiden sich entsprechend auch nach der Menge der Daten, die zum Anschluss des jeweiligen Endkunden übertragen werden können, z.B. DSL 2000 (2MBit/s), DSL 4000 (4MBit/s), DSL 6000 (6MBit/s) oder sogar DSL 16000 (12 Mbit/s).


Wesentliche Vertragsbestandteile eines DSL-Vertrags

Jeder Vertrag muss die wesentlichen Eckpunkte regeln, um wirksam zu sein. Typischerweise enthält ein DSL-Vertrag folgende Bestimmungen:

a) Bereitstellungskosten:
In der Regel verlangen die Anbieter zu Vertragsbeginn einmalige Bereitstellungskosten für die Einrichtung des DSL-Anschlusses beim Kunden.
b) Hardware:
Teilweise stellen die Anbieter die notwendige Hardware (v.a. Router, Kabel) kostenlos oder gegen Entgelt zur Verfügung. Achten Sie darauf, ob zusätzlich noch Versandkosten entstehen.
c) Gewählte Tarifart:
Hier wird festgelegt, welcher Tarif für den Kunden gelten soll, d.h. ob er etwa nach dem Umfang der Nutzung oder eine monatliche Flatrate zahlt. Zunehmend werden auch Gesamtpakete mit zusätzlichen Telefonleistungen neben dem DSL-Anschluss angeboten.
d) Vertragslaufzeit:
Die Laufzeit beträgt sehr häufig 12 oder 24 Monate. Je günstiger der Tarif ist, umso länger ist meist die Laufzeit, damit sich der Vertrag für den Anbieter eher rechnet.
e) Kündigungsmöglichkeiten:
Hier wird auf die regulären Kündigungsfristen für die sog. ordentliche Kündigung hingewiesen. Wichtig: Bei festen Laufzeiten (z.B. 12 oder 24 Monaten) ist eine ordentliche Kündigung nur zum Laufzeitende möglich.

Auf Allgemeine Geschäftsbedingungen achten

Viele der genannten Regelungspunkte sind bereits allgemein vorformuliert und dementsprechend in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters festgehalten. Sie sollten sich in jedem Fall bei Vertragsschluss und später auch bei Kündigung diese genau ansehen, um zu prüfen, welche Rechte Sie haben.