Abofalle Datenautomatik: Die Erfahrungen unserer Nutzer

Elena Petznik

Eine der populärsten Kostenfallen auf dem Mobilfunkmarkt nennt sich Datenautomatik. Wer hier beim Surfen nicht aufpasst, zahlt ordentlich drauf. Wir haben Erfahrungen unserer Nutzer zusammengestellt und erklären dir, wie du richtig reagierst, damit die Abofalle Datenautomatik in Zukunft nicht mehr zuschnappt.

Ob Base, O2, Vodafone oder zahlreiche Discounter – immer mehr Anbieter lassen es dich teuer zahlen, wenn du dein Kontingent an Daten im mobilen Internet verbraucht hast. Denn die als besondere Komfortfunktion getarnte kostenpflichtige Aufstockung des monatlichen Datenkontingents, entpuppt sich später zumeist als Kostenfalle. Viele Kunden tappen so nichtsahnend in die Abofalle Datenautomatik. Anhand einiger Berichte unserer Nutzer wollen wir dir erklären, was du tun kannst, um künftige Ausflüge in die Datenautomatik zu vermeiden.

Abofalle Datenautomatik: Was ist aus der mobilen Flatrate geworden?

Abofalle Datenautomatik - aboalarmDiese Frage stellten sich einige Nutzer, die über uns ihre Handyverträge von O2, E-Plus, Base oder zahlreichen Discounter-Anbietern kündigten. Früher surfte man mit gedrosselter Geschwindigkeit, heute zahlt man für weitere 100 Megabyte um die zwei Euro extra – und das, obwohl man doch lieber gedrosselt worden wäre.

So ging es auch einem unserer Nutzer, der vor ungefähr einem Jahr seinen Base Handyvertrag über uns kündigte. Ausschlaggebend für seine Kündigung war die Tatsache, dass die Internet-Flat in seinem neuen Vertrag nicht mehr gedrosselt wurde, sobald er sein monatliches Datenkontingent aufgebraucht hatte, sondern ohne Genehmigung bis zu dreimal 100 MB Datenvolumen für je zwei Euro abgebucht wurden. Dieses Vorgehen bezeichnet unser Nutzer als „absolutes Unding“, schließlich war er mit der Drosselung immer zufrieden gewesen und hätte der Datenautomatik nie zugestimmt, wenn man ihm die Chance zur Ablehnung gegeben hätte. „E-Plus und Base waren einmal Pioniere in Sachen mobiler Datenflatrates, die den Wettbewerb vorangebracht haben“, so unser Nutzer. Doch solange Kunden mit der Datenautomatik Leistungen aufgezwungen werden, die sie gar nicht wollen, würde er keinen neuen Vertrag bei dem Telefónica-Unternehmen abschließen.

Unser Tipp: Datenautomatik abschalten

Bei einem Großteil der Anbieter, die über eine integrierte Datenautomatik verfügen, hast du die Möglichkeit, diese abzuschalten. Weitere Informationen hierzu bekommst du in unserem Artikel Datenautomatik – Abzocke oder Erleichterung?

Da die Abschaltungsfunktion meist nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, erklären wir die hier, wie das Abschalten bei ausgewählten Anbietern funktioniert.
  • Datenautomatik O2: Die O2 Datenautomatik lässt sich ganz einfach auf der O2 Homepage abschalten: „Mein O2“ à „Tarife & Optionen“ à„Ich möchte die Datenautomatik deaktivieren“ à Button zur Deaktivierung drücken à
  • Datenautomatik Base: Die Datenautomatik von Base musst du beim Kundenservice, zu erreichen unter: 01631631140 kündigen.
  • Datenautomatik Vodafone: Und auch die Abschaltung der Vodafone Datenautomatik erfolgt mittels eines Anrufs beim Kundenservice. Diesen erreichst du unter: 0800 172 1212

Wir empfehlen dir bei Verhandlungen mit dem Kundenservice allgemein hartnäckig zu bleiben. Sollte dir eine Abschaltung der Datenautomatik verweigert werden, wende dich an eine der Verbraucherzentralen und bitte um Unterstützung.

Dein Anbieter war nicht dabei? Entweder lässt sich bei diesem die Datenautomatik leider nicht abschalten oder du findest ihn in dieser Liste.

Wenn gar nichts geht: Handyvertrag kündigen

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Leider bieten nicht alle Anbieter, die mit Datenautomatik arbeiten auch deren Abschaltung an. In diesem Fall bleibt dir noch die Kündigung als letzter Weg aus der Abofalle Datenautomatik. Denn es gibt nach wie vor Mobilfunkanbieter auf dem Markt, die keine Datenautomatik in ihre Verträge integrieren, wie etwa die Telekom. Und auch O2 hat mit den neuen Tarifen einen Schlussstrich unter die automatische kostenpflichtige Aufstockung des Datenkontingents gesetzt.

Du möchtest kündigen? In unserer großen Artikelübersicht zum Thema Handyvertrag kündigen findest du bestimmt die richtige Kündigungsanleitung für deinen Anbieter.

Am einfachsten klappt deine Kündigung mit unserem vorgefertigten und anwaltlich geprüften Kündigungsschreiben. Einfach Anbieter auswählen, persönliche Daten eintragen und direkt versenden.

Info-SMS kommt zu spät

Neben allgemeinen Beschwerden zur Datenautomatik erreichen uns auch gezielte Hinweise auf bestehende Kommunikationsprobleme vor Eintritt dieser. So berichtet eine Nutzerin, die ebenfalls ihren Base Handyvertrag über uns kündigte, dass ihr, trotz mobiler Datenflatrate, mehrmals im Monat weiteres Kontingent für jeweils zwei Euro hinzugebucht wurde. Zuvor erhielt sie zwar eine kurze SMS mit der Information über die Aufstockung ihres Datenvolumens, da ihr monatliches Kontingent bereits verbraucht sei, jedoch hatte diese reinen Informationscharakter. Sie konnte weder widersprechen, noch ihre monatliche Datennutzung herabsenken, da die SMS erst einging, als die Datenautomatik bereits griff. Unsere Nutzerin empfand dies als Zwang und wollte deswegen ihren Base-Vertrag so schnell wie möglich kündigen.

Diese Masche ist auch von anderen Anbietern, wie O2 oder Blau.de bekannt.

Lediglich Vodafone informiert seine Kunden rechtzeitig über die Aufstockung des Datenkontingents.

Hier bekommst du eine SMS wenn 90 Prozent deines monatlichen Datenvolumens aufgebraucht sind, wie Computer Bild berichtet. So hast du immerhin die Chance durch Herabsenkung des persönlichen Datenverbrauchs einen Eintritt in die Abofalle Datenautomatik zu verhindern.

Rückfragen zu Datenvolumen nicht möglich

aboalarm vorteileEbenfalls scheinen Kommunikationsprobleme im Hinblick auf Nachfragen zum aktuell verfügbaren Datenvolumen vorherrschend zu sein. Gleich mehrere unserer Nutzer gaben dies bei der Kündigung ihres Handyvertrags an. Besonders auffallend war hier das negative Verhalten der Anbieter O2, Base und E-Plus, während Vodafone positiv herausstach.

Einer unserer Nutzer berichtete bei Kündigung seines O2 Handyvertrags von mehrmaligen Versuchen seinerseits, Informationen zu seinem Datenvolumenverbrauch abzufragen. Jedoch erteilte O2 keine Rückmeldung hierzu. Die Mitarbeiter im Kundenservice seien „unfreundlich und unflexibel“ gewesen, erklärte er weiter, dabei habe er sich doch nur nach einem neuen Tarif mit höherem Datenkontingent erkundigen wollen, da bei seinem Vertrag Monat für Monat die Datenautomatik eingriff. O2 erteilte jedoch keinerlei Auskunft. Stattdessen wurde unserem Nutzer nach drei Monaten kontinuierlichem Eintritt in die Datenautomatik automatisch und ohne Zustimmung ein höheres Inklusivvolumen für seinen Grundtarif verpasst – natürlich gegen Aufpreis.

Bei manchen Kunden dürfte diese Masche ordentlich Kosten verursachen, obwohl das Zusatzvolumen gar nicht genutzt wird. So auch bei einer anderen Nutzerin, die ihren E-Plus Handyvertrag über uns kündigte, da sie ebenfalls keine Auskunft über ihren Datenvolumenverbrauch erhielt, sondern stattdessen nach dreimaliger Überschreitung des Kontingents einem anderen Tarif zugeteilt wurde. Eigentlich hatte sie lediglich ihren Verbrauch überprüfen wollen, um diesen künftig einschränken zu können. Sie erklärte, bei Vodafone habe sie wenigstens Auskunft über die Datennutzung bekommen, weswegen sie sich erneut für diesen Anbieter entscheiden wird.

Du willst wissen, für welchen Anbieter sich Kunden entscheiden, wenn sie ihren Handyvertrag kündigen und aus welchen Gründen sie das tun? Dann wirf einen Blick in unseren Wechselkompass.

Abofalle Datenautomatik: Zusammenfassende Tipps

Hier alle Tipps zur Abofalle Datenautomatik zusammengefasst:

  • Die Datenautomatik lässt sich bei vielen Anbietern online oder telefonisch abschalten.
  • Wenn eine Abschaltung nicht ermöglicht wird, ist die Kündigung häufig die einzige Lösung.
  • Am besten kannst du deinen Handyvertrag mit unserem vorgefertigten und anwaltlich geprüften Kündigungsschreiben kündigen.
  • Achte darauf das Datenvolumen lediglich in unregelmäßigen Abständen zu überschreiten, um nicht automatisch einem teureren Tarif zugeteilt zu werden.
  • Verbrauchst du regelmäßig mehr als das dir zur Verfügung stehende Datenvolumen, solltest du dich nach einer regulären Aufstockung umschauen.
  • Bei Nachfragen im Kundenservice bleibe immer hartnäckig und bestimmt.
  • Gibt der Anbieter keine Auskunft zum Datenverbrauch oder verweigert er die Abschaltung der Datenautomatik raten wir dir, dich an eine Verbraucherzentrale zu wenden.
  • Viele Anbieter, wie beispielsweise O2, bieten mittlerweile neuere Tarife ohne Datenautomatik an. Zudem gibt es Anbieter, die diese überhaupt nicht in ihre Verträge integriert haben.

 

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Abofalle Datenautomatik: Die Erfahrungen unserer Nutzer Wir erklären dir, anhand von Nutzerberichten, wie du richtig reagierst, damit die Abofalle Datenautomatik in Zukunft nicht mehr zuschnappt. Artikelbewertungen: 2 4.0 / 5 2