Telefonbetrug – so fällst du sicher nicht darauf herein!

Laura Lenhart

Wie kannst du dich vor Telefonbetrug schützen? Wir geben dir Tipps, damit du schon im Telefonat richtig reagierst und somit Schaden abwenden kannst!

Telefonbetrug hat viele Gesichter – Ohren auf und gut hingehört!

Der Erfolg von Telefon-Trickbetrügern zeigt leider, dass immer noch viele Verbraucher zu unbedarft mit ihren persönlichen Daten umgehen und diese leichtfertig am Telefon preisgeben. Sicherlich spielt das sprachliche Geschick und ein überaus sympathisches Auftreten der Anrufer eine Rolle. Aber es liegt vor allem daran, dass Betroffene leider zu wenig über die Betrugsmaschen informiert sind und deshalb unvorbereitet in diese Situation gelangen.

Wir zeigen dir zwei der am meisten verbreiteten Telefon-Betrugsmaschen und geben dir Tipps, wie du am besten reagierst, damit du nicht Opfer von Telefonbetrug wirst.

Vom Gewinnspiel bleibt ein kostenpflichtiges Zeitschriften-Abo

Du wirst angerufen und an eine angebliche Gewinnspiel-Teilnahme vor einiger Zeit erinnert. Man teilt dir mit, dass so viel Glück hattest, dass du nun unter die letzten Teilnehmer gelangt bist und an der Ziehung der Hauptpreise teilnehmen wirst. Damit du allerdings auch wirklich daran teilnehmen kannst, benötigt der Anrufer einige weitere Angaben von dir. Spätestens hier solltest du hellhörig werden!

Du wirst zum Beispiel gefragt, ob du im Gewinnfall die Sachpreise oder den Gegenwert in bar erhalten möchtest.
Auch wird von dir verlangt, dass du nun bereits – für den Gewinnfall – ein Zeitschriften-Abo auswählen solltest, über das dann die Versteuerung des Gewinns laufen könnte. Der Zusammenhang zwischen Gewinn und Zeitschriften-Abo erscheint seltsam, doch hier verlassen sich die Betrüger wohl darauf, dass die Wenigsten nachfragen bzw. zugeben würden, dass sie diesen Zusammenhang nicht verstehen.
Vermutlich erscheint den Wenigsten ein Zeitschriften-Abo als finanzielle Belastung, wenn sie dadurch zeitgleich viel wertvollere Preise gewinnen können.

Mit der Begründung, dass du im Falle eines Gewinns die Zahlung möglichst schnell erhalten sollst, werden angeblich bereits hinterlegte persönliche Daten mit dir abgeglichen oder du sollst diese am Telefon noch ergänzen bzw. berichtigen. Dabei werden meist dein Name, deine Anschrift und dein Geburtsdatum abgefragt. Auch nach deinen Kontodaten wirst du gefragt!

Das Ergebnis ist am Ende kein wertvoller Gewinn, sondern nur ein ungewollt abgeschlossenes Zeitschriftenabo, für das Geld von dir gefordert wird!

Solltest du bereits auf diesen Trick reingefallen sein, dann raten wir dir: Nutze dein Widerrufsrecht für Fernabsatzverträge und widerrufe den Vertag so schnell wie möglich!
Also sobald du über das Abo schriftlich Bescheid erhältst, prüfe an wen und bis wann genau der Widerruf eingereicht werden muss.

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Es ist wichtig, dass du diesen Widerruf nachweislich versendest. Das kannst du zum Beispiel direkt über unseren Versandservice tun. Denn sollte der Anbieter weiterhin auf Forderungen bestehen, liegt die Beweislast bei dir. Dann kannst du deinen Versandnachweis vorlegen und dir im Zweifel Hilfe von der Verbraucherzentrale in deinem Bundesland holen.

Mit einem einfachen „Ja“ zum ungewollten Vertragsabschluss

Sollte ein Unternehmen oder eine Person am Telefon sein, die dir unbekannt ist oder von einer unbekannten Nummer anruft, dann empfiehlt es sich generell vorsichtig zu sein, denn die Tricks werden immer perfider!

Es wird seit geraumer Zeit berichtet, dass Telefonbetrüger eine Masche anwenden, bei der sie darauf aus sind, ein gesprochenes „Ja“ von dir zu erhalten. Im Nachhinein behaupten sie dann, dass du am Telefon mündlich einem teuren Vertragsabschluss oder einem Kauf zugestimmt hast.

Es fällt bei dieser Betrugsmasche am Telefon kein Hinweis auf einen Vertragsabschluss – das bemerkst du in der Regel erst im Nachhinein.

Hierbei stellen die Anrufer recht allgemeine Fragen, die normalerweise mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können und meist auch werden, wie www.nw.de berichtet. Sie nehmen dieses Gespräch auf, um es danach anders zusammenzuschneiden. Übrig bleibt daraus meist die Frage nach einem Vertragsabschluss und du antwortest darauf mit „Ja“. Diese angebliche Zustimmung nehmen sie dann als Grundlage, dich ungewollt an einen teuren Kauf oder Vertrag zu binden.

Telefonbetrug – das solltest du am Telefon vermeiden!

Es sollte in erster Linie also das Wörtchen „Ja“ vermieden werden, doch das ist einfacher gesagt, als getan. Auch die Verbraucherzentrale gibt den Tipp, Fragen möglichst in ganzen Sätzen zu beantworten.

Denn es ist tatsächlich nebensächlich in welchem Zusammenhang das gesprochene „Ja“ stattfindet, da Betrüger das Gespräch aufzeichnen und aus dem ursprünglichen Zusammenhang reißen, dass damit eine Zustimmung zum Vertragsabschluss vorgetäuscht wird. Sicherlich ist das der Extremfall, du solltest dennoch darauf achten keine Frage mit einem lauten und klar deutlichen „Ja“ zu beantworten.

Telefonbetrug

 

Solltest du generell Zweifel haben, ist es ratsam, dem Anrufer in einem bestimmten Tonfall mitzuteilen, dass du keinerlei Interesse hast und dann aufzulegen!

Solltest du nach so einem Gespräch tatsächlich Vertragsunterlagen und / oder eine Rechnung erhalten, kannst du dich wehren!
Wie genau haben wir in unseren Blogartikeln

Vorsicht vor dem Anruf: Wie Medienwelt Ltd. statt Gewinnen Abos verteilt

Abofalle – kein Vertragsschluss nach Anruf

beschrieben.

Unternehmen ist es mittlerweile untersagt mit unterdrückter Rufnummernanzeige Anrufe zu tätigen, deshalb notiere dir am besten die auf dem Display angezeigte Nummer. Sollte dir keine Rufnummer angezeigt werden, frage nach, von welcher Rufnummer und Firma aus der Anrufer dich kontaktiert.

Die Verbraucherzentrale rät: Frage den Anrufer lieber, als ihm auf Fragen zu antworten.

Es gibt drei einfache Fragen, die du dir merken kannst, für den Fall dass du in diese Situation gerätst:

Telefonbetrug

Du solltest während des Telefonats fordern, dass deine persönlichen Daten komplett gelöscht werden und mitteilen, dass du keinerlei weitere Anrufe wünscht!

Telefonbetrug – den Betrügern das Handwerk legen und Andere schützen

Wissen schützt vor Betrug! Deshalb ist es wichtig, dass Betrugsmaschen bekannt und gegebenenfalls öffentlich werden: so kannst du andere Verbraucher vor Telefonbetrug schützen. Solltest du Opfer eines vermeintlichen Telefonbetrugs geworden sein, empfiehlt es sich deshalb die Behörden zu informieren.

Du kannst hierbei sowohl die Verbraucherzentrale, die Bundesnetzagentur, als auch die Polizei kontaktieren. Durch die Fragen, die du dem Anrufer im besten Fall bereits gestellt hast, hast du wichtige Informationen sammeln können, die du bei deiner Meldung weitergeben kannst.

Die Bundesnetzagentur bietet hierfür zum Beispiel, direkt online ein Beschwerdeportal über das Beschwerden eingereicht und dann zentral gesammelt werden können.

Auch die Verbraucherzentrale hat über das Portal Marktwächter eine Möglichkeit für Verbraucher geschaffen, sich über solche Betrugspraktiken zu beschweren.

Telefonbetrug – wie setzt du dich direkt zur Wehr?

Wenn du am Telefon keinem Vertragsabschluss zugestimmt hast, wehre dich unbedingt gegen ungerechtfertigte Forderungen! Auf der Webseite der Verbraucherzentrale findest du einen vorformulierten Musterbrief, den du verwenden kannst, um Forderungen zurückzuweisen.

Sollte die Situation sich bereits soweit verschärft haben, dass sich diesbezüglich bereits ein Inkassounternehmen an dich gewandt hat, bietet die Verbraucherzentrale auch hierfür ein Musterschreiben an, das du verwenden kannst, um dich gegen die Inkassoforderung zu wehren.

aboalarm-Tipp: Gib niemals persönliche Daten am Telefon preis, egal wie toll sich das Angebot oder der Gewinn anhört, der dir beschrieben wird und bleib immer aufmerksam!

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Artikeln lediglich um redaktionelle Inhalte zum Zwecke der Information handelt, die keinerlei Rechtsberatung oder ähnliches darstellen.

 

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