Raus aus dem ungewollten VIP Flatrate-Abo

Simone Groß

Der Anbieter VIP Flatrate macht mit ungewollten Abos auf sich aufmerksam. Erfahre hier, wie du vorgehst, wenn der Posten auf deiner Handyrechnung auftaucht.

Du hast unwissentlich ein Abo bei VIP Flatrate abgeschlossen und du sollst nun bezahlen? Einträge im Vodafone-Kundenforum machen deutlich, dass dies kein Einzelfall ist. Wie du vorgehen kannst um möglichst schnell das Abo bei VIP Flatrate wieder loszuwerden, erfährst du bei uns.

Hier das von uns vorgeschlagene Vorgehen in der Übersicht:

  1. Anruf bei deinem Telekommunikationsanbieter
  2. Vertrag bei VIP Flatrates widerrufen
  3. Vertrag bei VIP Flatrates regulär kündigen (falls es zu spät ist für den Widerruf)
  4. Geld zurückholen
  5. Drittanbietersperre einrichten

Details zu den einzelnen Schritten findest du in den folgenden Absätzen.

VIP Flatrate: Abbuchung über die Dimoco GmbH

Die Dimoco GmbH hat sich auf Mobile Payment spezialisiert. Das Abo von VIP Flatrate wird über diesen Dienst abgerechnet.

Wichtig: Es bringt nichts, das Abo bei Dimoco direkt zu kündigen, denn diese sind nur ein Dienstleister für verschiedene Anbieter, darunter auch VIP Faltrate.

Wenn der Posten Dimoco GmbH auf deiner Rechnung auftaucht, du aber nicht sicher bist, um welchen Abo-Anbieter es sich genau handelt, lies unseren Blogbeitrag zum Thema: Dimoco kündigen: Vertragspartner prüfen.

VIP Flatrate loswerden: So gehst du vor

Zunächst mal solltest du bei deinem Telekommunikationsanbieter anrufen und dich dort beraten lassen. Oft können diese die Anbieterdaten herausgeben oder beim Widerruf oder der Kündigung helfen. Ist dies nicht der Fall, musst du selbst handeln.

Wenn du wissentlich kein Abo abgeschlossen hast, hast du ein Widerrufsrecht von mindestens 14 Tagen.

Solltest du nicht bei Vertragsabschluss über dieses Recht informiert worden sein, verlängert sich dieses sogar um ein Jahr (§§ 355, 356 BGB).

Da die wenigsten Nutzer überhaupt merken, dass sie ein Abo abgeschlossen haben, kommt es wohl auch in den wenigsten Fällen zu einer ordentlich Zusendung der Widerrufsbelehrung. Gehe deswegen folgendermaßen vor:

Schicke einen Widerruf an VIP Flatrates. Zur Sicherheit raten wir dir, diesen sowohl als E-Mail aber auch als Einschreiben mit Rückschein oder als Fax mit Sendeprotokoll (etwa über Aboalarm) zu versenden.

Du solltest auf jeden Fall darauf achten, einen Nachweis deines Widerrufs in der Hand zu haben, falls es zu weiteren Problemen kommt.

Die Adresse von VIP Flatrate findet sich leider nirgends, da der Anbieter nicht einmal eine Internetseite besitzt. Folgende Daten haben wir dem Vodafone-Kundenforum entnommen. Wir raten dir, die angegebene Hotline anzurufen, um die Adresse herauszufinden und bis dahin eine E-Mail mit deinem Widerruf zu senden. Erkläre auch am Telefon deinen Widerruf!

Die Kontaktdaten lauten:

VIP Flatrate
Hotline: 0800-0000557
E-Mail: info@mobileinfo.cc

Denselben Weg solltest du gehen, wenn du das Abo regulär kündigen willst. Erfrage bei der Hotline genaue Details zum Vertragsschluss, kündige bereits mündlich und verlange auf jeden Fall die Herausgabe einer Adresse, an die du die Kündigung senden kannst.

VIP Flatrate: So bekommst du dein Geld zurück

aboalarm vorteileWenn du dir ganz sicher bist, kein Abo bei VIP Flatrate geschlossen zu haben kannst du dir dein Geld zurückholen. Dazu musst du innerhalb von 8 Wochen Widerspruch gegen den Posten der Abofalle in deiner Handyrechnung einlegen. Für die Formulierung kannst du diesen Vordruck der Verbraucherzentrale verwenden. Dann musst du nur den eigentlichen Betrag deiner Handyrechnung bezahlen. Mehr Hinweise und Hilfestellung bietet die Verbraucherzentrale Bayern.

Drittanbietersperre einrichten und dich in Zukunft schützen

Um dich in Zukunft vor solchen lästigen und kostspieligen Abos zu schützen, solltest du bei deinem Telekommunikationsanbieter eine Drittanbietersperre einrichten lassen. Dies ist für dich kostenlos und mit einem kurzen Anruf bei der Kundenhotline erledigt.

 

Natürlich kannst du auch überlegen, gerichtlich gegen den Anbieter von solchen Abzock-Abos vorzugehen. Lasse dich dafür von einem Anwalt oder der Verbraucherzentrale in deinem Bundesland beraten. Doch Vorsicht, diese Beratung ist nicht kostenfrei, wie unser Beitrag zu den Kosten der Beratung bei den Verbraucherzentralen zeigt.

 

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