Altgeräte richtig entsorgen – was man noch alles rausholen kann

Wohin du mit deinen alten oder defekten Elektro- und Elektronikgeräten sollst, wie du sicher deine Daten vernichtest und was es noch für Möglichkeiten für die Altgeräteentsorgung gibt, erfährst du hier.

Ob Mobiltelefone, PCs, Batterien oder Festplatten – wohin gehört was, wie schütze ich meine gespeicherten Daten nach der Weitergabe vor Missbrauch und was mache ich vor der Reparatur? Mittlerweile ist die Altgeräteentsorgung einfacher, als du denkst! aboalarm liefert dir hier einen Überblick über deine Möglichkeiten.

Altgeräteentsorgung: Was passiert mit meinen persönlichen Daten?

Altgeräteentsorgung
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Das alte oder besser neue Problem der elektronischen Daten beschäftigt heutzutage wirklich jeden. Was passiert mit meinen vertraulichen Informationen, nachdem ich meine Festplatte entsorgt habe, was mit den persönlichen Bildern auf dem Smartphone bei der Reparatur? Wie vernichte ich die Daten restlos?

Viele Anbieter von Handysammlungen und Elektroalt-Entsorgung bieten die Löschung deiner Daten an – diese ist für dich jedoch nicht überprüfbar.

Möchtest du deine Datenträger von deinen Daten befreien, empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die physikalische Löschung deiner Informationen.

Diese führen sogenannte Schreddersoftwares, wie „Eraser“, „Wiper“ oder „Schredder“ größtenteils kostenfrei durch. Die Programme überschreiben deine persönlichen Informationen mehrmals und machen damit eine Wiederherstellung der eigentlichen Daten unmöglich.

Auch für die Löschung beispielsweise deiner Urlaubsbilder von der Digitalkamera gibt es Computerprogramme, wie den „CBL Daten Schredder“. Es genügt nicht, die Karte über Kamera oder Computer zu löschen!

Du solltest vor der Reparatur ein Backup auf einem PC oder einer externen Festplatte machen und dann gegebenenfalls die Daten auf dem Gerät löschen. Nach der Reparatur kannst du die Daten einfach wieder aufspielen.

Besitzt du Daten, die absolut vertraulich sind und möchtest wirklich auf Nummer sichergehen, musst du zur mechanischen Vernichtung greifen. Bei dieser Möglichkeit werden die einzelnen Bestandteile des Datenträgers so zerkleinert, dass aus den verbleibenden Resten keine nützlichen Informationen mehr ersichtlich werden können. Dafür einfach mal einen Dienstleister in deiner Nähe im Internet suchen.

Übrigens: Bei Silberlingen wie CDs und DVDs gibt es ebenfalls spezielle Datenvernichtung – du kannst aber auch einfach selber die Lesefläche, beispielweise mit Schmirgelpapier, unleserlich machen.

Das Beste aus deinen alten Geräten für dich rausholen – und für andere

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In Sachen Weitergabe bietet dir die heutige Zeit so einige schlaue Möglichkeiten, denn deine alten oder sogar defekten Geräte noch an den Mann zu bringen, schont wichtige verarbeitete Rohstoffe, wie Gold, Silber und Kupfer, und spart Energie ein. Außerdem müssen weniger Geräte neu hergestellt werden. Außerdem kann es sich in manchen Fällen lohnen, das Gerät reparieren zu lassen, zu verkaufen oder zu spenden. Im Blog Dein Schrottplatz findest du zahlreiche interessante Tipps zum Handyrecycling und wie du deine alten Smartphones darüber hinaus noch loswerden kannst.

Einige Seiten haben es sich sogar zur Aufgabe gemacht, mit deinen ungewollten Geräten noch etwas Gutes zu tun. Mit der Einsendung werden soziale oder Umwelt-Projekte gefördert oder Spenden getätigt.

Neues Gesetz über Elektro- und Elektronikgeräte erleichtert die Altgeräteentsorgung

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Am 24.07.2016 ist das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft getreten. Damit wird die bereits 2012 entschiedene EU-Richtlinie WEEE für mehr Recycling von Altgeräten angegangen, um illegalen Exporten und dem ungefilterten Gelangen teilweise giftiger Stoffe wie Blei, Quadmium und Quecksilber in die Umwelt den Kampf anzusagen. Dem Gesetz nach, sind Händler nun verpflichtet, Altgeräte bis zu einer Kantenlänge von 25cm und größere im Gegenzug zum Kauf eines Gerätes derselben Art zur Entsorgung zurückzunehmen. Damit müssen die Händler die Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer nach dem 13.08.2005 verkauften Produkte übernehmen. Einzige Ausnahme bilden Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von unter 400 Quadratmetern.

Für dich als Verbraucher ist das eine unglaublich praktische Alternative zur eigenen Entsorgung. Informiere dich hierfür beim jeweiligen Händler nach der Transportart – gegebenenfalls musst du die Ware nur noch einschicken und schon bist du sie los!

Achtung: Trotz dieser Vereinfachung versuchen sogar Online-Handelsriesen wie Amazon, ihre Kunden mit falschen Hinderungsgründen abzuweisen. Bestehe hier auf dein Recht!

Altgeräteentsorgung: Was gehört wohin?

Geräte, die mit dem Symbol einer durchgestrichenen Abfalltonne gekennzeichnet sind, bedürfen einer besonderen Entsorgung.

Als Faustregel gilt: Alles, was mit einem Stromkabel oder mit Batterien beziehungsweise Akkus betrieben wird, darf nicht in den Hausmüll.

Hierfür gibt es grundsätzlich erst mal Wertstoffhof und Sammelboxen. Altgeräte werden beim Elektroschrott abgegeben, eventuell gibt es dort auch extra Behältnisse für Silberlinge. Ansonsten stehen diese auch in Elektromärkten bereit. Viele Drogerien und Supermärkte übernehmen die Entsorgung von Batterien durch Altbatterienkisten in Kassennähe.

In ländlichen Gegenden gibt es oft wöchentliche Wertstofftransporter, die beispielsweise auf dem Marktplatz die gesammelten Geräte einsammeln.

In großen Städten geht es sogar noch bequemer. In Berlin gibt es extra die „Orange Box“ für Elektronik und sperrige Möbelstücke und in Leipzig die „Gelbe Tonne Plus“. Diese sind kostenlos und werden wie der normale Hausmüll abgeholt – man spart sich also den Transport zum nächsten Wertstoffhof.

Apps wie „E-Schrott“ erleichtern dir das Suchen nach deinen kommunalen Möglichkeiten der Müllentsorgung!

Außerdem bleibt dir die Entsorgung per Post an einen privaten Wertstoffverwerter. In einem Briefumschlag, der höchstens 35 x 25 x 5cm bemessen und mit Inhalt nur einen Kilogramm wiegen darf, kannst du deine kleinen Altgeräte einfach aus dem Haus schicken. Drucke dafür vorher an Stelle einer Briefmarke die kostenlose Versandmarke „Electrorun“ aus.

Altgeräteentsorgung: Nicht so kompliziert wie gedacht!

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Denkst du also darüber nach, ein für dich ausgedientes Gerät abzuschaffen, überlege vielleicht diesmal zweimal. Was kann man daraus noch machen? Kann jemand anders es noch weiterverwenden?

Größtenteils kostenlos kannst du deine Daten dafür vom Datenträger befreien und ihn danach weiterverschenken, -tauschen oder -verkaufen.

Wir finden, die Entsorgung von Altgeräten ist heutzutage nicht mehr umständlich. Apps und Websites informieren dich über Sammelstellen oder Abholmöglichkeiten für die jeweils zu entsorgenden Geräte in deiner Umgebung, gegebenenfalls kannst du den Müll sogar per Post verschicken und damit anderen Leuten noch etwas ermöglichen.

Und obwohl es für die selbstständige Entsorgung von Altgeräten mittlerweile eine ganze Bandbreite von Vereinfachungen gibt, bietet das Gesetz dir jetzt sogar die Entsorgung durch den Hersteller und in ausgewählten Städten die Abholung deiner eigenen Wertstofftonne an.

Hast du dein Gerät, auf welche Weise auch immer, entsorgt, erwähne vielleicht als nächste Anschaffung ein gebrauchtes Stück, um den Zyklus weiterzuführen und Geld zu sparen!

Altgeräte richtig entsorgen – was man noch alles rausholen kann Das leidige Thema Altgeräteentsorgung - so aufbereitet, dass du sogar noch mehr aus der Sache gewinnen kannst, als einen freien Platz auf dem Schreibtisch! Artikelbewertungen: 2 5.0 / 5 2