Aufbewahrungsfrist für wichtige Unterlagen

Simone Groß

Auch für die Unterlagen von Privatpersonen gilt eine Aufbewahrungsfrist. Welche wichtigen Unterlagen du wie lange aufheben musst, erfährst du hier.

Rechnungen, Kontoauszüge und Verträge stapeln sich oft in mehreren Ordnern im Schrank. Wer diese Papiermassen reduzieren will, sollte jedoch vorsichtig sein. Denn nicht alle Unterlagen dürfen bereits nach wenigen Jahren in den Müll wandern. Welche Unterlagen du wie lange aufbewahren musst, erfährst du bei uns.

Aufbewahrungsfrist für Steuerunterlagen

Während Selbstständige Steuerunterlagen bis zu zehn Jahre lang aufbewahren müssen, besteht dazu für Privatpersonen keine Pflicht. Sobald der Steuerbescheid in Ordnung ist, können auch die Belege weg, berichtet die Welt.

Machst du deine Steuererklärung online, musst du den Ablauf der Einspruchsfrist abwarten.

Aufbewahrungsfrist für Quittungen, Kaufbelege und Handwerkerrechnungen

Eine Frist von zwei Jahren gilt laut Aufbewahrungsfristen.org für Quittungen und Kaufbelege. Diese Frist ergibt sich automatisch aus der gesetzlichen Gewährleistungspflicht von zwei Jahren. Sollten während dieser Zeit Mängel an den gekauften Gegenständen auftreten, kannst du das innerhalb der Frist von zwei Jahren reklamieren.

Das geht allerdings nur mit dem Kaufbeleg.

Auch für Handwerkerrechnungen gilt eine Aufbewahrungsfrist von zwei Jahren. Damit geht der Staat gegen Schwarzarbeit vor. Im Zweifelsfall musst du bis zu zwei Jahre lang nachweisen können, dass Handwerkerarbeiten nicht unter der Hand vorgenommen wurden. Die Frist beginnt erst am Ende des Kalenderjahres, in dem du die Rechnung erhalten hast.

Aufbewahrungsfrist für Bankunterlagen

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Weiter berichtet Aufbewahrungsfristen.org, dass Kontoauszüge und Quittungen bis zu drei Jahre lang aufgehoben werden müssen. Diese Regel dient vor allem dazu, beweisen zu können, dass bestimmte Rechnungen bereits bezahlt worden sind. Am besten die Rechnungen zusammen mit dem entsprechenden Kontoauszug abheften. So hast du alles gleich zur Hand, falls unberechtigte Forderungen kommen. Der Zahlungsanspruch verjährt nach drei Jahren, sodass du die Belege und Rechnungen nach drei Jahren entsorgen kannst.

Vier Jahre lang solltest du Belege über immer wiederkehrende Zahlungen wie Mietzahlungen aufbewahren.

Belege für teure Anschaffungen solltest du am besten gar nicht wegschmeißen.

Denn es kann vorkommen, dass du diese noch einmal brauchst. Beispielsweise bei einem Diebstahl, damit du nachweisen kannst, welchen Wert die entwendeten Gegenstände hatten. Auch Immobilienkaufverträge solltest du nie wegwerfen.

Aufbewahrungsfrist Versicherungspolicen

Egal, ob du eine Sach- oder eine Lebensversicherung abgeschlossen hast, die Police solltest du während der gesamten Versicherungsdauer aufbewahren. Hast du eine Versicherungspolice verloren, kannst du diese bei deinem Versicherer erneut beantragen. Dieses Service musst du aber in der Regel teuer bezahlen.

Aufbewahrungsfrist für Rentenunterlagen

Besonders wenn es darum geht, die Berechnung der Rentenhöhe zu prüfen, ist es unabdingbar, die notwendigen Unterlagen dafür zur Hand zu haben. Denn sollte es dazu kommen, dass du gegen die Berechnung vorgehen willst, brauchst du die entsprechenden Unterlagen als Beleg. Dazu benötigst du vor allem die Unterlagen, die Arbeits-, Ausbildungs- und Studienzeiten belegen. Aber auch Unterlagen zur Arbeitslosigkeit sollten sicherheitshalber aufgehoben werden.

Diese Aufstellung zeigt deutlich, dass auch Privatpersonen nicht unüberlegt Rechnungen, Kontoauszüge und andere Belege wegwerfen können. Achte genau auf die Fristen. Diese dienen hauptsächlich zu deinem Schutz und können dir im Zweifelsfall einen Vorteil verschaffen. Am besten vermerkst du direkt auf den jeweiligen Ordnern die gültige Frist, so musst du diese nicht immer im Kopf behalten.

 

 

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