Gaskunden bekommen Geld zurück

Simone Groß

Private Kunden von E.ON und RWE bekommen in den nächsten Tagen Rückerstattungen im vierstelligen Bereich. Lies hier, warum auch du Geld zurückbekommen könntest.

Die Kunden von E.ON und RWE, die nun Anspruch auf bis zu vierstellige Rückzahlungen haben, hatten sich mit Hilfe der Verbraucherzentrale gegen die sogenannte Wärmemarktklausel gegen die Gasversorger gewehrt. Über das Thema berichten unter anderem Spiegel Online und Stern.de.

Gaskunden bekommen Geld zurück: Die Klage

Durch die Wärmemarktklausel behielten sich die beiden Anbieter vor, die Preise bei bestimmten Kunden einseitig zu erhöhen, wenn diese zu viel Gas verbrauchten.

Die Hamburger Gerichte gaben den eingereichten Klagen Recht und entschieden somit, dass die Klausel und damit auch die Preisänderungen ungültig seien. E.ON stimmte einem Vergleich zu und wird in nächster Zeit die bis zu vierstelligen Rückzahlungen gegenüber den Kunden vornehmen, die geklagt hatten. Eine genaue Chronologie der Klage und des Vorgehens der Verbraucherzentrale findest du auf der Website der Verbraucherzentrale Hamburg. Weiter schreibt Spiegel Online, dass auch Sondervertragskunden, die bisher nicht geklagt haben, noch Ansprüche geltend machen könnten.

Gaskunden bekommen Geld zurück: So geht´s

Wie Stern.de schreibt, können auch Sondervertragskunden noch bis zu drei Jahre lang gegen ihren Gasanbieter vorgehen. Du kannst also Ansprüche bis zu drei Jahre lang rückwirkend geltend machen. Ein Beispiel: Bis zum 31. Dezember 2014 kannst du Rückzahlungen für alle Jahresabrechnungen ab 2011 einfordern. Dazu musst du Klage oder einen Mahnbescheid gegen deinen Gasanbieter einreichen. Doch Vorsicht: Auf die oben genannten Urteile der Hamburger Gerichte kannst du dich nur beziehen, wenn dein Vertrag die sogenannte Wärmemarktklausel auch wirklich enthält. Diese lautet wörtlich: „E.ON Hanse ist berechtigt, die Preise der Preisentwicklung auf dem Wärmemarkt anzupassen.“

Solltest du vermuten, dass du Geld von deinem Gasanbieter zurückbekommen könntest, raten wir dir, dich an einen Anwalt oder an die Verbraucherzentrale in deinem Bundesland zu wenden. Dort wird dann geprüft, ob Ansprüche auf eine Rückerstattung bestehen oder ob du dir den Aufwand von vornherein sparen kannst. Die Beratung ist auch bei den Verbraucherzentralen nicht kostenlos. Eine Übersicht über die ungefähren Kosten, haben wir bereits hier im Blog für dich.

Anscheinend will E.ON die Tatsache, dass Kunden Geld zurückfordern könnten, gerne unter den Tisch kehren und teilt den Betroffenen in einem Schreiben mit, dass sie „strengsten Stillschweigen“ bewahren müssten, berichtet Spiegel Online außerdem. Auch die Verbraucherzentrale Hamburg schreibt weiter, dass E.ON bereits im Dezember 2013 versucht hätte, Kunden von der Geltendmachung der Ansprüche abzuhalten. Lass dich von solchen Schreiben nicht beeindrucken. Und auch deswegen noch einmal der Rat, zu einem Anwalt oder den Verbraucherzentralen zu gehen. Mehr Infos zum Thema Widerspruch gegen die Gasrechnung einlegen, haben wir in einem anderen Blogartikel für dich.

Generell glänzen Gasanbieter nicht gerade mit Fairness und Verbraucherfreundlichkeit. Bereits im März hatten wir über unzulässige AGB-Klauseln bei den Gasanbietern berichtet.

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