Günstig und beliebt: WhatsApp und Co. überholen SMS

Simone Groß

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Informa wurden im letzten Jahr erstmalig mehr IP-Messages verschickt als SMS. Dennoch: Eine Wachablösung ist nicht in Sicht. Mancherorts wird das SMS-Aufkommen sogar steigen. 

Die Londoner Analysten von Informa haben Daten gesammelt, aus denen hervorgeht, dass 2012 durchschnittlich 17,6 Milliarden SMS verschickt wurden. Dazu wurden 19,1 Milliarden Nachrichten über IP-basierte Dienste verschickt. Für 2013 schätzt Informa sogar, dass 41 Milliarden App-Nachrichten verschickt werden und nur 19,5 Milliarden SMS.

Allerdings: Es gibt  weit mehr SMS-Kommunizierer als jene, die IP-Dienste nutzten: nämlich 3,5 Milliarden im Gegensatz zu 586,3 Millionen. Die SMS-Schreiber nahmen ihr Handy im Schnitt nur 5 mal täglich für eine SMS in die Hand, während ein IP-Message-Nutzer täglich 32,6 Messages tippte – das ist  sechs mal mehr.

IP-basierte Nachrichten sind solche, die in einer Smartphone-App geschrieben und an Nutzer der gleichen App kostenlos verschickt werden können. Einer der bekanntesten Dienste ist WhatsApp. Daneben gibt es andere Anbieter wie etwa Line, Kakao Talk oder WeChat.

Die IP-basierten Nachrichten werden in naher Zukunft herkömmliche Kurznachrichten jedoch nicht ablösen, schätzt Informa. Es gibt immernoch viele Nutzer, die kein Smartphone haben und daher Messages nur als SMS verschicken und empfangen können. Vor allem in Entwicklungsländern wird das SMS-Volumen weiter wachsen. Auch Smartphone-User, die IP-Messaging-Dienste verwenden, sind weiterhin auf SMS angewiesen, wenn sie mit Old-School-Handy-Besitzern kommunizieren wollen. Außerdem vermutet Informa, dass SMS-Anbieter ihre Dienste im mobilen Markt expandieren werden.

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