Lösegeld-Viren: Lösegeld für die eigenen Daten

Simone Groß

 

Eine sogenannte Ransomware sperrt die Daten auf der eigenen Festplatte und verlangt ein Lösegeld für das entsperren.

Wie Welt.de berichtet, kursiert seit einigen Tagen ein besonders erfolgreicher Virus im Internet. Dieser verschlüsselt de Daten auf der Festplatte des angegriffenen PC´s und kündigt an, diese erst nach der Zahlung eines Lösegeldes wieder zu entsperren.
Wer dies nicht macht, den Computer abschaltet oder ein Antivirus-Programm startet, dem droht die Schadsoftware damit, die Daten für immer von der Festplatte zu löschen.

Lösegeld-Viren sind äußerst profitabel

Diese Ransomware, auf deutsch „Lösegeld-Software“,  ist die zur Zeit wohl profitabelste Methode um Geld mit Computer-Viren zu verdienen. Bereits 2013 hatte eine solche Schadsoftware innerhalb von drei Monaten Einnahmen in Höhe von 30 Millionen Euro gebracht. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn insbesondere Unternehmen sind eher bereit, das „Lösegeld“ von etwa 100 US-Dollar (ca. 75 Euro) zu bezahlen, als den Verlust der Daten zu riskieren.

Wie schütze ich mich?

Wer E-Mail-Anhänge öffnet, ohne dass der Computer über einen ausreichenden Virenschutz verfügt, macht sich besonders anfällig für diese, aber auch für jede andere, Schadsoftware. So wie die meisten Viren, wird auch die Ransomware über infizierte Anhänge verbreitet.
Die Software sucht dann gezielt nach Bildern, Videos und privaten Dateien, für die meist kein Back-Up existiert. Eine Möglichkeit, die Sperre der Dateien wieder aufzuheben konnte bisher nicht gefunden werden. Dies liegt einzig in der Hand der Erpresser.
Wer sich schützen will, kann deshalb nur regelmäßig Back-Ups seiner persönlichen Dateien machen. Diese können dann etwa auf einer externen Festplatte, einer DVD oder einem USB-Stick aufbewahrt werden. So kann man die Lösegeldforderung ignorieren und die Daten sind nicht verloren. Zudem sollte ein ausreichender Virenschutz natürlich immer vorhanden sein.

Update (07.08.2014):

Inzwischen haben zwei Sicherheitsfirmen eine kostenlose Software entwickelt, mit der die verschlüsselten Daten des Trojaner Cryptoblocker, von den betroffenen Nutzern selbst entschlüsselt werden können. Somit lässt sich in diesen Fällen die Zahlung des Lösegelds umgehen. Wie du die Software nutzen kannst, kannst du im Artikel auf Chip.de nachlesen.

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