News am Sonntag – KW 23

Michaela Kiesel

Die wichtigsten Neuigkeiten der vergangenen Tage haben wir wie jede Woche in den News am Sonntag für dich zusammengestellt.

Verbraucherschützer warnen vor Abofallen bei WhatsApp, PayPal ändert seine AGB, der EuGH spricht Gebrauchtwagen-Käufern mehr Rechte zu, bei Prepaid-Tarifen muss das Guthaben erstattet werden, ohne es dir unnötig zu erschweren und Kabel Lausitz muss unrechtmäßige Entgelte erstatten – das sind unsere Themen in den News am Sonntag dieser Woche.

WhatsApp: Vorsicht, Abofalle!

Verbraucherschützer warnen vor Abofallen bei WhatsApp. Die Verbraucherzentrale Sachsen weist darauf hin, dass Nutzer von WhatsApp derzeit Nachrichten erhalten, die auf eine angebliche neue Funktion aufmerksam machen soll. Wenn du den Link in dieser Nachricht anklickst, schließt du ein Abo über 4,99€ pro Woche bei einem Drittanbieter ab. Wie du dich in einem solchen Fall am besten verhältst und wie du eine Drittanbietersperre einrichtest, liest du in unserem Artikel Drittanbieter: Wie du Abofallen auf dem Handy verhinderst.

Neue PayPal-AGB: Werbeanrufe und SMS

PayPal hat seine AGB geändert und nimmt sich die jetzt Möglichkeit heraus, sich die Nummern seiner Kunden zu besorgen, auch wenn die Nummer nicht im eigenen Nutzerprofil hinterlegt ist. Außerdem gestattet sich PayPal eine „automatische Anruffunktion oder voraufgezeichnete Anrufe und Textnachrichten“. Zunächst gelten die AGB nur in den USA – ob die Änderung auch deutsche Kunden betrifft ist bislang unklar. Wenn du dein PayPal-Konto jetzt kündigen möchtest, kannst du in unserem Artikel PayPal kündigen: So schließt du dein PayPal-Konto nachlesen, wie du dabei am besten vorgehst.

EuGH: Mehr Rechte für Gebrauchtwagen-Käufer

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat ein Urteil erlassen, das die Rechte von Gebrauchtwagenkäufern stärkt: Im ersten halben Jahr nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens, musst du nicht beweisen, dass ein Defekt bereits beim Kauf bestand – stattdessen kann man das einfach annehmen, so der EuGH. Du musst nur nachweisen, dass ein Defekt vorliegt und dass dir dieser Schaden innerhalb der ersten sechs Monate nach Kauf bekannt wurde.

Prepaid-Tarife: Restguthaben muss erstattet werden

Der vzbv hat vor dem Landgericht Kiel gegen mobilcom-debitel geklagt. Die Richter haben entschieden, dass die Erstattung von Restguthaben auf Prepaid-SIM-Karten nicht davon abhängen darf, ob du die SIM-Karte zurückschickst oder ob du eine Kopie deines Personalausweises beilegst. mobilcom-debitel darf in den Erstattungsanträgen auch keine überflüssigen Daten abfragen. Darf ein Mobilfunkanbieter überhaupt verlangen, dass du eine SIM-Karte zurückschickst? Das erfährst du in unserem Artikel SIM-Karte zurückschicken – Musst du das?. In unserem Blogartikel Mobilcom Debitel kündigen – nicht per E-Mail liest du außerdem, wie du deinen Vertrag kündigen kannst.

Landgericht Leipzig: Kabel Lausitz muss Entgelte zurückzahlen

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat vor dem Landgericht Leipzig gegen Kabel Lausitz geklagt. Die Richter haben ein Urteil (AZ: 08 O 530/15) gefällt, demzufolge das Unternehmen Beträge, die zu Unrecht eingezogen wurden, erstatten muss. Das Urteil betrifft dich, wenn du seit dem 13. Juni 2014 einen Vertrag über die Webseite von Kabel Lausitz abgeschlossen hast, bei dem Servicepakete voreingestellt waren.

Schau doch auch nächste Woche wieder vorbei, wenn die nächsten News am Sonntag erscheinen.

News am Sonntag - KW 23 Die wichtigsten Neuigkeiten der vergangenen Tage haben wir wie jede Woche in den News am Sonntag für dich zusammengestellt. Artikelbewertungen: 2 5.0 / 5 2