Unerwünschte Werbung – So kannst du dich am besten schützen

Michaela Kiesel

Keine Lust auf unerwünschte Werbung per Brief, E-Mail oder am Telefon? Wir haben Tipps und Tricks für dich, wie du diese wieder los wirst.

Jeder kennt das: Da hat man sich einmal auf einer Seite registriert und dann wird man andauernd mit unerwünschter Werbung, sei es per Post, am Telefon oder per E-Mail bombardiert. Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat in Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz ein Faltblatt herausgegeben, das dir dabei hilft, dich vor unerwünschter Werbung zu schützen.

Unerwünschte Werbung ohne Zustimmung

Prinzipiell dürfen deine Daten nur erhoben und genutzt werden, wenn dies durch ein Gesetz genehmigt wird. Unter bestimmten Umständen können Firmen deine Daten selbstständig für unerwünschte Werbung nutzen – auch wenn du dem nicht ausdrücklich zugestimmt hast. Werbung per Post bedarf beispielsweise keiner Zustimmung, wenn rechtmäßig erhobene Listendaten wie Name und Anschrift verwendet werden.

In diesem Fall hast du jedoch ein Widerspruchsrecht, auf das du auch deutlich hingewiesen werden musst. Wir empfehlen dir, unerwünschter Werbung schriftlich zu widersprechen, da du dann einen Nachweis für deinen Widerspruch hast.

Unerwünschte Werbung im Internet: Schutz durch Double-opt-in

Wenn die Nutzung deiner Daten nicht gesetzlich erlaubt ist, musst du dem ausdrücklich zustimmen. Online funktioniert die Zustimmung beispielsweise per Double-opt-in: Hierbei musst du der Nutzung deiner Daten zweimal zustimmen – einmal auf der Homepage und einmal in einer E-Mail mit Bestätigungslink. Schau dir genau an, wofür ein Unternehmen deine Daten nutzen will, bevor du der Nutzung deiner Daten zustimmst.

Wenn du der Nutzung zwar zugestimmt hast, aber vorab nicht genau darüber informiert worden bist, wie deine Daten verwendet werden, ist deine Einwilligung nichtig.

Unerwünschte Werbung: Daten löschen lassen

Wenn du verhindern willst, dass ein Anbieter dir unerwünschte Werbung schickt, kannst du deine Daten jederzeit löschen lassen – sofern er diese nicht mehr benötigst, beispielsweise wegen einer offenen Bestellung, und keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht. Sollte diese bestehen, kannst du deine Daten zumindest sperren lassen: Dann darf das Unternehmen deine Daten nicht mehr Nutzen und dir keine unerwünschte Werbung mehr zusenden. Am einfachsten ist es, wenn du das Unternehmen per E-Mail darüber informierst, dass du die Löschung oder Sperrung deiner Daten wünschst. Du hast jederzeit ein Anrecht darauf, dass die von dir gespeicherten Daten, wenn sie fehlerhaft sind, berichtigt werden.

Du kannst unerwünschter Werbung auch dann widersprechen, wenn du der Werbung zunächst zugestimmt hattest – ohne deine Daten gleich komplett löschen zu lassen.

Unerwünschte Werbung trotz Widerspruch?

Leider gibt es Unternehmen, die trotz aller Maßnahmen weiterhin unerwünschte Werbung verschicken. Wenn dies der Fall ist oder wenn du denkst, dass deine Daten in unzulässiger Weise genutzt werden, kannst du dich an deine örtliche Verbraucherzentrale oder an die Aufsichtsbehörde für Datenschutz des Bundeslandes wenden, in dem der Anbieter seinen Sitz hat.

Falls du unerwünschte Werbung in Form von Telefonwerbung erhältst, kannst du in unserem Artikel Telefonwerbung: Wehre dich gegen verbotene Anrufe nachlesen, wie du dagegen vorgehen kannst.

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