Urteil gegen Vodafone: Irreführende Werbung

Simone Groß

Vodafone wurde wegen der Fernsehwerbung für Allnet-Flat-Tarife rechtskräftig verurteilt. Wir haben die Hintergründe des Urteils gegen Vodafone zusammengefasst.

Wie der für Aboalarm tätige Anwalt Holger Loos auf seiner Website schreibt, hatte Vodafone mit einer Allnet-Flat geworben, die für alle Vodafone-Kunden bereits ab 19,99 Euro erhältlich sein sollte. Den Fernsehspot hatte die Wettbewerbszentrale aufgrund mehrerer Punkte als irreführend beanstandet und hat nun vom Landgericht Düsseldorf Recht bekommen (Az. 38 O 78/14).

Urteil gegen Vodafone: Angebot gilt nur für Bestandskunden

Der erste Punkt, den die Wettbewerbszentrale bemängelte war, dass aus der Fernsehwerbung für die Verbraucher nicht erkennbar wurde, dass es sich hier um ein Angebot handle, welches sich nur an Bestandskunden richtet. Vielmehr würden die Zuschauer das Angebot als Werbung für Neukunden verstehen, die eine besonders günstige Flatrate abschließen können.

Urteil gegen Vodafone: Selbst Bestandskunden können das Angebot nicht uneingeschränkt nutzen

Des weiteren wurde beanstandet, dass das beworbene Angebot zum Preis von 19,99 Euro nicht einmal von allen bestehenden Vodafone-Kunden in Anspruch genommen werden kann. Bei der Allnet-Flat handelt es sich nämlich nur um einen Zusatztarif, der lediglich zu einem bereits bestehenden kostenpflichtigen Tarif hinzugebucht werden kann. Auch darüber wurde der Zuschauer nicht ausreichend aufgeklärt.

Da die Richter nach einer eingeschränkten Unterlassungserklärung von Vodafone keinen ernsthaften Willen erkennen konnten, diese verbraucherfeindliche Praxis zu unterlassen, kam es am 28. August 2014 zu einem rechtskräftigen Urteil vor dem Landgericht Düsseldorf. Dieses Urteil hat Vodafone als endgültige Regelung anerkannt.

 

Urteil gegen Vodafone: Irreführende Werbung Vodafone wurde wegen der Fernsehwerbung für Allnet-Flat-Tarife verurteilt. Wir haben die Hintergründe des Urteils gegen Vodafone zusammengefasst. Artikelbewertungen: 15 3.4 / 5 15