Bernd Storm mit Wirtschaftsminister in USA: „User stärker in den Mittelpunkt stellen“

Simone Groß

IVA-Mitglied Bernd Storm und weitere Gründer und Manager deutscher IT-Start-Ups begleiten aktuell Wirtschaftsminister Philip Rösler auf seiner Reise im amerikanischen Silicon Valley. Dort besucht die Delegation unter anderem die Firmen Apple, Google und Facebook. Ziel der Reise ist die bessere Vernetzung zwischen der deutschen und der amerikanischen IT-Branche. Wir haben Bernd Storm in den USA per Mail erreicht und vier Fragen gestellt. 

Was können Start-Ups von den Großen der Branche wie Google und Facebook lernen?

Alle führenden Unternehmen, die wir besucht haben, zeigen eine Gemeinsamkeit: Sie stellen die User in den Mittelpunkt. Das Einzige, was zählt, ist der Nutzermehrwert. Das sollten auch wir stetig im Blick haben.

Worin unterscheiden sich US-amerikanische von deutschen Unternehmen?

Grundsätzlich wirken Unternehmen in den USA deutlich kundenfreundlicher und wollen Probleme möglichst schnell lösen. Beispiel: Kundenservice-Hotlines sind in den USA immer kostenlos. Wenn ich hier erzähle, dass Kunden bei uns zahlen müssen, wenn sie Hilfe brauchen, erntet man Kopfschütteln und Gelächter. Das Argument deutscher Firmen „Wenn die Hotlines kostenlos wären, kämen zu viele Spaßanrufe“ versteht in den USA niemand.

Wie gibt sich Wirtschaftsminister Philip Rösler in Kalifornien?

Der Wirtschaftsminister übernimmt eine wichtige Rolle und etabliert einen guten Dialog zwischen deutschen Startups und dem Silicon Valley.

Was hat Dich am meisten beeindruckt?

Die Rede von Marc Andreesen, Mitgründer des Unternehmens Netscape und Entwickler des Browsers Mosaic (einer der ersten international weit verbreiteten Browser) sowie die Rede von Andreas von Bechtolsheim, einer von vier Gründern von Sun Microsystems und einer der ersten Investoren bei Google. Beide Reden waren sehr inspirierend und „down to earth“. Diese Menschen sind nicht abgehoben, nicht besserwisserisch, nicht arrogant.

User stärker in den Mittelpunkt stellen Bernd Storm und weitere Gründer begleiten Philip Rösler auf seiner Reise im Silicon Valley. Dort besuchen sie unter anderem Apple, Google und Facebook. Artikelbewertungen: 0 0 / 5 0