Online-Banking Betrug mTan – Sicherheitslücke Handy

Wolfgang Kirmaier

Mit Hilfe eines ausgeklügelten Systems leeren Betrüger dein Bankkonto. Wir erklären die Masche und wie du dich dagegen schützen kannst.

Schon schneit die nächste Betrugsmasche herein: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, erschleichen sich Hacker mit einer Schadsoftware Zugriff zu deinem Computer und nutzen die gespeicherten Daten um an dein Bankkonto zu kommen. Hauptsächlich seien Telekom Kunden betroffen, da diese regelmäßig Handyrechnungen per E-Mail bekommen – ein wichtiges Puzzleteil für das System der Betrüger. In unserem Blog-Beitrag erklären wir dir alle Einzelheiten zu dieser Masche und geben dir wichtige Tipps, wie du dich vor solchen online Diebstählen schützen kannst.

Das Prinzip der Überweisung per mTan

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Bei einer Überweisung ist nach neuem Sicherheitsstandard eine seperat generierte Nummer nötig, um den Vorgang abzuschliessen. Im Falle einer Überweisung per mTan wird diese Nummer an eine vorher registrierte Handynummer als SMS versandt. Diese Tan muss nach Erhalt im Fenster des Online-Banking eingegeben werden.

Schritt 1 der Betrüger: die Schadsoftware

Das Prinzip ist bekannt: Betroffene erhalten eine E-Mail, deren Betreff oft täuschend echt nach einer wichtigen Nachricht einer großen Firma aussieht. Im Anhang findet sich dann ein Dokument das der Nutzer unbedingt öffnen soll. Dieses Dokument stellt sich jedoch als Schadsoftware heraus, die deinen Computer zukünftig überwacht und alle Aktivitäten an die Betrüger übermittelt. Dadurch kommen sie an deine persönlichen Daten wie Name, Kontonummer und Passwort deines Online-Banking Kontos. Außerdem durchforstet das Programm deine E-Mail Konten und vesucht so deine Handy- und Kundennummer zu ermittelt. Erfolg haben die Hacker hauptsächlich bei Telekom-Kunden, da diese regelmäßig Online-Rechnungen per E-Mail zugesandt bekommen. Das ist ein wichtiger Bestandteil der Masche der Betrüger.

Schritt 2 der Betrüger: die SIM-Karte

Sobald sie Handy- und Kundennummer der Betroffenen haben, melden sie die SIM-Karte des Kunden als verloren. Sie fordern beim Funkanbieter eine Zweitkarte an und geben sich als Telekom-Vertragshändler aus. Sobald die SIM-Karte in den Händen der Betrüger ist, haben sie alles Nötige um sich an die Überweisung zu machen. Sie überweisen verschiedene Geldbeträge auf Konten und nutzen die scheinbar sichere Methode der mTan mit Hilfe der angeforderten Zweitkarte des Mobilfunkbetreibers.

Die Telekom hat, im Zuge der Aufarbeitung der betroffenen Fälle, ihre Sicherheitsmaßnahmen zur Anforderung einer Zweitkarte erhöht. So muss in den Shops nun ein Personalausweis vorgelegt werden, am Telefon wird ein Passwort abgefragt, das den Kunden identifizieren soll. Ob diese Maßnahmen greifen, wird sich zeigen.

Betrug mit mTan – das kannst du unternehmen

Das wichtigste Instrument gegen solche Betrüger und ihre Maschen ist der Computer-Nutzer selbst. Wenn die Betrüger schon in Schritt 1 aufgehalten werden, fehlt ihnen jegliche Grundlage und du musst dir keine Sorgen machen. Das bedeutet im Klartext: Öffne keinerlei Anhänge von E-Mails, die du nicht genau einordnen kannst. Im Zweifelsfall lösche die Mail: Sofern es wirklich eine wichtige Benachrichtigung war, wirst du per Post nochmals angeschrieben. Außerdem sind solche schädlichen Programme oft mit der Endung .EXE versehen. Das weißt daraufhin, dass dies kein Dokument oder Bild ist, sondern ein Programm. Diese Anhänge auf keinen Fall öffnen!

Solltest du einmal in eine solche Falle getappt sein, melde dich umgehend bei deiner Bank und deinem Mobilfunkanbieter. Diese werden sich deines Falles annehmen und weitere Lösungen finden. In den erwähnten Betrugsfällen der Telekom haben die Banken meist den entstandenen Schaden erstattet.

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