Girokonto: Versteckte Kosten – hier lauern sie!

Wolfgang Kirmaier

Hinter einem vermeintlichen Gratis-Girokonto verbergen sich oft versteckte Kosten. Wir sagen dir, wie du die Kostenfalle umgehen kannst.

Banken werben immer wieder mit Girokonten ohne Kontoführungsgebühr. Doch nur weil es keine Kontoführungsgebühren gibt, heißt das nicht, dass keine versteckten Kosten lauern. Die Postbank erhebt beispielsweise künftig Gebühren für Papierüberweisungen.

Girokonto: Mindestgeldeingang und Überweisungsgebühren

Die wahrscheinlich verbreitetste Strategie ist es, mit einem kostenlosen Girokonto zu werben, dieses jedoch im Kleingedruckten an Bedingungen zu knüpfen. Oftmals ist ein Girokonto nur gratis, wenn monatlich ein bestimmter Mindestbetrag auf das Konto eingeht – wenn nicht fallen Kontoführungsgebühren an.

Wie das Beispiel der Postbank zeigt, lauern auch bei Überweisungen versteckte Kosten. Egal ob nur das Online-Banking kostenfrei ist, die Anzahl der kostenlosen Überweisungen begrenzt ist oder für Überweisungen generell eine Gebühr erhoben wird – vor Vertragsabschluss solltest du dir unbedingt über deine Bedürfnisse Gedanken machen und ein Konto aussuchen, das diesen entspricht. Online-Banking ist übrigens auch nicht immer kostenfrei: Manche Banken erheben für eine TAN per SMS eine Gebühr von mehreren Cent.

Girokonto versteckte Kosten: Zinsen und Kartengebühren

Banken erheben oftmals hohe Dispositionszinsen. Umgekehrt gibt es für Guthaben auf einem Girokonto meistens keine oder nur sehr niedrige Sparzinsen.

Auch die Kartengebühren sind ein Punkt, bei dem versteckte Kosten lauern: Bei der Kontoeröffnung wird teilweise automatisch eine Kreditkarte herausgegeben. Daher solltest du unbedingt darauf achten, welche Gebühren für die Karte erhoben werden. Oft ist ein bestimmter Mindestumsatz nötig, damit die Karte kostenlos ist. Andere Kreditkarten sind nur im ersten Jahr gratis – ab dem zweiten fallen dann Kartengebühren an.

 Girokonto versteckte Kosten: Einzahlungen und Abhebungen

Auch für Bargeldabhebungen oder Einzahlungen am Schalter verlangen Filialbanken teilweise Geld. Du solltest daher im Preisverzeichnis deiner Bank unbedingt nachlesen, wie viel deine Bank dafür berechnet, falls du diesen Service wünschst.

Du solltest dich darüber informieren, wie viele Geldautomaten die Bank betreibt. Ein gut ausgebautes Geldautomatennetz und kostenfreie Abhebungen bei Partnerbanken schützt dich vor versteckten Kosten: Abhebungen bei Fremdbanken kosten teilweise mehrere Euro.

Kosten beim Girokonto sofort erkennen

Wenn du mit deinem Girokonto unzufrieden bist und zu viel bezahlst, lohnt es sich, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Wir empfehlen dir, vor Eröffnung eines Girokontos die AGB der Bank und das Preisverzeichnis genau durchzulesen– um nicht von versteckten Kosten überrascht zu werden. Außerdem ist es wichtig, dir Gedanken darüber zu machen, welche Services du benötigst – und welche nicht.

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