Kreditbearbeitungsgebühren: Erstattung nur bis Ende 2014

Michaela Kiesel

Musterbriefe der Verbraucherzentrale reichen, laut bankright, nicht aus, um dich vor der Verjährung der Ansprüche auf Erstattung der Kreditbearbeitungsgebühren zu schützen.

Ende dieses Jahres (2014) laufen viele Kreditnehmer Gefahr, ihren Anspruch auf eine Rückerstattung der Kreditbearbeitungsgebühren zu verlieren. bankright geht davon aus, dass die Musterbriefe, die von verschiedenen Verbraucherzentralen zu Verfügung gestellt werden, nicht ausreichen, um eine Verjährung zu verhindern.

Kreditbearbeitungsgebühren: Verjährung von Ansprüchen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat kürzlich ein Urteil erlassen, demzufolge Banken keine Kreditbearbeitungsgebühren erheben dürfen. Er hat auch hinsichtlich der Verjährung entschieden: Ansprüche aus Kreditverträgen, die zwischen 2004 und 2011 abgeschlossen wurden, verjähren Ende dieses Jahres (2014). Die Hintergründe kannst du in unserem Blogartikel „Bearbeitungsgebühr Kredite: Entgelte sind unzulässig“ nachlesen.

So verhinderst du die Verjährung

Die Musterbriefe der Verbraucherzentralen zwingen Banken nicht zu einer zeitnahen Reaktion: Daher können Banken erst Anfang nächsten Jahres (2015) auf deine Forderung reagieren. Bis dahin sind deine Ansprüche jedoch bereits verfallen, wenn du dein Darlehen 2011 oder früher aufgenommen hast.
bankright macht daher darauf aufmerksam, dass du Maßnahmen ergreifen musst, welche die Verjährung von Ansprüchen auf die Erstattung der Kreditbearbeitungsgebühren verhindern.

Daher solltest du dich an einen Anwalt oder an einen registrierten Rechtsdienstleister, wie beispielsweise bankright, wenden. Außerdem ist es auch möglich, einen Ombudsmann zu kontaktieren, zumindest wenn deine Bank Mitglied im Bankenverband ist. Wenn du einen Anspruch auf Erstattung der Kreditbearbeitungsgebühren hast, musst du diese Schritte unbedingt vor Jahresende ergreifen – zumindest wenn du dein Darlehen nicht nach 2011 aufgenommen hast.

bankright: Kein Erfolg – keine Kosten

bankright hilft dir dabei, deine Rechte gegenüber Banken durchzusetzen. Momentan konzentriert sich das Unternehmen auf Kreditbearbeitungsgebühren. Langfristig soll das Angebot jedoch auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. Ein Grundsatz von bankright ist, dass das Unternehmen ausschließlich erfolgsbasiert arbeitet.
Wenn du unzulässige Kreditbearbeitungsgebühren bezahlt hast, versucht bankright zunächst, eine außergerichtliche Einigung mit deiner Bank zu erzielen. Falls das nicht klappt, werden die Anwälte von bankright Anklage erheben – dadurch entstehen für dich jedoch keine zusätzlichen Kosten.
Damit bankright dir helfen kann, musst du den Mitarbeitern eine Kopie deines Kreditvertrages aushändigen – nur so kann dein Anspruch überprüft werden. Auch um deine Forderung gegenüber deiner Bank durchzusetzen, wird der Kreditvertrag benötigt. In seltenen Fällen benötigt das Unternehmen außerdem den Schriftverkehr zwischen dir und deiner Bank – in diesem Fall wirst du jedoch separat darüber informiert.

Kreditbearbeitungsgebühren: Das Aboalarm-Fazit

Wir empfehlen dir, möglichst schnell rechtliche Schritte einzuleiten. Wenn du dir nicht sicher bist, wann du deinen Kredit aufgenommen hast oder ob du Kreditbearbeitungsgebühren bezahlt hast, kannst du das am besten in deinem Darlehensvertrag nachlesen.
Falls du ein Bearbeitungsentgelt bezahlt hast, kannst du dich direkt an bankright wenden. Dadurch kannst du eine Verjährung deiner Ansprüche verhindern und zahlst nur, wenn du dein Geld auch tatsächlich zurückbekommst. Außerdem ist es positiv, dass sich Rechtsanwälte um deinen Fall kümmern: Als solche kennen sie sich mit der rechtlichen Situation gut aus und können Schritte einleiten, die dir als Verbraucher versperrt sind.

Kreditbearbeitungsgebühren: Erstattung nur bis Ende 2014 Musterbriefe der VBZ reichen, laut bankright, nicht aus, um dich vor der Verjährung der Ansprüche auf Erstattung der Kreditbearbeitungsgebühren zu schützen. Artikelbewertungen: 29 3.4 / 5 29