„Go Green“ mit nachhaltigen Banken, Aktien und Fonds

Sophie Hartmann

Geld fair und ökologisch anlegen – das versprechen nachhaltige Banken und Bonds. Doch welche Möglichkeiten gibt es und lohnt sich der Wechsel wirklich? Wir haben die Antwort.

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Nicht erst seit Fridays for Future ist Umweltschutz ein Thema: schon länger achten Verbraucher vermehrt auf eine ökologische und nachhaltige Lebensweise. Ob der tägliche Einkauf auf dem Biomarkt, die richtige Mülltrennung oder überlegter Konsum – viele Menschen wollen mit ihrem Verhalten die Umwelt schützen und die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen stoppen. Woran viele allerdings nicht denken: auch in der Finanzwelt kannst du nachhaltig handeln und so dazu beitragen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Wir erklären dir, was es mit nachhaltigen Finanzen auf sich hat.

Nachhaltige Banken: ökologisch handeln mit der Wahl des Kontoanbieters

Eine grüne Bank richtet ihre Tätigkeit streng nach ethischen und ökologischen Grundsätzen aus und achtet auf eine offene und faire Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Kunden. Ihre nachhaltige Wirtschaftsweise schließt daher zum Beispiel Investitionen in Waffengeschäfte, Atomkraft oder Unternehmen, die Kinderarbeit oder andere Menschenrechtsverletzungen mit sich bringen, von Vornherein aus. Vielmehr spezialisieren sich grüne Banken auf Investitionen in ökologische Landwirtschaft, alternative Wohnprojekte, regenerative Energien und soziale Einrichtungen. Zudem spielt Transparenz eine große Rolle. Eine grüne Bank veröffentlicht in der Regel Angaben zu Krediten an Unternehmen im Internet, sodass jeder Kunde einsehen kann, welche Projekte mit seinem Geld unterstützt werden. Alle Kreditnehmer werden nach ökologischen und sozialen Kriterien geprüft – so stellen alternativen Banken sicher, dass nur ethisch vertretbare Unternehmen und Konzepte gefördert werden.

Welche grünen Banken gibt es in Deutschland?

Zu den bekanntesten und bewährtesten grünen Banken gehören laut utopia.de die GLS Bank, die Triodos Bank, die Ethik Bank, die Tomorrow Bank und die UmweltBank. Diese grünen Banken unterscheiden sich voneinander zum einen durch ihren Investitionsfokus, zum anderen durch die Palette ihrer Finanzprodukte und -angebote. Die GLS Bank gilt laut utopia.de als erste sozial-ökologische Universalbank der Welt. Die UmweltBank finanziert ausschließlich Umweltprojekte, die Ethikbank ist eine grüne Bank, die nur ökologisch und sozial sinnvolle Maßnahmen unterstützt. Die Triodos-Bank ist nach eigener Aussage Europas führende Nachhaltigkeitsbank und die Tomorrow Bank gehört zu den ersten und bislang einzigen nachhaltigen Fintech-Startups in Deutschland.

Lohnt sich der Wechsel zu einer nachhaltigen Bank?

Dich spricht die Idee hinter einer grünen Bank an und du fragst dich jetzt, ob die alternativen Finanzinstitute den herkömmlichen Banken im täglichen Geschäft standhalten können? Wir haben uns die Konditionen bei den bekanntesten grünen Banken für dich angeschaut und mit einer konventionellen Bank, der Commerzbank, verglichen.

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Wie man sieht, können alternative Banken den großen Finanzhäusern heutzutage durchaus die Stirn bieten. Im Bereich Dispokredit sind ihre Zinsen sogar deutlich unter den Bedingungen der meisten Geldinstitute. Nur was die Kontoführungsgebühren angeht, wäre eine grüne Bank wahrscheinlich nicht unbedingt der günstigste Anbieter auf dem Markt. Doch wenn man bedenkt, dass das angelegte Geld dafür in ökologische und faire Projekte investiert wird, ist die Einbuße sicherlich leicht zu verkraften.

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Nachhaltig Geld anlegen mit grünen Bonds & Fonds

Die Möglichkeit in der Finanzwelt nachhaltig zu handeln hört nicht bei der Wahl des Girokontos auf. Auch wenn du dein Geld anderweitig anlegst, kannst du auf ethische Angebote zurückgreifen. Wie du mit Green Bonds oder Fonds einen positiven Einfluss auf deine Umwelt nehmen kannst, erklären wir dir hier.

Green Bonds

Bei grünen Anleihen, zum Beispiel in Form von Wertpapieren oder Schuldverschreibungen, kannst du als Anleger dein Geld gezielt in ökologische und nachhaltige Projekte investieren. Die Ausgeber der Wertpapiere verpflichten sich dabei mit dem erhaltenen Geld ausschließlich Umweltmaßnahmen zu unterstützen. Da der Begriff „Green Bond“ allerdings rechtlich nicht geschützt ist, solltest du deine Wahlanleihe immer genauestens überprüfen, bevor du dein Investment tätigst. Eine gute Hilfestellung können dabei die „Green Bond Principles“ sein, die dir Kriterien, wie das Vorgehen bei der Projektauswahl oder die Verwendung des zur Verfügung gestellten Kapitals, an die Hand geben. Mit ihnen kannst du die Nachhaltigkeit vermeintlicher Green Bonds beurteilen.

Nachhaltige Fonds

Nachhaltige Fonds funktionieren vom Grundprinzip her wie konventionelle Fonds. Mehrere Anleger zahlen dabei Geld in eine Art Sammeltopf ein. Das zustande gekommene Vermögen wird anschließend von der zugehörigen Kapitalanlagegesellschaft gebündelt und anhand festgelegter Kriterien in verschiedene Unternehmen oder Staaten investiert.

Im Erfolgsfall bekommst du am Ende der Laufzeit mehr Geld wieder zurück, als du eingezahlt hast.

Dabei folgt die beauftragte Kapitalgesellschaft einer nachhaltigen und ethischen Anlagestrategie: neben den konventionellen Kriterien wie Rendite oder Liquidität, werden bei grünen Fonds auch ökologische Kriterien für die Wahl der Investitionen herangezogen. Investiert wird nur in solche Projekte, die den nachhaltigen Anforderungen entsprechen. Das schließt die Investition in Titel, die mit Menschenrechtsverletzungen, Rüstungsexporten oder Umweltzerstörung in Verbindung stehen, meist aus. Durch die Streuung der Investitionen ist das Risiko bei Fonds dabei niedriger, als die Anlage der gesamten Summe in nur eine Anlageoption.

Einen unkomplizierten Einstieg in nachhaltige Investitionen bieten laut finanztipp.de Aktien-Index-Fonds, die in ökologische und ethische Unternehmen investieren.

Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Artikeln lediglich um redaktionelle Inhalte zum Zwecke der Information handelt, die keinerlei Rechtsberatung oder ähnliches darstellen.