Pfändungsschutzkonto: Bank droht mit Kündigung

Simone Groß

Eine Dresdner Bank droht Kunden mit Kündigung, falls diese ihr Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Dagegen will die VBZ nun klagen.

Kunden, denen eine Pfändung droht oder bei denen bereits eine Pfändung läuft, können ihr Konto in ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto umwandeln. Denn seit 2010 besteht für sie ein Rechtsanspruch auf 1045 Euro monatlich zum Leben.

Solche Pfändungssschutzkonten sind jedoch bei den Banken eher unbeliebt, denn sie machen viel Arbeit, bringen keinen Ertrag und auch zukünftig ist eher kein Geschäft mit diesen Kunden zu machen.

Pfändungsschutzkonto: Dresdner Bank droht mit Kündigung

Aufgrund dieser Nachteile lassen sich Banken immer wieder Prozesse einfallen, die Kunden abhalten sollen, ihre Girokonten in sogenannte P-Konten umzuwandeln. In der Vergangenheit waren dies oft hohe Gebühren, die für die Führung eines P-Kontos erhoben wurden. Die Dresdner Volks- und Raiffeisenbank droht ihren Kunden nun sogar mit der Aufhebung der Geschäftsbeziehungen, wie die Freie Presse berichtet.

Kunden, die bisher ein normales Girokonto bei der Bank haben, aber mit einer Pfändung konfrontiert sind, erhielten von der Bank ein Schreiben, in dem die Kündigung angedroht wird, falls sie ihr Konto in ein P-Konto umwandeln lassen wollen.

In diesem Vorgehen sieht Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale, einen klaren Rechtsverstoß, den die VBZ bereits zweimal abgemahnt hatte. Da die Bank bisher keine Unterlassungserklärung abgegeben hat, soll nun Klage eingereicht werden.

Pfändungsschutzkonto: Deine Bank erhebt hohe Entgelte?

Dein Pfändungsschutzkonto darf nicht teurer sein, als ein normales Girokonto, denn das Führen eines solchen Kontos ist gesetzliche Pflicht der Banken. Das bedeutet, deine Bank darf keine Mehrgebühren für die Kontoführung, für Überweisungen oder Lastschriften erheben. Die VBZ Sachsen hat einen Musterbrief vorbereitet, mit dem du zu viel bezahlte Gebühren zurückfordern kannst.

Sollten andere Kontoleistungen wie Online-Banking, Nutzung von Terminals zum Geldabheben oder andere seit der Umstellung auf das P-Konto für dich nicht mehr verfügbar sein, kannst du auch diesem Widersprechen. Nutze dazu den Musterbrief für den Wegfall von Leistungen der VBZ Sachsen.

 

Alles in allem gilt: Lass dich von deiner Bank nicht einschüchtern und beharre auf dem Recht, dass du hast, ein Pfändungsschutzkonto einzurichten. Wie die Klage gegen die Dresdner Volks- und Raiffeisenbank ausgeht, liest du natürlich an dieser Stelle.

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