Postbank Girokonto: Gebühren ab November 2016

Carolin Fraunhofer

Die Postbank war Vorreiter mit dem kostenlosen Girokonto. Doch ab November 2016 wird die Mehrheit der Kunden zur Kasse gebeten. Was du nun wissen musst hier im Überblick. 

Die Postbank gehört neben den Sparkassen und Volksbanken zu den größten Privatbanken Deutschlands. Wenn ab dem 1. November nun also Gebühren für die Kontoführung erhoben werden, sind Millionen Kunden davon betroffen. Du auch? Wir erklären, wer wofür zahlen muss.

 Postbank Girokonto Gebühren: Wer muss zahlen?

Grundsätzlich, so fasst der Tagesspiegel zusammen, werden zwei Personengruppen von den Kosten verschont bleiben: Die Gutverdiener und alle Kunden unter 22 Jahren.
Bisher mussten nur Kunden mit einem Eingang unter 1000 Euro im Monat eine Gebühr von 5,90 Euro monatlich zahlen. So kommt es, dass diese Gruppe sogar von den neuen Kontoführungsgebühren profitiert. Diese belaufen sich für das Basiskonto ab dem 1.11.2016 nämlich nur noch auf 3,90 im Monat. Das Premiumkonto wird weiterhin 9,90 Euro im Monat kosten. Ab einem Gehaltseingang von 3000 Euro ist das Premiumkonto gratis. Neu eingeführt wird das Online-Konto, für das monatliche Gebühren von 1,90 Euro anfallen werden.
Auf der Seite der Postbank haben wir außerdem noch herausgefunden, dass auch die Kosten für die visa-card ab November ab dem zweiten Jahr nichtmehr 22, sondern 29 Euro betragen.

Postbank Girokonto Gebühren – die Übersicht

Wie bereits erwähnt, können manche Kundengruppen sogar von den neuen Gebühren für die Kontoführung profitieren. Doch auch Postbank Vorstand Susanne Kloß muss gegenüber der Süddeutsche Zeitung eingestehen, dass die Mehrheit der Kunden mehr zahlen wird.
Hier die übersichtliche Tabelle: Ab dem 1. November 2016 ist das Postbank Girokonto nicht mehr kostenlos!

Postbank Girokonto Gebuehren

 

Warum ist das Postbank Girokonto nicht mehr kostenlos?

Die Banken finden die Schuldigen in der der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), erzählt der Zeit, dass solche Maßnahmen, wie Gebühren für das Postbank Girokonto, nicht ergriffen werden müssten, wenn sich das Zinsniveau die letzten sieben Jahre nicht kontinuierlich nach unten bewegt hätte. Die Zeit erklärt weiter, dass Banken 0,4 Prozent Strafzins zahlen müssen, wenn sie Einlagen der Kunden in der EZB parken. Deshalb ist keine Querfinanzierung mehr möglich, erklärt Kloß der SZ. Fügt jedoch auch hinzu, dass es natürlich auch um die Erträge gehe.
Experten gehen davon aus, dass rund sieben Euro die Kosten für die Führung und Verwaltung des Girokontos decken würden, so der Tagesspiegel.

Wie reagieren die Banken?

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Die Banken werden sich nach und nach alle alternative Einnahmequellen suchen. Ob nun über Kontoführungsgebühren oder über Kosten für die Ausstellung von Giro- und Master-card, wie sie bereits manche Banken erheben. Auch der Dispozins könnte teurer werden. Der Postbank werden höchstwahrscheinlich die Sparkassen nachfolgen. Bereits im März verkündete der Sparkassenpräsident, dass die Zeit von kostenlosen Konten vorbei sei, berichtete der Tagesspiegel.
Nur die Direktbanken wollen an den kostenlosen Konten festhalten.

Du möchtest den Gebühren entgehen oder hast für gleiche Gebühren eine Bank mit besserem Service gefunden? Wir helfen dir beim Wechsel!
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