Sparen mit Festgeld oder mit Bausparvertrag?

Michaela Kiesel

Welches Sparprodukt ist besser für den Vermögensaufbau geeignet: Festgeld oder ein Bausparvertrag? Wir haben uns für dich die beiden Alternativen genauer angeschaut.

In letzter Zeit haben einige Bausparkassen damit gedroht, bestehende Altverträge zu kündigen. Mehr dazu kannst du in unserem Blogartikel Bausparvertrag gekündigt – Kannst du dich wehren? nachlesen. Viele Bausparer schauen sich daher momentan nach einer Alternative um.

Festgeld ist flexibler als ein Bausparvertrag

Wir haben für dich die unterschiedlichen Vor- und Nachteile eines Bausparvertrages gegenüber einer Festgeldanlage gegeneinander abgewogen und sagen dir, für welche Bedürfnisse welche der beiden Sparmöglichkeiten am besten geeignet ist.

 Vorteile eines Bausparvertrages gegenüber Festgeld

Bei einem Bausparvertrag bekommst du jedes Jahr eine staatliche Förderung – wenn du mindestens 50 Euro ansparst. Die Festgeldanlage bietet das nicht. Ein weiterer Nachteil des Festgeldes gegenüber einem Bausparvertrag ist, dass du in der Regel von Anfang an eine feste Summe anlegst und nicht regelmäßig ansparen kannst.

Vorteile der Festgeldanlage

Momentan gibt es nur sehr niedrige Zinsen – das gilt sowohl für Festgeldkonten als auch für Bausparverträge. Letztere haben in der Regel jedoch eine längere Laufzeit als Festgelder. Wenn du dich jetzt auf eine lange Laufzeit einlässt, profitierst du nicht von steigenden Zinsen in der Zukunft. Festgelder kannst du hingegen auch für maximal drei Jahre anlegen. Wenn die Zinsen in den nächsten Jahren also wieder steigen, kannst du schneller über dein Geld verfügen und es rentabler anlegen. Ein weiterer Vorteil des Festgeldkontos ist, dass du bei einem Bausparvertrag – gerade bei einer niedrigen Sparsumme – sehr hohe Verluste in Kauf nehmen musst. Bei Bausparverträgen musst du mit hohen Kontoführungsgebühren und Abschlussgebühren rechnen – diese schlucken einen großen Teil deines Gewinnes. Bei Festgeldkonten kostet die Kontoführung in der Regel nichts.

Egal ob Festgeld oder Bausparer – denke an die Inflation

Bis einschließlich November diesen Jahres (2014) beträgt die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland 0,95%. Unter Inflation versteht man eine allgemeine Erhöhung der Preise – das heißt, du kannst dir im Laufe der Zeit für dein Geld immer weniger Güter kaufen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das eine sehr niedrige Teuerungsrate.

Wenn du aktuell weniger als 0,95% Zinsen pro Jahr bekommst, verlierst du Geld, auch wenn du eigentlich sparst. Denn am Ende der Laufzeit kannst du dir für das gesparte Geld weniger kaufen, als du es jetzt gekonnt hättest. Daher solltest du unbedingt darauf achten, dein Geld in ein Sparprodukt anzulegen, das aktuell mindestens 0,95% Zinsen pro Jahr erwirtschaftet.

Festgeldkonto oder Bausparer – Unser Fazit

Wenn es nur um eine Kapitalanlage – und nicht um die Finanzierung einer Immobilie – geht, finden wir bei der momentanen Wirtschaftslage eine Festgeldanlage deutlich rentabler. Einfach weil du flexibler bleibst, falls die Zinsen wieder steigen.

Wenn du hingegen regelmäßig etwas ansparen willst, ist ein Festgeldkonto nicht geeignet. Denn bei diesem Konto legst du – wie der Name bereits sagt – am Anfang der Laufzeit einen bestimmten Betrag fest an und kannst über ihn für die gesamte Laufzeit nicht verfügen. Meistens kannst du die Summe auch nicht aufstocken.

Letztendlich kommt es also vor allem auf deine persönlichen Sparziele an, welche Anlageform für dich rentabler ist.

Sparen mit Festgeld oder mit Bausparvertrag? Welches Sparprodukt ist besser für den Vermögensaufbau geeignet: Festgeld oder ein Bausparvertrag? Wir haben uns für dich die beiden Alternativen genauer angeschaut. Artikelbewertungen: 2 5.0 / 5 2