Einschreiben

Michaela Kiesel

In vielen Fällen ist es ratsam, einen Brief per Einschreiben zu versenden. Lies hier, welche verschiedenen Einschreibe-Arten es gibt.

Wenn du einen Brief als Einschreiben verschickst, ist das ein wenig teurer, als ein Standardbrief. Allerdings bietet dir dieser Aufpreis auch Vorteile. Beispielsweise ist es empfehlenswert, wenn du wichtige Dokumente, wie eine Kündigung verschickst. Dann erhältst du nämlich einen Nachweis darüber, dass sie zugestellt wurde. Das kann bei Kündigungen im Streitfall äußerst wichtig sein, da es häufig darum geht, ob deine Kündigung fristgerecht eingegangen ist.

Verschiedene Möglichkeiten des Einschreibens

Die preiswerteste Möglichkeit ist das „Einwurf-Einschreiben“. Hier dokumentiert der Zusteller, dass er den Brief in den Briefkasten oder das Postfach des Empfängers eingeworfen hat.

Eine andere Möglichkeit ist das „normale Einschreiben„. In diesem Fall wird der Brief persönlich an den Empfänger oder an einen Empfangsberechtigten, beispielsweise den Ehepartner, zugestellt. Beide müssen sich mit einer Unterschrift authentifizieren, die du online in der Sendungsverfolgung einsehen kannst.
Das „Einschreiben Eigenhändig“ funktioniert im Prinzip genauso, nur dass neben dem Empfänger nur ein schriftlich Bevollmächtigter die Sendung ausgehändigt bekommt.

Dann gibt es noch das „Einschreiben mit Rückschein“. Es wird nur persönlich gegen Unterschrift an den Empfänger oder einen Empfangsberechtigten ausgehändigt. Hier bekommst du von der Post eine Empfangsbestätigung mit Zustelldatum und Originalunterschrift des Empfängers zugeschickt.
Es gibt auch das „Einschreiben Eigenhändig mit Rückschein„. Auch hier besteht der einzige Unterschied zum normalen „Einschreiben mit Rückschein“ darin, dass deine Sendung nur an den Empfänger oder einen schriftlich Bevollmächtigten ausgehändigt wird.

Das solltest du außerdem wissen

Bei Verlust oder Beschädigung deiner Sendung haftet die Deutsche Post. Allerdings nur bis zu einem Betrag von 25 Euro, bei Einschreiben Einwurf sind es maximal 20 Euro. Alles was diesen Betrag übersteigt, beispielsweise wertvolle Stücke wie Schmuck oder größere Bargeldsummen, dürfen nicht per Einschreiben versendet werden.

Wenn du dein Einschreiben in eine Postfiliale bringst, erhältst du dort eine Einlieferungsbestätigung mit Datum. Diese Einlieferungsbestätigung ist wichtig, weil du mit ihr selbstständig den Lieferstatus per Sendungsverfolgung im Internet nachprüfen kannst.

Bis auf das „Einwurf-Einschreiben“ kannst du alle Varianten sowohl ins Inland als auch ins Ausland verschicken.

Kündigungen per Einschreiben verschicken: Das raten wir dir

Wenn du Kündigungen per Post verschickst, empfehlen wir dir das „Einschreiben mit Rückschein“ zu verwenden– du bekommst nämlich einen schriftlichen Beleg mit einer Unterschrift des Empfängers. Im Streitfall hast du dann zumindest den Nachweis, dass die Sendung zugestellt wurde.

Als absoluter Beweis gilt es jedoch nicht: Theoretisch könntest du nämlich keine Kündigung, sondern ein leeres Papier verschickt haben. Daher raten wir dir bei besonders heiklen Fällen, deinen Brief immer im Beisein eines Zeugen in den Umschlag zu tun und mit diesem gemeinsam zur Post zu bringen – oder von ihm bringen zu lassen. Dann kann der Zeuge bestätigen, dass du keine Gelegenheit hattest, die Kündigung wieder aus dem Umschlag zu nehmen. Allerdings muss der Zeuge den Inhalt des Schreibens kennen – damit er weiß, dass es sich tatsächlich um eine Kündigung handelt. Noch sicherer ist die Zustellung durch den Gerichtsvollzieher – allerdings ist sie auch teurer und aufwändiger.

Einschreiben In vielen Fällen ist es ratsam einen Brief per Einschreiben zu versenden. Lies hier, welche verschiedenen Arten des Einschreibens es gibt. Artikelbewertungen: 10 2.5 / 5 10