Die fünf größten Tarifwechsel Fehler im aboalarm Ratgeber

Zahlst du zu viel für dein individuelles Mobilfunkerlebnis, hilft oftmals eine Neuorientierung – doch häufig geschehen beim Tarifwechsel Fehler, die schlussendlich doppelt kosten. Wir haben uns angeschaut, worauf es zu achten gilt, um schlussendlich tatsächlich günstiger wegzukommen, und die fünf häufigsten Stolperfallen für dich zusammengefasst.

Wer im aktuellen Meer von Mobilfunktarifen einen Fang gemacht hat, will sich am liebsten nicht so schnell wieder auf die Suche machen müssen. Doch der Markt ändert sich schnell und gerade im vermeintlich besten Vertrag gelandet, schießt doch wieder ein besserer direkt vor der eigenen Nase aus dem Boden.

Grundsätzlich sollte man sich regelmäßig – am besten spätestens alle zwei Jahre auf dem Markt umsehen, um nicht in einem rückständigen Vertrag steckenzubleiben.

Stolperfalle eins: Das Desinteresse des Anbieters

Mit der Kündigung nachhelfen

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Ist man allgemein zufrieden mit der Leistung seines Anbieters und möchte ungern komplett wechseln, doch der Vertrag neigt sich dem Ende zu und man würde gerne hier und da ein paar Euro einsparen, kann man versuchen, dem aktuellen Anbieter ein besseres Angebot zu entlocken.

Leider beißt man dabei jedoch in den meisten Fällen auf Granit: Warum auch einem zahlenden Kunden bessere Konditionen bieten, wenn er auch zu den aktuellen Bedingungen bleibt?

Mit welchem etwas drastischen Mittel sich viele Kunden dann Gehör verschaffen? Tatsächlich mit der Kündigung. Wenn nämlich der Ausfall eines Kunden droht, lässt sich der Anbieter oftmals plötzlich erweichen und alles ist ganz einfach. Das zeigen auch zahllose Erfahrungen aus unserem Wechselkompass.

Oftmals ruft man den Anbieter erst mit der Kündigung auf den Schirm, und die Rückgewinnung beginnt: Ein besseres Angebot soll dich als Kunden halten.

 

Ein kleiner Tipp für alle, für die die Werbeanrufe des alten Anbieters lange nach der Kündigung vom Segen zum Fluch geworden sind: Wirf einen Blick in unseren Artikel über ein diesbezüglich gefälltes Gerichtsurteil.

Stolperfalle zwei: Das Vorwissen

Sich einen Überblick schaffen

Was den Tarifwechsel zu einem anderen Anbieter betrifft, gilt: Behalte den Überblick über Laufzeit und Kündigungsfrist deines alten Tarifs! Versäumst du deine Kündigungsfrist, bekommst du erst nach Ablauf deiner Vertragsverlängerung die Chance, den Anbieter zu wechseln, und steckst meist die doppelte Laufzeit im schlechten Vertrag fest. Der Folgefehler ist dann oftmals doppelte Verträge. Dieser Tarifwechsel Fehler ist allgemein ein großes Thema bei Verträgen aller Art!

Tarifwechsel Fehler - Den Überblick behalten
Wir verwalten deine Verträge und erinnern dich an Kündigungen, wenn sie fällig werden.

Möchtest du innerhalb deines Anbieters den Tarif wechseln, informiere dich über deine Möglichkeiten: Oftmals ist ein Downgrade erst frühestens nach zwölf Monaten Laufzeit erlaubt und dann mit Kosten verbunden. Gegebenenfalls rechnet sich die Höhe der einmaligen Zahlung nicht mit der niedrigen Ersparnis, die bis zum Vertragsende aus dem Tarifwechsel hervorgeht. Ein ganz neuer Vertrag nach Ablauf des alten lohnt sich finanziell vielleicht mehr.

Zahlst du mit deinem aktuellen Vertrag gerade ein Handy, Tablet oder anderes Endgerät ab, ist ein Tarifwechsel oftmals nicht möglich. Frage diesbezüglich bei deinem Anbieter nach.

Stolperfalle drei: Organisation vor dem Tarifwechsel

Keine doppelten Verträge führen

Hat man sich endlich zum Tarifwechsel entschlossen, übereilt man ihn schnell, da man den besseren Tarif endlich in trockenen Tüchern haben will. Hastig schlägt man beim verlockenden Angebot eines anderen Anbieters zu, und die Konsequenz daraus sind doppelte Zahlungen – jetzt beim alten und neuen Anbieter. Ein Tarifwechsel Fehler, der leider nur ausgesessen werden kann.

Der Tarifwechsel sollte daher mit der Vertragslaufzeit des alten Tarifs abgepasst werden.

Stolperfalle vier: Vermeide Tarifwechsel Fehler

«Schlechte Beratung im Shop» vermeiden

Wie oft haben wir diesen Satz leider schon in unserem Wechselkompass gehört. Unsere Nutzer fühlen sich in der Filiale ihres Anbieters vom Mitarbeiter schlecht beraten oder sogar über den Tisch gezogen. test.de bestätigt diese Erfahrungen und zieht die enttäuschende Bilanz: «Gut beraten wurden wir nirgends.»

Ein großes Problem an der Tarifberatung im Shop ist, dass die Vertragsunterlagen nicht mit nach Hause genommen werden dürfen, sodass der Kunde zu einer überstürzten Entscheidung genötigt ist. Vor allem Mobilfunkneulinge sind schnell überfordert und wissen nicht, welche Fragen sie überhaupt stellen könnten, um gut davon zu kommen.
Außerdem entfällt das Widerrufsrecht beim persönlichen Vertragsschluss im Geschäft, sodass der überrumpelte Kunde für die Mindestvertragslaufzeit im ungewollten Tarif steckt.

Möchtest du deinen Vertrag unbedingt in einer Anbieterfilale abschließen, solltest du gut vorbereitet, und dir deiner Sache ganz sicher sein. Kennst du dich nicht aus, nimm jemanden mit, der Erfahrung hat, und für dich den besten Tarif herausschlagen will, da das Widerrufsrecht nur für Vertragsschlüsse gilt, die telefonisch oder online getätigt wurden und es in der Regel keinen Weg zurück gibt.

Lass dich nicht zu einem Tarif überreden und hole dir mehrere Meinungen auf verschiedenen Wegen ein, beispielsweise in Erfahrungsberichten im Internet oder bei Freunden. Möchtest du gleich zu einem anderen Anbieter wechseln, kann dir unser Wechselkompass helfen, den Anbieter zu finden, der in den für dich wichtigen Gebieten stark ist. Vorsicht bei der Nutzung von Online-Vergleichsportalen.

 

Tarifwechsel Fehler - Wechselkompass
Unser Wechselkompass erlaubt dir einen Tarifvergleich, basierend auf den Erfahrungen, die unsere Nutzer mit den Anbietern gemacht haben.

Flexibel bleiben

Vor dem Tarifwechsel innerhalb des eigenen Anbieters ist abzuklären, ob dabei eine völlig neue Mindestvertragslaufzeit beginnt oder sich die alte Laufzeit verlängert, um später bösen Überraschungen vorzubeugen. Denn ein Vertragsschluss nach der Kündigung gilt in der Regel als ganz neuer Vertrag.
Wichtig ist vor allem, dass dir die Vertragsunterlagen in Textform – also beispielsweise als Mail oder in Papierform – vorliegen.

Im Idealfall sollte ein neuer Vertrag keine allzu lange Vertragslaufzeit haben und monatlich kündbar sein, sodass du mit den tariflichen Veränderungen gehen, und flexibel darauf reagieren kannst.

Gegebenenfalls ist auch ein PrePaid-Vertrag für deine Bedürfnisse ausreichend.

Stolperfalle fünf: Das eigene Nutzerprofil

Den Fokus richtig setzen

Ein typischer Tarifwechsel Fehler ist das Zuschlagen bei einem verlockenden Schnäppchen. Die Sache ist: Wenn du so gut wie nie telefonierst, bringt dir eine großzügige Telefonflat wenig, und du zahlst für den schönen Schein, das heißt wieder für einen Tarif, der deine Bedürfnisse nicht abdeckt.

Bevor du dich auf die Suche nach einem besseren Tarif machst, beobachte dein eigenes Verhalten. Ist für dich beispielsweise LTE wichtig, solltest du dich darüber informieren, ob dein Gerät überhaupt LTE-fähig ist, und ob LTE in deiner Umgebung verfügbar ist. Auch die Netzabdeckung ist ein wichtiges Kriterium, welches es abzuklären gilt. Dazu gibt es online Karten, auf denen die Verfügbarkeit an den eingegebenen Orten angezeigt wird (hier für O2, Telekom und Vodafone).

Für Informationen zum Tarifwechsel für deinen Anbieter, sieh dich in unserem Blog um! Dort findest du alle wichtigen Fakten zum Tarifwechsel bei Telekom, O2Congstar und Co. Außerdem haben wir weitere nützliche Informationen für dich parat. Zum Beispiel, wie du beim Anbieterwechsel deine Rufnummer mitnimmst oder deinen Vertrag nur kurzzeitig stilllegst.
Die fünf größten Tarifwechsel Fehler im aboalarm Ratgeber Oft geschehen beim Tarifwechsel Fehler, die im Endeffekt doppelt kosten. Wir haben die Tipps für den erfolgreichen Wechsel bei deinem Mobilfunkanbieter. Artikelbewertungen: 1 5.0 / 5 1