Die EU Roaming-Gebühren fallen weiter

Carolin Fraunhofer

Seit dem 30. April sind die Roaming-Gebühren für mobile Dienste im europäischen Ausland weiter gesunken. Bis Sommer 2017 sollen diese sogar komplett wegfallen. Was sich geändert hat und noch ändern soll – wir erzählen es dir!

Die Sonne scheint und die Temperaturen steigen. Da kommen viele schon in Urlaubsstimmung. Zeitlich perfekt fällt deshalb die Senkung der Roaming-Gebühren aus. So kannst du billiger nach Hause telefonieren und schreiben.

Die Roaming-Gebühren Beschlüsse der EU

Seit 2007 befasst sich die EU-Kommission mit der Senkung der Gebühren für das Telefonieren, SMS-Schreiben und mobile Surfen im europäischen Ausland. Im Beschluss vom 27. Oktober 2015 entschied sich die Kommission, die Roaming-Gebühren abzuschaffen. Das heißt, wer ein Freikontingent an SMS oder Telefon-Minuten hat, kann diese sowohl von Zuhause aus, als auch im Ausland nutzen. Ein sogenanntes „Permanentes Roaming“ soll jedoch ausgeschlossen sein. Es ist also nicht möglich, im Ausland eine preisgünstigere SIM-Karte zu erwerben und diese daheim zu nutzen. Die SIM-Karte muss aus dem „Heimatland“ kommen. In der EU-Vorschrift ist der Vorgang für die Abschaffung festgehalten. Bei Reisen innerhalb der EU sollen die Aufschläge zusätzlich zu den nationalen Tarifen nur wenige Cent pro Anruf, SMS und Download betragen. Ab dem 15. Juni 2017 sollen die Roaming-Gebühren dann komplett wegfallen.

Die Senkung vom 30. April 2016

Hier die konkreten Zahlen und Preise für dich zusammengefasst:

Roaming-Gebuehren im VergleichDer Aufschlag bei einem Anruf aus dem Ausland darf maximal sechs Cent pro Minute kosten. Der Aufschlag für SMS liegt pro Stück bei zwei Cent und pro Megabyte Datenvolumen beträgt der Aufschlag 6 Cent. Ein angenommener Anruf soll maximal 1,2 Cent zusätzlich kosten. Das sind die Zahlen für den Aufpreis, der zum Inlandspreis hinzukommt. Doch es gibt auch Höchstpreise, die sich aus der Summe des Inlandspreises und des Aufschlags berechnet. Diese Höchstpreise liegen bei 23 Cent pro Minute bei einem Anruf, die SMS darf nicht mehr als sieben Cent kosten und 24 Cent kostet das Megabyte Datenvolumen, so der Stern.
Wir haben für dich außerdem noch einen Vergleich zwischen den neuen Roaming-Gebühren und den Gebühren vor der Neuregelung gemacht (s. Grafik ).

Gut zu wissen

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland mahnt bei Flatrates zur Vorsicht, da es hier laut der Zentrale keine Regelungen gebe, wie die Kosten im Ausland verrechnet würden. Auch bei Telefonaten auf einer Kreuzfahrt – sprich auf dem Meer – können Kosten trotz der neuen Regelung abweichen. Die Bundesnetzagentur  wiederspricht dem jedoch. Sie meint, dass Flatrates eingeschlossen seien und man im Ausland nur den Zuschlag pro Minute in Rechnung gestellt bekomme.
Es bleibt also erst einmal abzuwarten, was sich im Sommer nächsten Jahres dann umstellt. Alles scheint ohnehin noch nicht in trockenen Tüchern zu sein, denn die Mobilfunkbetreiber können bei der EU, so die Verbraucherschützer, Ausnahmeregelungen verhandeln, falls sie auf Kosten sitzen bleiben. Wir können uns jetzt aber erst einmal über die aktuelle Senkung der Preise freuen.

Wenn dich das Thema interessiert, kannst du auch hier nochmal den Verlauf, der Roaming-Gebühren Senkung nachlesen.
Roaming Gebühren: Doch nicht abgeschafft [Update 29.10.15]

Die EU Roaming-Gebühren fallen weiter Seit dem 30. April sind die Roaming-Gebühren, für mobile Dienste im europäischen Ausland weiter gesunken. Bis Sommer 2017 sollen diese komplett wegfallen. Artikelbewertungen: 1 5.0 / 5 1