Roamingpreise in der EU sinken ab 1. Juli

Simone Groß

Pünktlich zu den Sommerferien und damit zur Hauptreisezeit sinken die Roamingspreise für Daten, Telefonie und SMS. Der EU-Ministerrat hat der Handytelefonie eine neue Obergrenze verordnet, die am 1. Juli in Kraft tritt. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man bei seinem Provider auf die neuen Tarife bestehen. Wir sagen, was zu tun ist.

Auch dieses Jahr wird die Obergrenze für das Telefonieren im europäischen Ausland gesenkt. Ab 1. Juli kostet die Minute nicht mehr 34, sondern nur noch maximal 28 Cent pro Minute. Die Kosten für eingehende Anrufe belaufen sich auf höchstens 8 Cent pro Minute und das Verschicken einer SMS maximal 9 Cent.

Vertragskunden sollten noch vor der Abreise ins Ausland bei ihrem Anbieter ausdrücklich den EU-Tarif verlangen. Schlupflöcher sind nämlich erlaubt. Laut Die Welt bieten die deutschen Handyanbieter Telekom, Vodafone, E-Plus und O2 neben dem EU-Tarif auch teurere Auslandstarife an, in die die Kunden automatisch geschaltet werden.

Um den günstigeren EU-Tarif des jeweiligen Anbieters zu verlangen, ist es sinnvoll, den richtigen Namen des Tarifs anzugeben.

Diese sind:

Surfen

Auch die Höchstgebühren für Datennutzung auf dem Smartphone werden am 1. Juli gesenkt. Aktuell  dürfen die Anbieter für jedes Megabyte noch maximal 83 Cent verlangen. Ab 1. Juli sinkt der Preis auf 53 Cent.

2010 wurde darüber hinaus eine automatische Kostenobergrenze eingeführt. Damit soll verhindert werden, dass sich Verbraucher in den Bankrott surfen: Hat ein Reisender im Wert von 59,90 Euro gesurft, muss ihn sein Anbieter warnen. Weitersurfen geht dann erst nach Zustimmung – meist per SMS – durch den Kunden.

Surfen im Ausland bleibt aber weiter ein meist teures Vergnügen. Ein 10-minütiges YouTube-Video hat etwa 10 Megabyte und kostet mit dem neuen EU-Tarif maximal 5,30 Euro.

Tipp: Damit das Smartphone im Ausland nicht automatisch etwa E-Mails abruft und somit Kosten anfallen, sollte Daten-Roaming im Ausland grundsätzlich deaktiviert werden. Wenn Daten unbedingt abgerufen werden müssen, etwa zum Orten per GPS in Landkarten, kann dann das Daten-Roaming temporär aktiviert werden. Klar ist freilich auch: Am günstigsten surft man im Ausland per WLAN.

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