Transparenzverordnung: Kündigungsdatum auf Rechnung wird Pflicht!

Elena Petznik

Dank der neuen Transparenzverordnung müssen Telekommunikationsprovider ihren Kunden ab Dezember das Kündigungsdatum auf jeder Rechnung mitteilen. Welche positiven Veränderungen die Verordnung zudem mit sich bringt, haben wir für dich zusammengefasst.

Seit Sommer dieses Jahres gilt die neue Transparenzverordnung. Diese sieht laut teletarif vor, dass Kommunikationsunternehmen ihre Kunden vor Vertragsschluss besser informieren müssen. Zudem sollen auch bestehende Vertragsverhältnisse kundenfreundlicher gestaltet werden. Für die Umsetzung einiger Punkte hatten die Provider etwas mehr Zeit bekommen. Heute (1.Dezember 2017) treten jedoch auch diese in Kraft.

Transparenzverordnung: Das sind die Bestandteile

Im Zuge der neuen Verordnung müssen Provider bereits seit Sommer jeden Tarif mit einem gut auffindbaren Produktdatenblatt im Internet beschreiben, so Computer Bild. Dieses soll einzelne Tarife schon vor Vertragsschluss für den Kunden transparenter machen. Mit dem ersten Dezember treten zudem weitere Änderungen in Kraft, die besonders für Bestandskunden interessant sein dürften.

Die neue Transparenzverordnung gilt lediglich für Telekommunikationsanbieter und betrifft Mobilfunk- oder Internet und Telefonverträge.

Vertragsschluss- und Kündigungsdatum auf Rechnung

Zwar wird oft dazu geraten, neu abgeschlossene Verträge schon kurz nach Vertragsschluss zu kündigen, um eine teure Vertragsverlängerung zu vermeiden und stattdessen von lukrativen Rückgewinnungsangeboten profitieren zu können – in der Praxis tun dies jedoch die Wenigsten. Weitere Infos findest du in unserem Blogbeitrag Geld sparen durch Vertragswechsel: Wenn Untreue belohnt wird. Um dennoch der ungewollten Vertragsverlängerung entgehen zu können, müssen Telekommunikationsprovider nun sowohl den Vertragsbeginn, als auch das Ende der Mindestvertragslaufzeit in jeder Rechnung angeben. Des Weiteren muss die Kündigungsfrist, sowie der letzte Kalendertag angegeben werden, an dem der Vertrag gekündigt werden muss, damit sich dieser nicht automatisch verlängert. So wirst du regelmäßig an deine fristgerechte Vertragskündigung erinnert. Darüber hinaus muss auf jeder Rechnung auf generelle Informationen zum Ablauf des Anbieterwechsels hingewiesen werden.

Beachte: Viele Provider stellen ihren Kunden die Rechnungen lediglich online zur Verfügung. Sieh also unbedingt auch dort in deinem persönlichen Kundenkonto nach.

Diese Regelungen gelten ausschließlich für Verträge mit Mindestvertragslaufzeiten von über einem Monat.

Angabe des Datenvolumens

Für Kunden, die sich häufig über beschränktes Datenvolumen ärgern, beinhaltet die Transparenzverordnung eine weitere interessante Neuerung. Alle Anbieter, die das Tempo nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens drosseln, müssen künftig auf jeder Rechnung das vereinbarte Inklusiv-Volumen, sowie die Datenmenge, die im Abrechnungszeitraum insgesamt verbraucht wurde, angeben. Das berichtet teletarif. So kannst du leicht feststellen, ob du das vereinbarte Datenvolumen auch wirklich benötigst und bei einer Vertragsverlängerung oder einem neuen Vertragsschluss dementsprechend entscheiden. Wie viel Datenvolumen man im Durchschnitt für welche Tätigkeiten verbraucht, erfährst du in unserem Artikel Wie viel Datenvolumen wirklich sinnvoll ist.

Falls du dich wunderst, dass die eben genannten Informationen in deiner Dezemberrechnung noch nicht enthalten sind, gibt es eine einfache Erklärung: Da sich die im Dezember gestellte Rechnung auf November bezieht, ist damit zu rechnen, dass die Provider die Regelung mit der im Januar gestellten Rechnung für Dezember umsetzen.
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