Verbraucherzentrale klagt gegen LTE-Tarife von Vodafone

Lukas Rumpler

Vodafone bewirbt seine LTE-Tarife als DSL-Ersatz, drosselt aber dennoch die Geschwindigkeit. Nun hat die Verbraucherzentrale Klage eingereicht.

Vodafone bewirbt seine LTE-Tarife mit dem Namen „LTE Zuhause“ als vollwertigen Ersatz zu einem Festnetzanschluss. Dennoch drosselt das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen die Datenrate, je nach Tarif, schon ab 10 GB verbrauchter Datenmenge auf maximal 384 kbit/s.

Verbraucherzentrale klagt gegen Vodafone: Die Details

Vodafone bietet mit den Paketen „LTE Zuhause S“, „M“ und „L“ insgesamt drei LTE-Tarife an, die sich durch die verfügbare Datenrate und das Inklusivvolumen unterscheiden. 
Laut einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen wurde nun am 1. März 2014 Klage gegen Vodafone beim Landgericht Düsseldorf eingereicht. Die Verbraucherzentrale sieht in dem Verhalten von Vodafone eine Täuschung des Kunden, da dieser durch das Buchen einer „Festnetzanschluss Alternative“ keine Drosselung erwarten könne.

Zuvor hatte die Verbraucherzentrale Sachsen Vodafone bereits abgemahnt und sich um eine Unterlassungserklärung bemüht. Dieser wollte Vodafone jedoch nicht zustimmen.

Gegenstand der Klage ist außerdem die Datenmenge, die nach der Drosselung zur Verfügung steht. Die Verbraucherzentrale sieht den Vertragszweck gefährdet, wenn die Geschwindigkeit auf maximal 384 kbit/s heruntergesetzt wird. 
Möchte der Nutzer weiterhin in voller Geschwindigkeit im Internet surfen, muss er weitere Pakete kostenpflichtig dazu buchen.

Die Verbraucherzentrale erhofft sich durch diesen Schritt ein schnelles Urteil, das die Rechte der LTE-Nutzer stärkt und Klarheit schafft. Wichtig ist das besonders, da LTE an manchen Standorten, die nicht mit einer DSL-Anbindung erschlossen sind, als einzige Möglichkeit für einen schnellen Internetzugang zur Verfügung steht.

LTE-Tarife: Das gilt bei der Telekom

Auch die Telekom drosselt die Surfgeschwindigkeit bei den „Call & Surf via Funk“ Tarifen. So wurde neben Vodafone ebenfalls die Telekom abgemahnt. In diesem Fall hat die Telekom die Tarife aber angepasst um einer Klage vorzubeugen. Kunden, die ihren Vertrag vor dem 5. Dezember 2013 abgeschlossen haben bekommen die Möglichkeit bis zu drei Mal im Monat zusätzliche 10 GB Datenvolumen hinzu zu buchen.

Die Verbraucherzentrale NRW hat bereits erfolgreich gegen die Telekom geklagt, als diese vor hatte Drosselungen für DSL-Tarife einzuführen. Daraufhin wurde die Drossel-Klausel ersatzlos aus den Verträgen gestrichen.

Für Nutzer der LTE-Tarife bleibt zu hoffen, dass es zu den Tarifen ein klares Urteil für die Verbraucher gibt.

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Update 02.04.2014: Wie die Verbraucherzentrale Sachsen auf Facebook mitteilt, wird dem Verfahren gegen Vodafone noch ein langer Weg bevorstehen. Das Landgericht Düsseldorf hat den ersten Termin für das Verfahren für den 14. Januar 2015 festgelegt.

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