Aboalarm setzt sich für Gründer ein – Rückblick auf das 4. GWWF

Simone Groß

Bernd Storm, Gründer und Geschäftsführer von Aboalarm, setzt sich als Vertreter von Bayerischestartups.org zusammen mit Andreas Bruckschlögl von OnPage.org für Gründer ein.

Die Veranstaltung Gründer-Weißwurstfrühstück fand am 29. Mai bereits zum 4. Mal statt und wurde erstmalig von 100 auf 300 verfügbare Tickets ausgeweitet. Ein Schritt, der sich lohnte: Die neue Location im Augustiner Bräu war komplett ausverkauft. Selbst einige Wartelistegäste versuchten am Freitag noch ihr Glück.

Für diesen Anlass hatten sich hochkarätige Gäste angekündigt. Diesmal waren Ilse Aigner, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Markus Schöberl, Senior Manager Merchant Services bei Amazon und Max Wittrock, Gründer und Geschäftsführer der mymuesli GmbH, auf der Rednerbühne zu sehen.

Ilse Aigner beim 4. Gründer-Weißwurstfrühstück

Ilse Aigner, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie  ©Lucian Mitiu / mitiuphoto.de
Ilse Aigner ©Lucian Mitiu / mitiuphoto.de

Nach der kurzen Begrüßung durch Bernd Storm und Andreas Bruckschlögl betrat Ilse Aigner die Bühne. Mit ihrer angenehm lockeren und zugleich professionellen Art, nannte sie konkrete Ansatzpunkte der Politik für die Unterstützung von StartUps.

Als ersten wichtigen Punkt sprach Ilse Aigner die Internationalisierung an. Diese müsse insbesondere bei den Behörden als auch innerhalb der Hochschulen stärker gefördert werden. Nicht zuletzt mit der Einführung der englischen Sprache. Damit soll der internationale Wettbewerb gestärkt und die Standortfaktoren verbessert werden.
Vor allem bei der Finanzierung sieht Aigner Nachholbedarf. Diese sein in Bayern und Deutschland deutlich schwieriger, als etwa in Amerika. Es fehlten Voraussetzungen, die es StartUps leichter machen, ihren Börsengang hier umzusetzen. Diese müssen geschaffen werden, um die Unternehmen davon abzuhalten, für diesen Zweck in die USA zu gehen.
Auch die Vernetzung ist laut Aigner ein wichtiger Faktor. Hier gibt es bereits konkrete Pläne für ein Medienzentrum, das als Gründerzentrum für digitale Medien auf internationaler Ebene konkurrieren kann.

Man erkannte den Willen von Ilse Aigner, tatsächlich etwas für Gründer und solche, die es werden wollen, zu tun. Konkrete Termine, wann die angesprochenen Maßnahmen umgesetzt werden, gab sie freilich nicht an. Vieles müsse im Haushalt noch abgesegnet werden.

Dennoch gab sie während der Podiumsdiskussion verbindliche Zusagen an einige Zuhörer, Erfahrungen und Probleme direkt und persönlich zu besprechen.

Der nächste Sprecher war Markus Schöberl von Amazon

Markus Schöberl, Senior Manager Merchant Services Amazon  ©Lucian Mitiu / mitiuphoto.de
Markus Schöberl ©Lucian Mitiu / mitiuphoto.de

Markus Schöberl ging auf die vier Standpfeiler von Amazon ein und zeigte Möglichkeiten auf, wie diese Gründern helfen können, ihre Ziele zu erreichen. Denn Amazon sei schon lange nicht mehr nur der Online-Buchladen.

Besonders im Bereich E-Commerce können die Gründer von Amazon profitieren, wie bereits bei über 2 Millionen Händler zu sehen ist.
Über die Webservices bietet Amazon Cloud Speicher- und Rechenleistung an, sodass auch größere Unternehmen mit nur wenigen IT-Mitarbeitern auskommen können.
Besonders interessant für Autoren ist das Selfpublishing über Kindle Direct Publishing. Dort bekommen sie die Möglichkeit, ihre eigenen Bücher selbst zu vermarkten und so die Verkaufszahlen zu steigern.
Eine weitere gute Unterstützung bietet Amazon Payments für Webshop-Betreiber. Damit kann man die Bezahlung einfach über Amazon abwickeln lassen. Ein Feature, das wir im Übrigen seit kurzem auch für unsere Aboalarm-Apps anbieten.

Max Wittrock erzählt die mymuesli-Story

Statt Ratschläge zu geben, erzählte der sympathische Gründer Max Wittrock den gespannten Zuhörern einfach seine Geschichte und damit auch die Geschichte von mymuesli. Dazu beginnt er mit dem Zitat von Ira Glass „Great stories happen to those who can tell them.“

Max Wittrock, Gründer und Geschäftsführer mymuesli GmbH ©Lucian Mitiu / mitiuphoto.de
Max Wittrock ©Lucian Mitiu / mitiuphoto.de

Die mymuesli Story beginnt mit einem Problem:  jeder von Max´ Freunden mag irgendeine Zutat in fertig abgepackten Müslis nicht. Darauf folgt die Idee der Gründer, ein individuelles Premium-Müsli zu verkaufen. Mit dieser Idee reisten die Gründer zur re:publica und wollten dort das Potenzial ihrer Idee abfragen. Das Ergebnis: 0% der befragten Leute gaben an, dass sie selbst zusammengestelltes Müsli online kaufen würden. Doch davon ließen sich Max Wittrock und seine Freunde nicht abschrecken und arbeiteten weiter an ihrer Idee. Viele Blogger berichtete darüber, aber hielten die Pläne für einen Aprilscherz. So auch seine Frau, berichtet Max mit einem Augenzwinkern. Durch die vielen Medienberichte erhielt die mymuesli -Idee jedoch so viel Reichweite und Bekanntheit, dass innerhalb von zwei Wochen alles ausverkauft war.

Max Wittrock hält fest, dass man sich als Gründer immer wieder neuen Problemen stellen muss. War es in der Anfangszeit der schlecht gewählte Bürostandort in der Passauer Innenstadt, der für den LKW mit den Müsli-Zutaten nicht erreichbar war oder jetzt die Sorge um die Altersvorsorge für die inzwischen 300 Mitarbeiter von mymuesli.
Wichtig ist ihm auch, zu betonen, dass es völlig ok ist, auch mal nein zu sagen. Man muss nicht auf jedes Angebot eingehen, auch wenn man dafür Kritik erntet.

Zu guter Letzt sagt er noch, wie wichtig es sei, dass sich bereits erfolgreiche und zukünftige Gründer untereinander vernetzen. Denn warum soll jeder wieder die gleichen Fehler machen, die bereits vor ihm ein anderer gemacht hat?

Ein schöneres Schlusswort hätten selbst wir uns nicht ausdenken können.
Und somit bleibt nur der Hinweis auf das nächste Gründer-Weißwurstfrühstück im September. Geplant ist ein noch größerer Event mit bis zu 700 Gästen. Alle Infos dazu erhältst du auf Bayerischestartups.org oder bei uns im Aboalarm-Blog. Alle Fotos vom 4. Gründer-Weißwurstfrühstück gibt es auf Facebook.

Aboalarm setzt sich für Gründer ein – 4. GWWF Bernd Storm, Gründer und Geschäftsführer von Aboalarm setzt sich zusammen mit Andreas Bruckschlögl von OnPage.org für Gründer ein. Artikelbewertungen: 1 5.0 / 5 1