In eigener Sache: Unsere Reaktion auf den Kommentar von Andreas Schoo

Bernd Storm

In eigener Sache

Immer wieder kommen aus Teilen der Wirtschaft, die mit Abonnements handeln, Vorwürfe gegen aboalarm auf. Wir seien Trittbrettfahrer, heißt es unter anderem. Trittbrettfahrer profitieren von den Unternehmungen anderer, ohne selbst etwas dafür zu tun. Zuletzt waren solche Vorwürfe von Andreas Schoo in den Raum gestellt worden, seines Zeichens Geschäftsführer der Funke Mediengruppe. Herr Schoo redete auf einer Veranstaltung über übertriebene Locktaktiken für Zeitungsabos. Diese würden lediglich „Trittbrettfahrern“ wie aboalarm nutzen, sagte er.

Das wollen wir so nicht unkommentiert stehenlassen. Wir glauben, Herr Schoo versteht unseren Service falsch. aboalarm wird von Verbrauchern genutzt, die ohnehin ihre Abonnements kündigen wollen. Die Gründe dafür können so vielfältig sein, wie die Abo-Landschaft selbst. Versteckte automatische Verlängerungen nach einer kostenlosen Probezeit. Unzufriedenheit mit dem Preis-/Leistungsverhältnis. Oder schlicht und einfach verlorenes Interesse. Auch für Abonnements von Presseerzeugnissen trifft das zu.

Verbraucher haben diese Kündigungsabsicht also auch ohne aboalarm. Wir machen den Prozess nur sehr viel einfacher und unterstützen die Kunden im Zweifelsfall auch in einem Rechtsstreit.

Leser lehnen überholte Erlösmodelle ab

Wir sind seit jeher davon überzeugt, dass Journalismus nicht umsonst sein darf. Journalismus bedeutet Arbeit – richtig guter Journalismus mitunter sehr viel Arbeit. In Zeiten des Internets müssen sich Verlage jedoch genau überlegen, mit welchen Modellen und Methoden sie Erlöse einfahren. Und welche Methoden bei ihren Lesern auf Zustimmung stoßen. Kündigen Leser ihre Abonnements, liegt das nicht an aboalarm. Es liegt daran, dass sie überholte Erlösmodelle ablehnen.

Werden Leser – wie im von Herrn Schoo angesprochenen Fall – mit aggressiven Sonderangeboten geködert, springen sie ab, sobald die Rabattaktion beendet wird. Das wäre auch ohne aboalarm der Fall.

Qualität hat ihren Preis

Wir glauben, dass Zeitungsabos eine Zukunft haben. Denn die Arbeit der Journalisten ist zentral für unser aller Zusammenleben. Es ist unerlässlich, dass diese Informationen einordnen, verifizieren, erklären und das künftig noch mehr in neuen Strukturen und Formaten tun. Wir möchten Andreas Schoo und die Funke Mediengruppe daher einladen, ihre scheidenden Abonnenten mit innovativen Angeboten sowie gezielter Ansprache vom Bleiben zu überzeugen. Wir sind offen für einen Austausch, denn durch mögliche Synergien profitieren am Ende die Verbraucher. Lassen Sie uns darüber reden.

Dr. Bernd Storm van´s Gravesande reagiert auf Kommentar von Andreas Schoo Andreas Schoo, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, bezeichnete aboalarm kürzlich als Trittbrettfahrer. Das wollen wir nicht unkommentiert lassen. Artikelbewertungen: 7 5.0 / 5 7