Routerzwang abgeschafft: Das ändert sich für dich [Update]

Simone Groß

In Zukunft entscheidest du selbst, mit welchem Router du ins Internet gehst. Der Bundestag hat den Routerzwang abgeschafft. Was du jetzt wissen musst. 

Der Routerzwang war vielen ein Dorn im Auge und sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen. Nun hat der Bundestag beschlossen, dass du in Zukunft selbst entscheidest, welchen Router du für deinen Internetzugang benutzt und kaufst. Das neue Gesetz dürfte laut faz.net 2016 in Kraft treten.

Wir wollen dir die Hintergründe erklären und zeigen dir, was sich nun ändert und worauf du achten musst.

Routerzwang – was ist das?

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Einfach ausgedrückt bedeutete der bisherige Routerzwang, dass du als Verbraucher nicht selbst entscheiden konntest, mit welchem Router du ins Internet gehst. Der Router wurde von deinem Anbieter bestimmt und du konntest diesen direkt vom Anbieter kaufen oder monatlich mieten. Einen anderen Router anzuschließen war nicht möglich, da die Anbieter die notwendigen Zugangsdaten nicht herausgeben mussten und diese nur auf dem „Zwangrouter“ hinterlegt waren.

Kritik am Routerzwang

Wie N24 berichtet waren Kritikpunkte am Routerzwang insbesondere fehlende Netzwerkspeicher-Funktionen, ein ausschließen alternativer Anbieter für Internettelefonie oder eine eine nicht wunsch-gemäße WLAN-Leistung.

Außerdem wurden immer wieder Sicherheitsbedenken laut, da durch die vielen gleichen Geräte bei einer Sicherheitslücke auch immer gleich eine große Anzahl von Nutzern betroffen sind. „Die Gefahr flächendeckender Sicherheitslücken kann damit durch dieses Gesetz deutlich reduziert werden,“ sagt Andreas G. Lämmel (CDU/CSU) bei der Bundestags-Sitzung am 5.11.15.

Auch gäbe es theoretisch die Möglichkeit, auf die lokalen Netze der Nutzer zuzugreifen, gab Bernd Rudolph, 2. Vorsitzender des Bundesverbands Initiative gegen digitale Spaltung bereits 2013 zu Denken (siehe teltarif.de)

Routerzwang – was ändert sich?

Im Prinzip ändert sich für dich nur die Tatsache, dass du in Zukunft selbst entscheiden kannst, ob du ein eigenes Gerät auswählst oder das vom Provider vorgeschlagene Gerät benutzt und kaufst oder mietest. Außerdem ist der Provider in Zukunft verpflichtet, dir die Zugangsdaten zukommen zu lassen, damit du auch ein eigenes Gerät verwenden kannst. Hast du schon einen Router solltest du bei einem Neuvertrag also prüfen, ob du diesen eventuell behalten kannst und dir so eine Neuanschaffung oder ein erneutes Mietgerät zu sparen. (Quelle: Computerbild.de)

Was die Netzbetreiber zur Abschaffung des Routerzwangs sagen, kannst du bei teltarif.de nachlesen: Teltarif: So reagieren die Netzbetreiber auf die Abschaffung des Routerzwangs

 

Update: 01.08.2016

Seit heute gilt die Router-Freiheit!
Dein Anbieter muss dir nun alle nötigen Zugangsdaten und Infos kostenlos zur Verfügung stellen, die du braucht, damit du einen selbst gewählten Router nutzen kannst.
Laut Bild-Informationen, können dies jedoch nur Neukunden und Kunden, deren Vertrag sich neu verlängert, in Anspruch nehmen. Erkundige dich bei deinem Anbieter, ob dieser die freie Router-Wahl auch für Bestandskunden ermöglicht.

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