Sicherheitslücke bei Fritzbox-Routern: Jetzt Update herunterladen!

Unbekannte haben sich in die Fritzbox-Router gehackt und sie für teure Auslandstelefonate missbraucht, so Stern Online. Lade jetzt ein Update für deine Fritzbox herunter und schließe die Sicherheitslücke!

Zwei Männer aus Hamburg und ein Mann aus dem Ruhrgebiet wurden Opfer eines Hackangriffs auf ihre Fritzbox-Router. Hacker hatten die Router gekapert und teure IP-Telefonanrufe ins Ausland durchgeführt, an denen sie vermutlich mitverdient haben. Bei einem der Kunden kam so eine Telefonrechnung von mehr als 4.200 Euro zusammen. Die Firma AVM, die die Fritzboxen herstellt, nennt etwa einige Dutzend Fälle deutschlandweit und hält einen Zusammenhang mit dem Datendiebstahl von etwa 16 Millionen Zugangsdaten für möglich, so Stern Online. AVM hat auf seiner Seite Sicherheits-Updates für 19 deutsche und 12 internationale Router-Modelle bereitgestellt. Alle Modelle sind betroffen, aber erst etwa 20 Prozent der Fritzbox-Besitzer haben laut Stern Online das Update heruntergeladen.

Fritzbox: Was solltest du sofort tun?

Du solltest unbedingt das Sicherheits-Update von AVM für dein Fritzbox-Modell herunterladen. Eine genaue Beschreibung, wie das geht und die Update-Datei findest du auf der Seite von AVM.

Für diese 19 deutschen Router-Modelle hat AVM ein Sicherheits-Update bereitgestellt:

7490, 7390, 7362 SL, 7360 SL, 7360, 7330 SL, 7330, 7320, 7312, 7272, 7270 v2/v3, 7170, 6842 LTE, 6840 LTE, 6810 LTE, 3390, 3370, 3272 und 3270

Für diese Modelle wird AVM das Sicherheits-Update schnellstmöglich bereitstellen :

6360, 6340, 6320 Cable und 7570

Außerdem solltest du das Passwort deines Routers ändern. Wie das geht, beschreibt AVM hier.

Welche Sicherheitsvorkehrungen kannst du noch treffen?

Neben dem Sicherheits-Update und dem Ändern des Passworts, nennt Stern Online noch drei weitere Maßnahmen, die du treffen solltest, vor allem wenn noch kein Update für deinen Router bereitsteht.

  • Virtuelle IP-Telefone und Rufumleitungen prüfen und unbekannte Geräte bzw. Nummern löschen.
  • HTTPS-Internetzugriff (Damit kann das Gerät online ferngesteuert werden) deaktivieren oder Passwort ändern.
  • Rufsperre für Telefonate ins Ausland einrichten (außer du telefonierst häufig ins Ausland)

Update (20.02.2014): Die Sicherheitslücke ist laut Heise Security deutlich weiter verbreitet als zunächst angenommen. So sollen prinzipiell alle Nutzer von der Sicherheitslücke betroffen sein, da diese nicht nur die Fernzugangsfunktion diverser Fritzbox-Modelle betrifft. Außerdem ist nun bekannt geworden, dass auch vier Modelle der Telekom-Speedport-Router von der Sicherheitslücke betroffen sind, da diese Bauteile von AVM enthalten. Die Schwachstelle soll es Hackern erlauben, über manipulierte Webseiten Informationen der Fritzbox oder eines Speedport-Routers abzufischen. Wichtig ist vor allem, dass Nutzer die Updates der Hersteller installieren. Bislang hat das erst rund die Hälfte aller Nutzer gemacht.

 

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