Kündigung des Arbeitsvertrages während der Elternzeit

Lukas Rumpler

Nach der Geburt will nicht jeder zurück in den Beruf. Was es bei der Kündigung während der Elternzeit zu beachten gibt, erklären wir in diesem Artikel.

Für viele stellt sich nach der Geburt die Frage, ob und wann man wieder in den Beruf zurückkehren möchte. Der Gesetzgeber gibt angehenden Müttern aber auch Vätern besonderen Rechtsschutz im Bezug auf Kündigung.

Kündigung während der Elternzeit durch den Arbeitnehmer

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 § 15 und § 16 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) geben Eltern das Recht bis zu drei Jahre nach der Geburt ihres Kindes Elternzeit zu nehmen.

Solltest du dich entscheiden, deine bisherige Arbeitsstelle nach der Elternzeit zu verlassen kannst du laut § 19 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) deinen Arbeitsvertrag zum Ende der Elternzeit kündigen, wobei du eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende der Elternzeit beachten musst.

Anders ist die Situation, wenn du deinen Arbeitsvertrag während der Elternzeit kündigen möchtest und nicht zum Ende der Elternzeit. Dann gelten die normalen Kündigungsfristen, die sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder § 622 BGB ergeben.

Du musst deinen Arbeitgeber mindestens sieben Wochen vor deiner gewünschten Elternzeit über deinen Wunsch schriftlich informieren. Der Kündigungsschutz greift acht Wochen vor und bis zum Ende der Elternzeit. Es ist also ratsam, den Wunsch nach Elternzeit nicht vor diesem Zeitraum mitzuteilen, um keine betriebsbedingte Kündigung zu riskieren.

Die Kündigung deines Arbeitsvertrages solltest du schriftlich per Einschreiben mit Rückschein an deinen Arbeitgeber senden, so hast du einen Nachweis für deine Kündigung.

Kündigung während der Elternzeit durch den Arbeitgeber

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Schwangere Frauen stehen in Deutschland laut § 9 des Mutterschutzgesetzes unter Kündigungsschutz, der vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt andauert. In dieser Zeit darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht kündigen. Über etwaige Ausnahmen entscheidet dabei die für den Arbeitsschutz zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle. Ausnahmen wären beispielsweise eine Insolvenz oder wenn in Kleinbetrieben der Betrieb ohne qualifizierte Ersatzkraft nicht fortgeführt werden könnte. Nimmt die Mutter nach der Geburt Elternzeit, verlängert sich der Kündigungsschutz auf diesen Zeitraum.

Kündigung des Arbeitsvertrages während der Elternzeit Nach der Geburt will nicht jeder zurück in den Beruf. Was es bei der Kündigung während der Elternzeit zu beachten gibt, erklären wir in diesem Artikel. Artikelbewertungen: 5 4.2 / 5 5