Der Millionenmarkt Datingportale

Bernd Storm

Datingportale verzeichnen einen Umsatz im hohen Millionenbereich – die Zahl der Nutzer wächst jedoch nicht so deutlich. Lies hier mehr.

 Das Internet bietet viele Möglichkeiten: Du kannst online shoppen gehen, mit deinen Freunden leichter Kontakt halten, auch wenn sie weit weg leben. Aber auch neue Bekanntschaften machen: Hierbei helfen dir soziale Netzwerke.

Im Laufe der letzten Jahre hat es auch immer mehr Singles und Paare ins Internet verschlagen, die auf der Suche nach einem Partner oder einem Abenteuer sind. Um diesen Markt abzugreifen, sind im Laufe der Zeit immer mehr Datingportale entstanden.

Datingportale: Geld verdienen mit Fakeprofilen

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 Die Registrierung ist bei den meisten dieser Datingportale kostenlos. Möchtest du jedoch bestimmte Funktionen nutzen, in der Regel zählt hierzu beispielsweise das Versenden oder Lesen von Nachrichten, musst du eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen.

Um Nutzer genau dazu zu animieren, werden bei vielen Datingportalen sogenannte Fakeprofile eingesetzt. Mit diesen werden Nachrichten an registrierte Nutzer verschickt – allerdings ohne dass diese wissen, dass die Person am anderen Ende nicht real ist.

Um die Nachricht lesen oder beantworten zu können, muss der Kunde dann eine kostenpflichtige Premiummitgliedschaft abschließen. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel Von Sex-Bots und Fakeprofilen.

Rasanter Anstieg des Umsatzes bei Datingportalen

Und offensichtlich funktioniert diese Masche: Haben die Datingportale 2003 noch kaum Umsatz gemacht, ist er bis 2014 laut einer statista-Umfrage bereits auf knapp 200 Millionen Euro angestiegen – und das allein in Deutschland.

Die Zahl der aktiven Nutzer ist laut singleboersen-vergleich.de zwar ebenfalls angestiegen, allerdings nicht so deutlich wie der Umsatz der Datingportale.

Das lässt unserer Ansicht nach folgende Rückschlüsse zu: Einerseits können die Datingportale die Preise natürlich deutlich angehoben haben oder erst nach und nach kostenpflichtige Dienste eingeführt haben.

Es ist jedoch ebenfalls möglich, dass sich erst im Laufe der Zeit die Masche mit den gefakten Interessenten entwickelt hat. Unsere Umfrage zeigt, dass die wenigsten Kontakte auch zu realen Treffen führen – gerade bei den Sexportalen. Da Betroffene das jedoch vorher nicht wissen können, entscheiden sie sich oftmals für das kostenpflichtige Abo.

Adult-Dating verzeichnet hohe Umsätze

Auch das sogenannte Adult-Dating – die eben erwähnten Sexportale – konnte seinen Umsatz laut singleboersen-vergleich.de deutlich erhöhen: Waren es 2003 gerade mal 5,7 Millionen Euro jährlich, waren es im Jahr 2013 bereits 43,2 Millionen. Die komplette Studie findest du bei singleboersen-vergleich.de.

Unsere Umfrage zu Fakeprofilen zeigt jedoch, dass gerade bei den Adult-Datingportalen wie beispielsweise Dateformore, keiner unserer Nutzer ein persönliches Treffen mit einer Frau hatte. Kontaktiert wurden teilweise jedoch beinahe 50% der aboalarm-Nutzer von einer mutmaßlichen Frau. Daher gehen viele unserer Nutzer davon aus, dass es sich hierbei um Fakeprofile handelt.

Datingportale: Umsatz auf Kosten der Kunden?

Natürlich können wir nicht wissen, ob Adult Datingportale tatsächlich bewusst auf Fakeprofile zurückgreifen. Allerdings gehen zumindest viele aboalarm-Nutzer davon aus, dass dies der Fall ist.

Dating-Portale
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Vor dem Hintergrund, dass hier Menschen auf der Suche nach einer Affäre oder gar einem langfristigen Partner sind, ist es schade, wenn diese Datingportale sich mutmaßlich an ihren Kunden bereichern. So machen sie zwar Umsatz, doch zurück bleibt nicht mehr als ein enttäuschter Nutzer, der am Ende zwar meist keine Beziehung hat, dafür jedoch deutlich weniger Geld in der Tasche.

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