Cent-Auktionen – keine echte Ersparnis

Michaela Kiesel

Cent-Auktionen locken mit angeblichen Schnäppchenpreisen für aktuelle Technikgeräte. Wir sagen dir, wieso du auf keinen Fall mitbieten solltest.

Internetfirmen locken immer wieder mit sogenannten Cent-Auktionen. Hierbei handelt es sich um Firmen, die Geräte, wie beispielsweise Handys und Kameras, angeblich zu absoluten Tiefstpreisen im Internet versteigern. Bei diesen Cent-Auktionen ist jedoch äußerste Vorsicht geboten: Die Angebote halten bei genauerem Hinsehen nämlich nicht, was sie nach außen hin versprechen.

Zusätzliche Kosten bei Cent-Auktionen

Cent-Auktionen verführen mit niedrigen Preisen – beispielsweise 10 Euro für ein Smartphone – zum bieten. Dadurch werden Nutzer dazu verleitet, immer weiter für den Artikel zu bieten und dabei nur auf den Preis zu achten. Was aber oft übersehen wird ist die Auktionsgebühr, die für jedes Gebot fällig wird. Für alle Gebote die du abgibst, fallen Gebühren in Höhe von 50 Cent an. Teilweise beträgt die Auktionsgebühr sogar einen Euro.

Der Preis des Gerätes an sich erhöht sich jeweils nur um einen Cent, daher spricht man bei diesen Auktionen auch von Cent-Auktionen. Wenn du das Gerät, für das du geboten hast, bekommst, bezahlst du jedoch nicht nur den Preis für den es versteigert wurde. Stattdessen kommt zusätzlich noch die Auktionsgebühr dazu – und diese macht den Artikel schnell um mehrere 100 Euro teurer. Wenn du die Auktion nicht gewinnst, musst du diese Gebühr dennoch bezahlen. Es kann also sogar sein, dass du keine Ware bekommst, aber dennoch viel Geld dafür bezahlen musst. Aus diesem Grund warnt auch eine Verbraucherschützerin des Verbraucherzentrale Bundesverbands vor Cent-Auktionen.

Prinzipiell endlose Cent-Auktionen möglich

Ein weiterer gemeiner Trick: Es gibt kein klares Auktionsende. Mit jedem abgegebenen Gebot verlängert sich die Auktion um ein paar Sekunden. Dadurch ist es prinzipiell möglich, dass eine Cent-Auktion endlos weiterläuft – solange immer jemand darauf bietet. Das erhöht nicht nur kontinuierlich den Preis, sondern macht es auch noch unmöglich, erst kurz vor Auktionsende mit dem Bieten zu beginnen. Außerdem schafft es einen künstlichen Druck, noch schnell auf ein Angebot zu bieten, bevor es jemand anders wegschnappt. Wie die Zeitschrift Focus richtig feststellt, handelt es sich viel mehr um ein Glücksspiel, als um eine seriöse Versteigerung.

Preisvergleich statt Cent-Auktionen

Wir raten davon ab, an derartigen Cent-Auktionen teilzunehmen. Dir sollte nämlich immer bewusst sein, dass die Auktionshäuser dir nichts schenken wollen – stattdessen wollen sie ihre Waren möglichst teuer verkaufen. Und deshalb werden die geschilderten Tricks eingesetzt.

Anstatt an Cent-Auktionen teilzunehmen, empfehlen wir dir, im Internet Preise zu vergleichen und bei einem günstigen Anbieter zuzuschlagen. Überprüfe immer die Erfahrungen anderer Kunden, wenn dir der Anbieter selbst nichts sagt.

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