Datendiebstahl: Echte Daten für falsche Shops

Michaela Kiesel

Nach einem Datendiebstahl werden Daten dazu verwendet, falsche Online-Shops zu eröffnen. Lies hier, was das bedeutet und wie du dich schützen kannst.

Eine alte Betrugsmasche wird derzeit immer beliebter: Betrüger stehlen die Identitäten von Internetnutzern und eröffnen damit falsche Online-Shops mit gefälschten Waren. Allein in Deutschland und Europa hat der NDR 250 Betroffene ermitteln können. Wie viele tatsächlich von dem Datendiebstahl betroffen sind, ist unklar. Wir sagen dir, welche Konsequenzen das für dich haben könnte und wie du dich davor schützen kannst.

Datendiebstahl: Drohen Konsequenzen?

Datendiebstahl
© Marco2811 – Fotolia.com

Betrüger stehlen die Daten echter Internetnutzer. Anschließend eröffnen sie damit falsche Online-Shops, in denen sie gefälschte Produkte, sogenannte Plagiate, verkaufen. Die Betroffenen bekommen von dem Datendiebstahl in den meisten Fällen gar nichts mit.

Wenn du nachweisen kannst, dass du nichts mit dem Shop zu tun hast, drohen dir keine Konsequenzen. Daher empfiehlt IT-Anwalt Christian Solmecke umgehend Anzeige zu erstatten, sobald du von dem Datendiebstahl erfährst. Dann könntest du, falls es zu einer Abmahnung kommt, mit der Strafanzeige zeigen, dass der Online-Shop nicht von dir betrieben wurde.

Kannst du das jedoch nicht, bist du zunächst dafür verantwortlich – und kannst strafrechtlich belangt werden. So könne es zu Schadensersatzforderungen oder sogar zu einer Gefängnisstrafe kommen. IT-Anwalt Klaus Lodigkeit macht zudem darauf aufmerksam, dass es deutschen Betroffenen passieren könne, dass es in den USA zu einem Verfahren kommt, in dem sie verurteilt werden könnten. Die Betroffenen würden hiervon oftmals nichts wissen – bis sie in die USA einreisen, wo es im schlimmsten Fall zu einer Festnahme kommen könne.

Datendiebstahl: Wie schützt du dich?

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Was kannst du tun, um dich vor derartigen Betrügereien zu schützen? Leider gibt es keinen 100 prozentigen Schutz vor einem Datendiebstahl. Der NDR hat jedoch einige Tipps zusammengestellt die dir dabei helfen, das Risiko zu minimieren.

Wenn du einen öffentlich zugänglichen Computer nutzt, beispielsweise in einem Internetcafé, solltest du dich nach der Nutzung einer Seite stets abmelden. Anhänge von E-Mails mit unbekanntem Absender solltest du unter keinen Umständen öffnen – dabei könnte es sich um Phishing handeln.

Datendiebstahl
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Vor der Registrierung auf einer Seite solltest du dir gut überlegen, ob du deinen richtigen Namen angibst oder ob du ein Pseudonym verwendest. In sozialen Netzwerken solltest du zudem keine Kontaktanfragen von dir unbekannten Personen annehmen. Auch wenn dir ein Freund eine zweite Anfrage schickt weil seine Daten angeblich verloren gegangen sind, ist Vorsicht geboten.

Registrierst du dich auf verschiedenen Internetseiten, solltest du nicht immer das gleiche Passwort wählen und nicht überall die gleiche E-Mail-Adresse angeben. Zudem ist es ratsam, ein möglichst sicheres Passwort zu nehmen, das Betrüger nicht so leicht knacken können. Wie du dabei am besten vorgehst erfährst du in unserem Blogartikel Sicheres Passwort: Die wichtigsten Tipps.

Datendiebstahl nachweisen – so klappt’s

Wirst du Opfer eines Datendiebstahls ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann auch strafrechtliche Folgen für dich nach sich ziehen. Werden Plagiate in falschen Online-Shops in deinem Namen verkauft, kannst du dafür belangt werden.

Oftmals bekommen Betroffene dies leider erst zu spät mit. Um das zu vermeiden, kannst du einen Google Alert auf deinen Namen einrichten. So wirst du per Mail darüber informiert, wenn dein Name neu auf einer Seite gefunden wurde. Mit der umgekehrten Google-Bildersuche kannst du feststellen, ob ein Foto von dir unberechtigterweise verwendet wird.

Datendiebstahl
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Stellst du fest, dass du Opfer eines Datendiebstahles geworden bist, solltest du alle Passwörter ändern und deinen Computer mit einem aktuellen Virenprogramm überprüfen. Zudem ist es wichtig, umgehend bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

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