Ungewollte Subscriptions bei mybuenavida.com: Mit gutem Zweck in die Abofalle?

Das Konzept von mybuenavida.com klingt nach einem Win-Win für alle: Shoppen und dabei für wohltätige Zwecke spenden. Doch leider sprechen zig Käufer dagegen. Es ist die Rede von ungewollten Subscriptions und unberechtigten Geldbuchungen. Wir haben uns angesehen, was dahintersteckt.

Durch einen Hilfesuchenden wurden wir auf die Abofalle aufmerksam, die hinter mybuenavida.com zu stecken scheint. Sein Bericht wird durch zig weitere untermauert.

Ein günstiges Geschenk – für 19,99 Dollar im Monat

Herr J. bestellte seinem Bericht zufolge auf der Website www.mybuenavida.com ein „recht günstig[es]“ Geschenk. Doch eine kostspielige Überraschung folgte auf den Fuß: Er fand sich unbewusst in einem „‚donation‘ Programm“ wieder. Monatlich sollten 19,99 Dollar (17,38 Euro, Stand 04.10.18) vom beim Kauf angegebenen Konto beziehungsweise der Kreditkarte eingezogen werden. Er war nun Subscriber – also Abonnent und Spenderbei My Buena Vida.

Herr J. füllte zweimal das Unsubscribe-Formular – also das Kündigungsformular – aus, und erhielt zweimal Bestätigungen über die Beendigung des Abonnements. Die Beträge werden jedoch weiterhin eingezogen.

Was macht My Buena Vida?

Auf der Website des amerikanischen Unternehmens werden Produkte wie Armbänder, Rucksäcke, Strandhandtücher und ähnliches angeboten. Ein Teil der Einnahmen soll alle zwei Monate an eine neue gemeinnützige Organisation gespendet werden. Für den Kauf der Produkte gibt es zwei Modelle:

Entweder, du wählst die One-time-Option aus und zahlst einmalig den vollen Preis, oder aber die Buena-Vida-Family-Option. Bei letzterer erhältst du eine Subscription, wirst also Mitglied auf mybuenavida.com. Diese soll dir laut Website unter anderem Zugriff auf reduzierte Preise, Promotionen, Newsletter und besondere Veranstaltungen gewähren. Außerdem sollen Subscriber monatlich ein Appreciation Package, also eine Art Paket für ihre Treue, bekommen. Dafür werden den AGB zufolge 24,99 Dollar im Monat berechnet.

So oder so in die Subscription

Das Problem, das neben Herrn J. auch zig andere Käufer äußern: Die Subscription sei im Kaufprozess nicht – oder zumindest nicht ausreichend – gekennzeichnet.

Außerdem käme es selbst wenn die One-Time-Option gewählt wurde zu Mitgliedschaften. Kündigungen sollen bestätigt, dann aber trotzdem Abbuchungen getätigt worden sein. Teilweise soll plötzlich Monate nach dem Kauf der Mitgliedschaftsbeitrag eingezogen worden sein.

Interessant ist, dass die Höhe der von My Buena Vida eingezogenen Beträge in unterschiedlichen Beschwerden variiert. Zwischen zehn und 26 Dollar ist alles dabei.

Wie umgehen mit dem ungewollten Abo von mybuenavida.com?

Wie von My Buena Vida selbst empfohlen, haben sich die Käufer auf den Beschwerdeseiten an den Kundensupport gewandt. Befriedigende Antworten gab es aber selten. Viele unverhoffte Buena Vida Subscriber erzählen, dass die angegebene Hotline zeitweise abgeschaltet sei und automatisierte E-Mail-Antworten versendet würden.

Außerdem werde man immer wieder vertröstet mit Aussagen wie „das Geld ist auf dem Weg“ oder „das Problem liegt bei der IT“, das Geld werde aber weiterhin abgebucht und die Subscription nicht gekündigt. Dasselbe passiere nach mehrmaligem Ausfüllen des Unsubscribe-Formulars, welches eigentlich die Mitgliedschaft beenden sollte.

Den Berichten von ungewollten Abonnenten zufolge, mussten einige zur Strafanzeige greifen, da der Vertrag wiederholt nicht gekündigt wurde. Mehrmals kündigten Nutzer tatsächlich ihre Kreditkarten, um den Zahlungen von My Buena Vida zu entkommen.

Bei einem ungewollten Abonnement ist aber natürlich erst einmal anzuraten, den Kundensupport zu informieren, den Sachverhalt zu erklären, und das Unsubscribe-Formular zu nutzen.
Wenn dann auf normalem Weg keine Kündigung zu erreichen ist, ist auf jeden Fall rechtliche Beratung sinnvoll. Die gibt es übrigens auch für den kleinen Geldbeutel.

Kontakt mybuenavida.com

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