Pokemon Go | Hype und Datenschutz

Pokemon Go ist der Hype im Jahr 2016 und wurde schon öfter gedownloadet als Tinder, wie SimilarWeb berichtet. Aber wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Die neue kostenlose Applikation von Nintendo löst den Mega-Hype aus. In den USA begeben sich die Leute lieber in Parks und auf die Straßen, statt zu Hause zu bleiben oder auf einer Party mit ihren Freunden zu feiern, so Business Insider. Warum das Ganze? Pokemon Go ist eine auf Augmented-Reality basierende App, mit welcher du die Pokemons durch dein Smartphones auf bekannten Straßen und Parks sehen kannst. Leider können sich an diesem Hype bis jetzt nur Nutzer aus Japan, Neuseeland, Australien und den USA erfreuen, doch die App lässt sich durch einen Trick auch schon in Deutschland nutzen. Wie begeistert die Nutzer von Pokemon Go sind, zeigt unter anderem dieses Video.

Pokemon Go – Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Auf Twitter äußern sich die Nutzer von Pokemon Go bereits empört über die Datenschutzbestimmungen und die dabei einhergehenden Dienste.

Wie Netzpolitik berichtet, sorgt besonders ein Absatz der Pokemon Go Datenschutzbestimmungen für Aufruhr.  In diesem räumt Nintendo sich selbst das Recht ein, personenbezogene Informationen aus Sicherheitsgründen mit der Regierung, Strafverfolgungsbehörde oder privaten Beteiligten zu teilen. Als Grund wird genannt man wolle so sicherstellen, dass das Gesetz durchgebracht und eingehalten wird. Nintendo erwähnt unteranderem auch, dass jegliche Aktivität, die sie als illegal, unethisch oder als rechtswidrig erachten, aufgedeckt und gestoppt wird.

Eltern mit Kindern unter 13 Jahren, die ihre Einverständniserklärung für ihre Kinder abgegeben haben damit diese die Applikation nutzen können, haben die Möglichkeit, alle Daten ihrer Kinder einzusehen. Ein weiteres Problem in Bezug auf den Datenschutz war, dass die App auf alle Informationen des Google Accounts zugreifen konnte. Jedoch haben die Entwickler am Montagmorgen (12.07.2016) eingeräumt, dass die App nur auf E-Mail-Adressen und den Namen zugreift. Der volle Zugang auf die restlichen Informationen wurde von Google selber reduziert.

Pokemon Go – Vorsichtig wahren bei nicht offiziellen Downloads der App

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Viele Pokemon Fans hierzulande sind enttäuscht, dass die App noch nicht in Deutschland und anderen europäischen Ländern verfügbar ist. Momentan existieren diverse alternative Download-Quellen der Applikation nur für Android.  Sie unterscheiden sich keineswegs von der Oberfläche bzw. Funktionalität der offiziellen Version, jedoch sind diese mit dem Android-Trojaner Droidjack infiziert. Die infizierte Version kann SMS- und MMS-Nachrichten lesen, verändern und verschicken, sowie auch selbstständig Telefonate führen. Auch ein Zugriff auf das Mikrofon, um somit Gespräche der Nutzer mitzuhören, wird den Angreifern ermöglicht.

Pokemon Go – Wie kann ich mich vor den Hackern schützen?

Der effektivste Weg, sich vor dem Trojaner zu schützen ist auf das offizielle Release in Deutschland zu warten. Wie connect.de berichtet, handelt es sich nur noch um wenige Tage, die du abwarten musst.

Kannst du aber trotz aller Bedenken nicht auf das Spiel verzichten, dann findest du hier eine Anleitung zum Download und was du beim Download beachten musst.

Update | 13.07.2016

Pokemon Go ist seit heute dem 13.07.2016 auch in Deutschland sowohl im Google Play Store als auch im Apple App Store verfügbar!

+++  Update | 15.07.2016 +++

Pokemon Go – Auswirkungen von Pokemon Go in Deutschland & die damit einhergehenden Risiken

Nun ist auch endlich Pokemon Go in Deutschland zu genießen und die offizielle App lässt sich sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store herunterladen. Doch die Piratenpartei rät den enthusiastischen Pokemon-Spielern diesen Spaß mit Vorsicht zu genießen, denn den Nutzern muss bewusst sein, dass die Bewegungsdaten an Nintendo weitergegeben und verarbeitet werden können, so teilte der Datenschutzexperte Uli König rbb|24 am Mittwoch (14.07.2016) mit. Nicht nur der Datenschutz, sondern auch die eigene Sicherheit sowie die Sicherheit des Straßenverkehrs bereitet den Behörden Sorgen, denn in den USA kam es schon zu einigen Autounfällen, die durch Fahrer ausgelöst wurden, welche sich während der Fahrt ein Pokemon schnappen wollten. In Kalifornien weisen schon Anzeigetafeln auf den Autobahnen daraufhin, dass das Spielen von Pokemon Go ein absolutes „No-Go“ am Steuer ist.

Pokemon Go – Zugriff auf GPS-Daten von Dritten

Momentan ist es in Pokemon Go noch nicht möglich, andere Spieler über das Spiel zu lokalisieren. Dennoch darf nicht ausgeschlossen werden, dass sich Dritte mit Hilfe von einer externen Software Zugang zu diesen Daten verschaffen können. Dadurch das bei Pokemon Go die sogenannten „Pokestops“ bei jedem einzelnen Spieler den selben Standort haben, machten sich Kriminelle in den USA bereits dieses Wissen zu Nutze und positionierten sich an vermeintlichen „Pokestops“ um Gamer zu überfallen und auszurauben. Gamestar erkundigte sich bereits bei dem Entwickler Niantic, welcher für die GPS bezogenen Daten verantwortlich ist, wie sie diese Daten weiterverarbeiten und wer darauf Zugriff hat, doch erhielten dazu noch keine näheren Informationen.

Pokemon Go – Fazit

Pokemon Go ist ein sensationelles Spiel, das vielen Nutzer große Freude bereitet, jedoch ist der Spaß mit Vorsicht zu genießen. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass einige Informationen über deinen Aufenthaltsort und noch weitere Daten an Nintendo weitergeben werden können und es besteht auch die Gefahr, dass Kriminelle mit Hilfe von externer Software deine Daten abfangen und weiterverkaufen können. Wiederrum solltest du dich lieber nicht bei Nacht auf Pokemon-Jagd begeben, denn die sogenannten „Pokestops“ sind ein ideales Angriffsziel für Kriminelle & Co. Es liegt also in deinem Ermessen, ob du für den Spiel-Spaß dieses Risiko eingehen möchtest.

Pokemon Go | Hype und Datenschutz Pokemon Go ist der Hype im Jahr 2016 und wurde schon öfter gedownloadet als Tinder, wie SimilarWeb berichtet. Aber wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Artikelbewertungen: 1 5.0 / 5 1