Prisma App | Misere für die Datensicherheit?

Im App Store finden sich viele Apps mit welchen sich die eigenen Fotos bearbeiten lassen, doch keine App ist so erfolgreich wie die App Prisma. Doch wie steht es um die Datensicherheit?

Der Grund, warum sich die Prisma App so stark von den anderen Applikationen abhebt, ist, dass über die Bilder nicht nur einfach ein Filter gelegt wird, sondern mit Hilfe eines Algorithmus die Bilder neu gezeichnet werden, so berichtet die Süddeutsche Zeitung am Montag (11.07.2016).

Wie lässt sich die Funktionsweise von Prisma erklären?

Obwohl wir heutzutage äußerst leistungsfähige und schnelle Smartphones haben, würde der Vorgang für die Bearbeitung der Bilder sehr viel Leistung und Energie in Anspruch nehmen. Um den hohen Energieverbrauch zu vermeiden, werden die Bilder auf die Server des Anbieters (Mail.ru) hochgeladen und dort werden die Bilder dann mithilfe von Hochleistungsrechner in der Cloud bearbeitet. Hierbei spricht man von neuronalen Netzwerken, welche der Kern der Technologie hinter ‘Prisma’ sind.

Prisma App – Datenvolumen & Datensicherheit

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 Zwei wesentliche Probleme treten dabei auf. Das größte Problem dabei ist die Datensicherheit. Dachte man!

Bei dem ersten Problem handelt es sich lediglich um den starken Verbrauch des mobilen Datenvolumens, da die Bilder in die Cloud hochgeladen werden müssen. Wir empfehlen dir bei einem größeren Upload ein freies WLAN-Netzwerk zu suchen oder für die Bearbeitung bis zu der Ankunft zu Hause zu warten.

Das dabei größte auftretende Problem aber ist die Datensicherheit. Prisma erwähnt in deren Datenschutzbestimmungen, das Benutzer-Informationen, wie Fotos und andere Materialen, welche über deren Service hochgeladen wurden, als auch die Kommunikation zwischen dem Benutzer und Prisma gespeichert werden. Prisma erwähnt auch, dass unteranderem Geodaten, Logfiles und andere Nutzer-Informationen von ihnen gesammelt werden und mit Drittanbietern geteilt werden. Diese stellen ihnen Analyse-Tools zur Verfügung. Auch der Weiterverkauf von Daten an Unternehmen in anderen Ländern in denen das EU-Recht auf Datenschutz nicht greift, ist gestattet, berichtet Curved am Dienstag (12.07.2016). Mittlerweile stellte sich aber heraus das die „Panik um die Datensicherheit“ unbegründet sei. Man ging zunächst, aufgrund der Tatsache, dass  sich die Hochleistungsserver sich in Russland befinden, davon aus, dass den Betreibern somit Zugriff auf die Fotos und Kontaktdaten ermöglicht wird. Es hat sich aber herausgestellt das dem nicht so ist, so Christian Bennefeld im Interview mit Gründerszene. Bennefeld erwähnt, dass wir durch den Upload unserer Bilder in die Cloud und der Zustimmung zu den AGB die Nutzungslizenzen von unseren Bildern abtreten, das Copyright aber noch behalten.  Unter anderem erwähnt Bennefeld auch, das die Sorge explizit bei Prisma unbegründet sei, denn wir geben bereits Mengen von Metadaten beispielsweise an Google oder Facebook weiter. Die Prisma App lässt sich vom Smartphone löschen, aber Google und Facebook können heutzutage schwer umgangen werden.

Prisma App –  Unser Fazit

Überall im Netzt finden sich Fotos, welche mit dieser bemerkenswerten App bearbeitet worden sind. Wir raten nicht von dem Download der App ab. Du solltest dir aber bewusst sein, dass die Bilder, die du bearbeiten möchtest auf russischen Servern landen und gesichert werden können. Wenn du dir also die Prisma App immer noch herunterladen möchtest, solltest du vor der Bearbeitung der Bilder überlegen, ob sich auf den Bildern keine intimen bzw. sehr privaten Inhalte befinden, weil diese könnten möglicherwiese auf den Servern der Betreiber landen.

Es liegt also in deinem Ermessen, ob du mit deinen Freunden und dem Betreiber der Prisma App (Mail.ru) deine Bilder teilen möchtest.

Schnappschüsse von aboalarm

Prisma App | Misere für die Datensicherheit? Prisma App - Die russische Fotobearbeitungs-App ist eine Misere für den Datenschutz, hieß es zu Anfang. Nun kam es aber zu einigen Revisionen! Artikelbewertungen: 0 0 / 5 0