Nach dem Datenklau: Statement von Sky

Simone Groß

Nach dem Bekanntwerden des Datenlecks Anfang November gibt es nun ein öffentliches Statement von Sky: Nur wenige Kunden seien betroffen, so eine Sky-Sprecherin.

Bereits Anfang November wurde unter anderem im Aboalarm-Blog darüber berichtet, dass offenbar Kundendaten von Sky an Dritte gelangt seien. Bisher hat sich der Pay-TV-Sender jedoch nicht öffentlich dazu geäußert, sondern reagierte nur auf einzelne Nachfragen der betroffenen Nutzer, wie in Caschys Blog zu lesen ist.

Doch dann hat sich Sky bei eben diesem Blog öffentlich geäußert. Laut Sky-Sprecherin Julia Buchmaier seien alle betroffenen Kunden informiert worden. Sie betont ausdrücklich, dass es sich um einen „äußert geringen Prozentbereich“ des gesamten Kundenstamms handle, weswegen es auch keine öffentlichen Informationen gab, sondern nur auf Nachfrage der Kunden.

Eigene Informationsseite für Betroffene

Zudem hat Sky eine Informationsseite für die Kunden eingerichtet. Dort wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Anrufer in keinerlei Verbindung zu Sky stehen. Da die Täter anscheinend nur Namen und Adressen und keine Bankverbindungen von Sky ergattern konnten, wollen sie mit fingierten Gewinnspielanrufen an die Bankverbindungen der Kunden kommen. Sky bittet die Kunden darum, sich bei verdächtigen Anrufen sofort an das Unternehmen zu wenden. Dafür gibt es ein Kontaktformular, das nach Eingabe der Nutzerdaten heruntergeladen werden kann. Außerdem arbeitet Sky natürlich an der Aufklärung der Vorgänge und weist seine Kunden darauf hin, in keinem Fall sensible Daten per Telefon oder E-Mail herauszugeben. Ein Grundsatz, der nicht nur in diesem Fall extrem wichtig ist.

Datenklau kein Grund für fristlose Kündigung

Wichtig: Ein Sonderkündigungsrecht gibt es in einem solchen Fall in der Regel nicht. Sky hat nicht gegen eine Vertragspflicht verstoßen sondern wurde Opfer von Kriminellen, das rechtfertigt keine fristlose Kündigung. Natürlich kannst du deinen Laufzeit-Vertrag aber regulär zum Ende der Laufzeit mit einer Frist von 2 Monaten kündigen.

Update (06.02.2014): Wie Caschys Blog berichtet, hat Sky erst jetzt, Anfang Februar, betroffene Kunden per E-Mail über den Datenklau informiert. Das Datenleck, bei dem Kundendaten wie Adressen und Bankverbindungen, an Dritte gelangt waren, war bereits Anfang November vergangenen Jahres bekannt. Sky hatte den Vorfall Mitte November per Twitter bestätigt und angekündigt, betroffene Kunden würden „in den nächsten Tagen“ ein Schreiben erhalten. Das ist nun erst in den letzten Tagen geschehen, drei Monate nach Bekanntwerden des Datenklaus.

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