Kfz-Versicherung Steuererklärung – hol dir Geld zurück

Wolfgang Kirmaier

Wenn du deine Kfz-Versicherung nicht in deiner Steuererklärung angibst, geht dir viel Geld durch die Lappen. Wir erklären dir deine Möglichkeiten.

Die Kfz-Versicherung kann finanziell eine ziemliche Belastung sein. Vor allem wenn der Beitrag zum Jahreswechsel als Gesamtbetrag abgebucht wird, frisst das ein ganz schönes Loch in so manche Kasse. Dieser Tatsache kannst du ganz leicht entgegenwirken, indem du deine Kfz-Versicherung in der Steuererklärung angibst. Inwieweit und in welchem Punkt der Steuererklärung du die Autoversicherung angeben kannst, erfährst du in unserem Blog-Beitrag.

Haftpflichtversicherung in der Steuererklärung

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Der Gesetzgeber unterscheidet bei der Kfz-Versicherung zwischen Haftpflicht, Teil- und Vollkasko. Laut Cosmos-Direkt ist nur die gesetzliche Haftpflichtversicherung steuerlich absetzbar, da diese vom Gesetz vorgeschrieben ist. Die beiden anderen Kfz-Versicherungen sind, im Auge des Gesetzgebers, buchbare Optionen die den gesetzlichen Versicherungsschutz lediglich erweitern. Damit ist ausgeschlossen, dass du Beiträge für deine Teil- oder Vollkasko in deiner Steuererklärung erwähnen kannst.

Außerdem ist bei der Steuererklärung relevant wie du dein Fahrzeug nutzt. Dabei wird folgendermaßen unterschieden:

  • ausschließlich berufliche Nutzung
  • ausschließlich private Nutzung
  • berufliche und private Nutzung

Wer sein Auto ausschließlich für den Weg zur Arbeit und zurück nutzt, kann diese Kosten schon über die Entfernungspauschale als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. Damit kann die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht von der Steuer abgesetzt werden, wenn das Auto ausschließlich beruflich genutzt wird.

Solltest du mit deinem Auto niemals zur Arbeit fahren, das Fahrzeug also ausschließlich privat nutzen, kannst du deine Kfz-Haftpflichtversicherung in vollem Maße in der Steuererklärung angeben.

Bei den meisten Autofahrern wird das Auto sowohl beruflich, als auch privat genutzt. In diesem Fall müssen die beruflich zurückgelegten Wege ausgerechnet werden und im Vergleich zur privaten Nutzung anteilig von der Kfz-Haftpflichtversicherung abgezogen werden. Dieser Betrag der ausschließlich privaten Nutzung wird dann in der Steuererklärung angegeben.

Wo kann ich die Kfz-Versicherung bei der Steuer angeben?

Die Beiträge deiner Kfz-Haftpflichtversicherung kannst du als sonstige Vorsorgeaufwendungen in der Anlage „Vorsorgeaufwände“ in Zeile 46 bis 50 deiner Einkommenssteuererklärung eintragen. Dies gilt für die private Nutzung deines Fahrzeugs.

Die gewerbliche Nutzung des Fahrzeugs, beispielsweise als selbstständiger Handwerker, und die Nutzung für berufliche Wege als Angestellter, werden als Betriebs- bzw. Werbungskosten über die Entfernungspauschale angegeben.

Gibt es einen Höchstbetrag den ich absetzen kann?

Der Gesetzgeber legt die Kfz-Haftpflichtversicherung in die Kategorie „Vorsorgeaufwendungen“ innerhalb der Steuererklärung. Dazu zählen auch folgende andere Aufwendungen:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Unfallversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Altersvorsorge

Für diese Kategorie gelten die folgenden Höchstgrenzen für ein Steuerjahr:

  • Für Arbeitnehmer, Rentner, Pensionäre und Beamte – 1900 Euro
  • Für Selbstständige – 2800 Euro
  • Für Ehepaare – Kombination aus den gemeinsamen Höchstbeträgen

Kfz-Versicherung Steuererklärung – unser Fazit

Wenn du steuerpflichtige Einnahmen hast, solltest du dir Chance nicht entgehen lassen, auch deine Kfz-Versicherung in der Steuererklärung anzugeben. Dabei musst du jedoch darauf achten, dass du nicht über die jeweilige Höchstgrenze kommst. Außerdem benötigst du den Nachweis der Zahlungen an die Kfz-Haftpflichtversicherung. Wenn dir ein solcher nicht vorliegt, reicht auch eine Kopie des Versicherungsvertrags und der Kontoauszug mit der Zahlung. Dieser Nachweis muss der Einkommenssteuererklärung angehängt werden. Bei der Kfz-Versicherung gilt der Sonderfall, denn sie kann als Betriebs-, Werbekosten oder Vorsorgeaufwand eingereicht werden. Achte deshalb darauf, dass du deine Kosten richtig einordnest.

Hinterlasse gerne deine Erfahrungen als Kommentar.

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