Kosten Kfz-Versicherung: So setzen sie sich zusammen

Michaela Kiesel

Wundert es dich, dass die Höhe der Kosten für die Kfz-Versicherung von Fahrer zu Fahrer variieren? Wir haben uns angeschaut, wie sie sich zusammensetzen.

Die Kosten einer Kfz-Versicherung werden von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Wenn du mehr zu Kfz-Versicherungen im Allgemeinen erfahren möchtest, kannst du das in unserem Glossarartikel „Kfz-Versicherung“ nachlesen.

Bei den meisten Versicherungen fließt dein Alter in die Berechnung der Kosten mit ein: Je jünger du bist, desto mehr musst du zahlen. Auch deine jährliche Fahrleistung hat Einfluss auf die Höhe der Kosten deiner Kfz-Versicherung: Je mehr du fährst, desto teurer wird sie. Dein Beruf beeinflusst ebenfalls die Kosten der Kfz-Versicherung: Anhand deines Jobs schließt die Versicherung nämlich auf dein Fahrverhalten. In unserem Artikel „Vergleichsportale für Kfz-Versicherungen im Test“ haben wir unter die Lupe genommen, welche Vergleichsportale die günstigsten Tarife im Angebot haben.
Einen großen Einfluss auf die Höhe deiner Versicherungsprämie haben die Typ-, die Regional- und die Schadensfreiheitsklasse. In den nächsten Abschnitten erklären wir dir, um was es sich dabei genau handelt.

Kosten Kfz-Versicherung: Die Typklasse

Die Typklasse spiegelt wieder, wie oft der jeweilige Fahrzeugtyp in einen Unfall verwickelt wurde. Sie wird jedes Jahr neu berechnet und wird von dem Modell des Wagens und der durchschnittlichen Fahrweise der Nutzer bestimmt. Wenn du beispielsweise einen VW Golf fährst und für dieses Auto 2014 weniger Unfälle gemeldet wurden als in den Vorjahren, wird der VW Golf in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Sollte die Zahl der Unfälle jedoch gestiegen sein, steigt auch die Typklasse.
Bei der Kaskoversicherung werden zudem Brände, Glasschäden und Diebstähle berücksichtigt. Wenn dein VW Golf also verhältnismäßig oft gestohlen wird, wird er einer höheren Typklasse zugeordnet. Je höher die Typklasse ist, desto mehr zahlst du.

Die Bedeutung der Regionalklasse für die Höhe der Prämie

Deine Regionalklasse richtet sich nach der Anzahl und Schwere der Unfälle in der Region, in der du lebst. Eine Übersicht über die aktuellen Regionalklassen bietet der GDV. Diese Einteilung ist für die Versicherungsgesellschaften jedoch nicht übergreifend verpflichtend, deshalb kann die Regionalklasse zwischen den einzelnen Anbietern abweichen – dementsprechend ändern sich auch die Kosten deiner Kfz-Versicherung: Wenn ein Versicherer in deiner Region eine hohe Regionalklasse veranschlagt, steigt deine Prämie.

Die Regionalklasse setzt sich aus dem durchschnittlichen Fahrverhalten der Leute in deiner Umgebung und dem durchschnittlich entstandenen Unfallschaden zusammen. In der Kaskoversicherung fließen zudem regionale Faktoren wie beispielsweise Sturm- und Hagelschäden und die Anzahl der Wildunfälle in die Einordnung in eine bestimmte Regionalklasse ein. Wenn in deiner Umgebung beispielsweise viele Unwetter auftreten, die mit einem hohen Schaden einhergehen, wirst du in eine höhere Regionalklasse eingestuft und die Kosten für deine Kfz-Versicherung steigen.

Kosten Kfz-Versicherung: Die Schadensfreiheitsklasse

Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Kosten deiner Kfz-Versicherung beeinflusst, ist die Schadensfreiheitsklasse. Die Anzahl der Jahre, die du unfallfrei gefahren bist, wird nämlich ebenfalls berücksichtigt: Wenn du beispielsweise seit 7 Jahren keinen Unfall hattest, entspricht das einer Schadensfreiheitsklasse 7. Je länger du keinen Unfall hattest, desto niedriger sind die Kosten deiner Kfz-Versicherung – zumindest bei der Kfz-Haftpflichtversicherung und der Vollkaskoversicherung. Bei der Teilkaskoversicherung hat die Anzahl der unfallfreien Jahre keinen Einfluss auf die Prämie.

Kosten Kfz-Versicherung: Unser Fazit

Dass die Kosten der Kfz-Versicherung von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden, wirkt zunächst unübersichtlich. Prinzipiell ist es jedoch gut, wenn verschiedene Gesichtspunkte bei der Berechnung der Kosten der Kfz-Versicherung berücksichtigt werden. Diese Methode kann für dich nämlich einen Vorteil haben: Wenn dein Versicherungsbeitrag dadurch sinkt.

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