Kosten Kfz-Versicherung: So setzen sie sich zusammen

Wundert es dich, dass die Höhe der Kosten für die Kfz-Versicherung von Fahrer zu Fahrer variieren? Wir haben uns angeschaut, wie sie sich zusammensetzen.

Die Kosten einer Kfz-Versicherung werden von bis zu 70 unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Deshalb kann man auch nie pauschal sagen, wie hoch die Kosten für deine Kfz-Versicherung konkret sein werden. Neben Angaben zu dir bzw. dem Fahrer und dem zu versichernden Fahrzeug zählen auch noch Angaben zu Regional- oder Schadenfreiheitsklasse zu den berücksichtigten Faktoren. In den nächsten Abschnitten erklären wir dir, wie diese Angaben die Kosten deiner Kfz-Versicherung beeinflussen können.

Wenn du mehr zu Kfz-Versicherungen im Allgemeinen erfahren möchtest, kannst du das in unserem Glossarartikel „Kfz-Versicherung“ nachlesen.

Kosten Kfz-Versicherung: Angaben zum Fahrer

Bei den meisten Versicherungen fließt dein Alter in die Berechnung der Kosten mit ein: Je jünger du bist, desto mehr musst du zahlen. Das liegt daran, dass jüngere Fahrer ein höhere Unfallrisiko darstellen. Hier kann es sich lohnen, wenn du deinen Führerschein bereits mit 17 Jahren gemacht hast. Durch die gesammelte Erfahrung beim begleiteten Fahren wird man besser eingestuft und kann somit Kosten sparen. Ein weiterer Punkt, der die Kosten der Kfz-Versicherung beeinflusst, ist dein Beruf. Anhand deines Jobs schließt die Versicherung nämlich auf dein Fahrverhalten. Außerdem musst du beim Abschluss deiner Kfz-Versicherung angeben, wie viele Fahrer du auf dein Auto versichern lassen möchtest. Je mehr das sind, desto höher fallen die Versicherungsbeiträge aus.

Wählst du eine Selbstbeteiligung für deinen Kfz-Tarif oder versicherst du dein Auto als Zweitwagen, kannst du mit niedrigeren Kosten für deine Kfz-Versicherung rechnen.

Kosten Kfz-Versicherung: Angaben zum Fahrzeug

Hier wird vor allem das Fahrzeugalter deines PKW´s zum Zeitpunkt des Kaufs berücksichtigt. Laut Statistiken verursachen Fahrer von Neuwägen und jungen Gebrauchtwägen weniger Unfälle. Daher ist der Versicherungsbeitrag für sie oftmals geringer. Auch die jährliche Fahrleistung hat Einfluss auf die Höhe der Kosten deiner Kfz-Versicherung: Je mehr Kilometer mit dem Auto zurückgelegt werden, desto teurer wird es. Welche Auswirkung dein Fahrzeugmodell auf die Kosten der Kfz-Versicherung hat, liest du im nächsten Absatz.

In unserem Artikel „Vergleichsportale für Kfz-Versicherungen im Test“ haben wir unter die Lupe genommen, welche Vergleichsportale die günstigsten Tarife im Angebot haben.

Kosten Kfz-Versicherung: Die Typklasse

Die Typklasse spiegelt wieder, wie oft der jeweilige Fahrzeugtyp in einen Unfall verwickelt war. Sie berechnet sich jedes Jahr anhand der Schadens- und Unfallbilanz und wird vom Modell des Wagens und der durchschnittlichen Fahrweise der Nutzer bestimmt. Wenn du beispielsweise einen VW Golf fährst und für dieses Auto 2014 weniger Unfälle gemeldet wurden als in den Vorjahren, wird der VW Golf in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Die Versicherungsbeiträge sinken dann. Sollte die Zahl der Unfälle jedoch gestiegen sein, steigt auch die Typklasse.
Bei der Kaskoversicherung werden zudem Brände, Glasschäden und Diebstähle berücksichtigt. Wenn dein VW Golf also verhältnismäßig oft gestohlen wird, wird er einer höheren Typklasse zugeordnet.

Die Bedeutung der Regionalklasse für die Höhe der Prämie

Deine Regionalklasse richtet sich nach dem Zulassungsbezirk, in dem dein Auto gemeldet ist. Sie ist zusammengesetzt aus der Anzahl und Schwere der Unfälle in dieser Region sowie durch dort zu erwartende Schäden aufgrund von Unwetter. Eine Übersicht über die aktuellen Regionalklassen bietet der GDV. Diese Einteilung ist für die Versicherungsgesellschaften jedoch nicht übergreifend verpflichtend. Deshalb kann die Regionalklasse zwischen den einzelnen Anbietern abweichen – dementsprechend ändern sich auch die Kosten deiner Kfz-Versicherung. Wenn ein Versicherer in deiner Region eine hohe Regionalklasse veranschlagt, steigt deine Prämie.

Die Regionalklasse setzt sich aus dem durchschnittlichen Fahrverhalten der Leute in deiner Umgebung und dem durchschnittlich entstandenen Unfallschaden zusammen. In der Kaskoversicherung fließen zudem regionale Faktoren wie beispielsweise Sturm- und Hagelschäden und die Anzahl der Wildunfälle in die Einordnung in eine bestimmte Regionalklasse ein. Wenn in deiner Umgebung beispielsweise viele Unwetter auftreten, die mit einem hohen Schaden einhergehen, wirst du in eine höhere Regionalklasse eingestuft und die Kosten für deine Kfz-Versicherung steigen.

Kosten Kfz-Versicherung: Die Schadensfreiheitsklasse

Ein weiterer Punkt, der dein Fahrverhalten betrifft, ist die Anzahl schadenfreier Jahre. Logischerweise ist es hier am besten, wenn du möglichst lange ohne Unfälle gefahren bist: Wenn du beispielsweise seit 7 Jahren keinen Unfall hattest, entspricht das einer Schadensfreiheitsklasse 7. Je länger du keinen Unfall hattest, desto niedriger sind die Kosten deiner Kfz-Versicherung – zumindest bei der Kfz-Haftpflichtversicherung und der Vollkaskoversicherung. Bei der Teilkaskoversicherung hat die Anzahl der unfallfreien Jahre keinen Einfluss auf die Prämie.

Kosten Kfz-Versicherung: Unser Fazit

Dass die Kosten der Kfz-Versicherung von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden, wirkt zunächst unübersichtlich. Prinzipiell ist es jedoch gut, wenn verschiedene Gesichtspunkte bei der Berechnung der Kosten der Kfz-Versicherung berücksichtigt werden. Diese Methode kann für dich nämlich einen Vorteil haben: Wenn dein Versicherungsbeitrag dadurch sinkt.

Kosten Kfz-Versicherung: So setzen sie sich zusammen Wundert es dich, dass die Höhe der Kosten für die Kfz-Versicherung von Fahrer zu Fahrer variieren? Wir haben uns angeschaut, wie sie sich zusammensetzen. Artikelbewertungen: 10 4.8 / 5 10