Krankenversicherung für Haustiere – was ist dran?

Julia Mohr

Du bist stolzer Haustierbesitzer und möchtest deinen Vierbeiner möglichst gut absichern? Wir erklären dir, was eine Tierkrankenversicherung ist, wann diese sinnvoll ist und worauf du dabei achten solltest.

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Haustiere sind treue Wegbegleiter und die meisten Tierbesitzer können sich ein Leben ohne ihre Lieblinge nicht mehr vorstellen. Als Besitzer merkt man jedoch auch schnell, dass die Tiere nicht nur Liebe, Beschäftigung und Futter brauchen. Auch der Gang zum Tierarzt gehört dazu. Dieser kann schnell zur teuren Angelegenheit werden. Mit einer Tierkrankenversicherung kannst du dich vor dem finanziellen Risiko schützen.

Hohe Kosten für Tierärzte

Bei der Anschaffung eines Haustieres denken nur wenige Menschen an mögliche Tierarztkosten. In der Praxis kommt dann oftmals die böse Überraschung. Im Vergleich zu europäischen Standards waren die Tierarztkosten in Deutschland lange niedrig. Jetzt werden diese aber zunehmend teurer.

Grund dafür ist vor allem die Arbeitszeit. Für die Dienstzeiten ihrer Mitarbeiter müssen die Praxen mehr bezahlen. Auslöser ist der Fachkräftemangel. Die Kosten für einen mittelgroßen Hund sollen sich laut Stiftung Warentest auf etwa 250 bis 300 Euro monatlich belaufen. Mit einer Tierkrankenversicherung kannst du diese Kosten in manchen Fällen deckeln.

Wer bekommt eine Tierkrankenversicherung?

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Es gibt einige Versicherer, die spezielle Versicherungen für Hunde, Katzen und Pferde anbieten. Grundsätzlich werden nur gesunde Tiere versichert. Bei einigen Versicherern gibt es eine Mindest- und Höchst-Altersgrenze für die Aufnahme in die Versicherung. Dein Tier sollte im Optimalfall nicht jünger als zwei Monate und nicht älter als sieben Jahre alt sein.

Für ältere oder bereits erkrankte Tiere wird in manchen Fällen zusätzlich ein tierärztliches Gesundheitsgutachten verlangt. Auch die Rasse, die Größe und das Gewicht eines Tieres haben einen Einfluss auf den Beitragssatz.

Bei Tierversicherungen gilt meist eine Wartezeit von drei Monaten ab Vertragsschluss. Die Versicherung greift erst nach Ablauf der Wartezeit. Wenn früh nach dem Antrag eine Krankheit eintritt, werden die Kosten nicht übernommen. Bei Unfällen entfällt die Wartezeit.

Welche Leistungen übernimmt eine Tierkrankenversicherung?

Welche Kosten deine Tierkrankenversicherung übernimmt, ist stark abhängig vom Anbieter und dem gewählten Tarif. Bei den Vollschutz-Tarifen gibt es oft einen günstigen und einen teuren Tarif.

  • Die günstigsten Tarife übernehmen entstandene Tierarztkosten zur Behandlung einer Krankheit. Hierzu zählen oft auch Behandlungen im Ausland oder Kosten für die Unterbringung in einer Tierklinik.
  • Zur Premium-Kategorie zählen oftmals zusätzliche Behandlungen, wie Vorsorgebehandlungen, Homöopathie oder Physiotherapie. Manche Versicherer kommen auch für die Kosten der Zahnbehandlung auf.
Die meisten Tarife setzen einen Selbstbehalt vor. Das heißt, die Versicherung zahlt zwar einen Großteil, meist aber nur 80 % der Tierarztkosten.

Was kostet die Versicherung meines Tieres?

Die genauen Kosten für die Tierkrankenversicherung können je nach Versicherer stark variieren, abhängig davon, um welches Tier es sich handelt. Je älter das Tier, desto teurer die Police. Bevor du einen Versicherungsvertrag abschließt, hole dir mehrere Angebote ein.

Kosten für Hundeversicherung

Laut Finanztip beginnen die günstigen Tarife bei 230 Euro pro Jahr für den Zwergschnauzer und circa 300 Euro für die Deutsche Dogge. Die teuren Tarife für Hunde kosten ab 600 Euro bis über 1.200 Euro und haben meist eine unbegrenzte Versicherungssumme.

Kosten einer Katzenversicherung

Bei Katzen beginnt der günstigere Vollschutz bei etwa 150 Euro jährlich. Ein Premium-Tarif kann über 500 Euro im Jahr kosten.

Wie auch bei Krankenversicherungen lohnt es sich, die Tarife regelmäßig miteinander zu vergleich und bei einem besseren Angebot gegebenenfalls zu wechseln.

Lohnt sich eine Tierkrankenversicherung?

Wenn du dein Tier so früh wie möglich anmeldest, kann sich eine Versicherung durchaus lohnen. Solange dein Haustier jung und gesund ist, sind die Beitragssätze relativ niedrig und mit der Versicherung hast du eine finanzielle Unterstützung für anfallende Tierarztkosten. Wenn dein Vierbeiner also wegen einer Krankheit oder Verletzung behandelt oder sogar operiert werden muss, musst du für diese Kosten zumindest nicht allein aufkommen. Auch Vorsorgemaßnahmen werden von manchen Versicherern unterstützt.

Generell gilt: Sollte dein Tier ein langes und gesundes Leben führen, so wird sich der Versicherungsbeitrag wahrscheinlich auf lange Sicht lohnen. Wie auch bei uns Menschen, tritt auch bei Tieren irgendwann die Phase des Alt-Seins ein. In dieser Phase kann die medizinische Versorgung unter Umständen teuer werden. Dann kann sich die Tierkrankenversicherung lohnen. Dies ist aber individuell unterschiedlich.

Ist eine OP-Versicherung eine gute Alternative?

Wenn du keine Krankenversicherung für dein Haustier abschließen möchtest, lohnt sich die OP-Versicherung in jedem Fall. Diese deckt zwar nur Operationen ab, allerdings sind gerade OP-Kosten meist der kostspielige Faktor. Der monatliche Beitrag für die Versicherung ist gering und steht meist in keinem Verhältnis zu den Operationskosten eines Tieres.

Eine OP-Versicherung für Hunde gibt es bereits ab circa neun Euro monatlich. Natürlich sind die Beiträge immer abhängig von verschiedenen Faktoren, wie Rasse und Vorerkrankung des Tieres.

Für Katzen gibt es bereits OP-Versicherungen ab circa sechs Euro monatlich.

Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Artikeln lediglich um redaktionelle Inhalte zum Zwecke der Information handelt, die keinerlei Rechtsberatung oder ähnliches darstellen.