Welche Versicherung braucht ein Mieter?

Maria Shin

Erfahre hier, welche Versicherungen du als Mieter unbedingt brauchst und was genau damit abgesichert wird.

Wenn man ein Haus, eine Wohnung oder ein WG-Zimmer mietet, bezahlt man oft mit den Nebenkosten die Wohngebäudeversicherung des Vermieters. Diese Versicherung zahlt für Schäden, die durch Feuer, Leitungswasser, Blitzschlag, Hagel und Elementarschäden entstehen. Abgesichert werden aber nur die Bestandteile des Gebäudes, sowie fest eingebauten Teile des Wohnraums (zum Beispiel eine Einbauküche). Dies deckt aber noch lange nicht alle Schadensfälle ab , die den Mieter in Bankrott führen können. In diesem Artikel erfährst du, welche Versicherungen du als Mieter benötigst und in welchen Fällen sie einspringen.

 Private Haftpflichtversicherung

Diese Versicherung ist für absolut jeden ein „Muss“. Für Mieter ist sie besonders wichtig: Jeden Schaden, den du in der Mietwohnung verursacht hast, musst du bezahlen. In vielen Fällen springt hier deine Haftpflichtversicherung ein. Doch Vorsicht, für Schäden an den Möbeln oder durch Schimmel beispielsweise, springt die Haftpflichtversicherung nicht ein. In unserem Glossar erfährst du, was genau von der Haftpflichtversicherung abgedeckt wird und was nicht. Du solltest dich bei Abschluss der Versicherung daher genau über die Ausnahmeregelungen informieren. Je nach Versicherung kann man sich auch für den Fall absichern, wenn man einen Schlüssel verloren hat. Dies ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Schlüssel sowohl für die Wohnung als auch für das ganze Haus ist (ein sogenannter Zentralschlüssel).

 Hausratversicherung

Oft unterschätzen die Mieter eine Hausratversicherung, vor allem im Brandfall oder bei Wasserschaden. Irrtümlicherweise gehen viele davon aus, dass die Wohngebäudenversicherung oder die Haftpflichtversicherung den Schaden in solchen Fällen übernimmt. Leider stimmt das nicht.

Die Haftpflicht bezahlt nur den Schaden, der zum Beispiel den Nachbarn zugefügt wurde und auch nur dann, wenn der Versicherte an dem Schaden Schuld war.

Die Wohngebäudeversicherung des Vermieters bezahlt nur den Schaden an den Bestandteilen des Gebäudes (zum Beispiel die Decke, die Wände und so weiter) und finanziert keine neue Möbel oder Elektrogeräte. Dabei ist es wichtig, dass der Vermieter den Schadensfall nicht verursacht hat.

Den Schaden an deinen Sachen zahlt dir in einem solchen Fall nur die Hausratversicherung. Nur mit dieser Versicherung kannst du sicher sein, dass du nach einem Schadensfall, an dem du nicht Schuld warst, deinen Hausrat ersetzen kannst.

Rechtsschutz für Mieter

Fall du das Gefühl hast, dass dein Mietverhältnis mit dem Vermieter angespannt ist und möglicherweise vor Gericht endet, ist es empfehlenswert, eine Rechtschutzversicherung abzuschließen. Diese Versicherung bietet dir einen Rechtsschutz vor Gericht wenn es hart auf hart kommt. Auch für einen Streit mit den Nachbarn kann die Versicherung nützlich sein.

Mit diesen Versicherungen hat jeder Mieter weniger Kopfschmerzen bei einem Unfall und manchmal sogar bessere Chancen bei einer Wohnungssuche. Denn auch Vermieter bevorzugen gut versicherte Mieter.

Wenn du mehr über Versicherungen wissen willst und vor allem, auf welche unnötigen Versicherungen du verzichten kannst, erfährst du das in unserem Blogbeitrag zum Thema wichtige und und unnötige Versicherungen.

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