Zahl der Woche – KW 46: 90 Millionen

Jahrzehntelang musste der ADAC keine Versicherungssteuern zahlen – und das völlig legal. Zwar verkaufte der Automobil-Club Unfall- und Pannenversicherungen an seine Mitglieder, zahlte dafür aber bis dato keine Steuern. Mit der neuen Zuständigkeit des Bundeszentralamts für Steuern soll sich das jetzt ändern.

Das Bundeszentralamt für Steuern hat den Automobil-Club unter die Lupe genommen. Ab sofort und rückwirkend bis 2014 muss der ADAC nun Versicherungssteuern zahlen – wie jeder andere Versicherer auch.

Rote Zahlen für den gelben Engel prognostiziert

90 Millionen Euro Steuern mussten für die Jahre 2014 und 2015 nachgezahlt werden. Weitere Rückzahlungen sind zu erwarten und dafür reichen laut Süddeutscher Zeitung die Mitgliederbeiträge nicht mehr aus.

Was bedeutet das…

… für die Verbraucher? Dank neuer digitalisierter Prozesse werden Leistungen schneller und günstig. Davon verspricht sich der Gelbe Engel, auch in Zukunft nicht bei den Mitgliederleistungen sparen zu müssen. Auch mit einer Beitragserhöhung ist nicht zu rechnen.

… für die Mitarbeiter? Weniger rosig sieht es für die Mitarbeiter aus. Insgesamt 400 Stellen sollen vor allem am Standort München gestrichen werden. Dabei setzt man alle Hebel in Bewegung, „um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden,“ so der ADAC-Sprecher.

Grund für eine außerordentliche Kündigung?

Eine ordentliche Kündigung des ADAC kann nur schriftlich und nur zum Schluss der Beitragsperiode mit vierteljährlicher Frist erfolgen. Zur außerordentliche Kündigung reicht die aktuelle Meldung nicht. Sollten die Beitragsbeiträge jedoch erheblich in die Höhe schießen, kannst du von deinem Sonderkündigungsrecht gebracht machen.

Ob der ADAC seine optimistischen Ziele erreicht, bleibt zu beobachten. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

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