Mietvertrag: Kündigung wegen Mietrückstand

Maria Shin

Mehrmals die Miete zu spät überwiesen? Dies kann ein Grund für eine Kündigung sein. Hier erfährst du, wann genau so eine Kündigung wirksam ist.

Laut §556b BGB  muss der Mieter spätestens am dritten Werktag des Monats die Miete bezahlt haben. Wer die Miete zu spät oder mehrere Monate gar nicht zahlt, riskiert seine Wohnung zu verlieren. Immer öfter wird der Verzug der Mietzahlung zu einem Grund für eine fristlose Kündigung.

Fristlose Kündigung wegen Mietrückstands

Wenn der Mieter zwei Monate in Folge die Miete nicht bezahlt, kann der Vermieter das Mietverhältnis ohne Abmahnung fristlos kündigen. Der Grund muss aber unbedingt im Kündigungsschreiben angegeben werden, sonst ist die Kündigung unwirksam. Außerdem muss der Vermieter den Betrag der Schulden angeben.

Mieter kann nachzahlen

Nachdem der Mieter eine fristlose Kündigung erhalten hat, bleibt nur noch eine Möglichkeit übrig: Die Schulden beim Vermieter begleichen. Wenn die Mietrückstände spätestens zum Ablauf von zwei Monaten nach der Kündigung bezahlt wurden, wird die fristlose Kündigung des Vermieters laut § 569 Abs.3 BGB unwirksam.

Unpünktliche Mietzahlung

Wenn die Miete mehrmals unpünktlich bezahlt wird, also später als am dritten Werktag des Monats, hat der Vermieter das Recht, den Mietvertrag fristlos zu kündigen. Allerdings muss dabei eine Voraussetzung erfüllt werden:  Die Interessen des Vermieters müssen durch die verspäteten Mietzahlungen beeinträchtigt sein. Dies kommt zum Beispiel dann vor, wenn der Vermieter monatliche Finanzierungskosten seiner Kapitalanlagen tragen muss.

Ordentliche Kündigung wegen Mietrückstand ist auch möglich

Wenn der Vermieter das Mietverhältnis wegen Mietrückstands kündigen will, kann er auch eine ordentliche Kündigung in Betracht ziehen. Wenn der Vermieter trotz des Ausgleichs der Mietrückstände kein weiteres Mietverhältnis mit dem Mieter führen will, ist die ordentliche Kündigung der sicherste Weg. Dabei muss sich der Vermieter an die Kündigungsfristen halten, was unter Umständen bis zu neun Monate dauern kann. Der Vorteil für den Vermieter besteht aber darin, dass die ordentliche Kündigung durch den Ausgleich der Schulden nicht unwirksam wird.

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