Gib mir meine Daten.

Die geänderte Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gibt dir die Möglichkeit, jederzeit Auskunft über deine personenbezogenen Daten bei deinem Anbieter einzuholen. Nun ist dieser in der Auskunftspflicht: Verschaffe dir einen Überblick, welche Daten dein Anbieter über dich speichert und welche er mit Dritten teilt. Mit dem vorformulierten und anwaltlich geprüften Musterschreiben von aboalarm klappt die Datenauskunft mühelos. Wähle deinen Vertragsanbieter aus, vervollständige die Lücken im Formular mit deinen Angaben – Wir kümmern uns um den Versand. Im Anschluss hat der Anbieter einen Monat Zeit, dir deine Datenübersicht persönlich zu übermitteln.

Was macht das Schreiben?

Dieses Schreiben ermöglicht es dir, unkompliziert einen Auftrag zur Datenauskunft über deine persönlichen Daten bei deinem Anbieter einzureichen. Das Formular ist bereits vorformuliert und anwaltlich geprüft und auch den Versand übernehmen wir für dich. Wähle lediglich deinen Vertragsanbieter aus und befülle das Musterschreiben. So kannst du schnell und einfach eine Datenauskunft bei deinem Anbieter anfordern.
aboalarm übermittelt deinen Auftrag dabei dem von dir gewählten Anbieter. Die Datenauskunft erbringt dein Anbieter dann gegenüber dir.

Was ist die DSGVO?

Bei der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) handelt es sich um ein vom Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission beschlossenes Datenschutzgesetz. Dieses trat bereits im Mai 2016 in Kraft, ist jedoch von Unternehmen erst seit dem 25. Mai 2018 verbindlich anzuwenden. Die Überarbeitung der Verordnung hat das Ziel, die Datenschutzrechte von Verbrauchern zu verbessern. Unter anderem wurden durch die Artikel 12-23 der DSGVO deine Rechte über die Verarbeitung personenbezogener Daten neu geregelt und erweitert. Du kannst dir nun jederzeit Auskunft von deinen Anbietern einholen, welche personenbezogenen Daten diese speichern oder mit Dritten teilen und eine Berichtigung bzw. Datenübermittlung einfordern. Diese Auskunftspflicht gilt für alle Unternehmen, die Daten über dich erhoben oder verarbeitet haben. Das kann vom Handy- oder Stromanbieter, bis hin zu sozialen Netzwerken jedes Unternehmen sein.

Was ändert sich für Verbraucher?

Für dich als Verbraucher bringt die Neuregelung des Datenschutzgesetzes einige neue Möglichkeiten.
 So unterliegen alle Anbieter und Unternehmen nun der Auskunftspflicht. Sie müssen Verbraucher informieren, welche personenbezogenen Daten sie erhoben, verarbeitet und gespeichert haben.
Eine solche Datenauskunft kannst du jederzeit beantragen, auch während eines laufenden Vertrags.
Außerdem hast du als Verbraucher nun das Recht, nach deiner Kündigung, deine Daten beim Anbieter löschen zu lassen. Wenn du möchtest, kannst du – beispielsweise bei einem Handyvertragswechsel – nun deine gespeicherten Daten auch von deinem alten Anbieter zu deinem neuen mitnehmen.
Die europäische Datenschutz-Grundverordnung ändert nicht nur das Bundesdatenschutzgesetz in Deutschland, sondern vereinheitlicht dahingehend den Datenschutz in der EU. Die Schweiz bleibt deshalb von der Vereinheitlichung ausgeschlossen.

Worüber bekommt man Auskunft?

Wenn du eine Datenauskunft bei deinem Anbieter verlangst, ist dieser verpflichtet, dir die über dich gespeicherten personenbezogenen Daten zu nennen.
Personenbezogene Daten werden in der Verordnung im Artikel 4 wie folgt definiert:
„alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind;“

An wen kann die Datenauskunft versendet werden?

In unserer Datenbank finden sich die Adressdaten von über 20.000 Anbietern. Da wir aus dem Kündigungsgeschäft kommen, sind dies vor allem Anbieter, mit denen du Laufzeitverträge wie etwa einen Handy- oder DSL-Vertrag abgeschlossen hast. An diese Anbieter kannst du bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Anbieter im Ausland) auch unser Datenauskunftsschreiben senden. Wir arbeiten kontinuierlich an der Erweiterung der Anbieterliste.

Wie lange hat der Anbieter Zeit, die Auskunft zu geben?

Wenn du das Formular mit der Bitte zur Datenauskunft an deinen Anbieter gesendet hast, hat dieser nach Art. 12 Absatz 3 Seite 1 der DSGVO einen Monat Zeit, um dir die Datenübersicht zukommen zu lassen.

Was passiert, wenn die Auskunft verweigert wird?

Obwohl bereits ein Monat seit deiner Datenauskunftsanfrage vergangen ist, hat sich das Unternehmen, beziehungsweise der Anbieter noch nicht bei dir gemeldet?
 Stelle zuallererst Nachforschung an, was mit deiner Anfrage passiert ist und wo deine Datenauskunft bleibt. Die richtigen Adressen für deine Anbieter findest du in der aboalarm Adress-Datenbank. Bekommst du weiterhin keine Rückmeldung, kannst du eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einreichen oder einen gerichtlichen Rechtsbehelf einlegen. Die Datenschutzbehörden der 16 Bundesländer sind mit der Kontrolle der Umsetzung betraut.
 Hohe Geldbußen bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes erwarten Unternehmen bei einem Regelverstoß.