Handyvertrag vorzeitig kündigen – ist das möglich? Willst du deinen Handyvertrag vorzeitig kündigen? Hier erfährst ob und wie genau es funktioniert.

Handyvertrag vorzeitig kündigen – ist das möglich?

Vorzeitige (außerordentlich) Kündigung aus einem wichtigen Grund

Es gibt viele Fälle in denen eine Vertragskündigung notwendig wird: Gründe dafür gibt es zahlreiche, wie etwa Probleme mit dem Handy, schlechtes Netz, Fehler bei der Abrechnung. Allerdings kann eine fristlose Kündigung nur aus einem "wichtigen Grund" erfolgen. Was wird denn als "wichtig" bezeichnet?

Kündigungsgründe, die häufig bei einer vorzeitigen Kündigung akzeptiert werden

Wenn es sich um eine fristlose Kündigung eines Handyvertrages handelt, findet man dazu kaum festgelegte Regelungen. Meistens spiel die Kulanz des Anbieters eine große Rolle. Es gibt jedoch ein paar Kündigungsgründe, die Anbieter bei einer fristlosen Kündigung akzeptieren:

  • Die Privatinsolvenz des Kunden
    In diesem Fall kannst du den Handyvertrag vorzeitig kündigen allein weil dein Anbieter sein eigenes Interesse daran hat: Wenn du die monatliche Beiträge nicht zahlen kannst, sollst du auch den Mobilfunk-Service nicht nutzen.
  • Der Todesfall
    Wenn der Kunde verstorben ist, können seine Familienangehörige den Handyvertrag fristlos kündigen: Dabei ist aber ein amtliches Dokument (z.B. Totenschein) vorzulegen.
  • Nicht erbrachte Leistung
    Wenn dein Anbieter auch nach Aufforderung seine Leistung nicht nachgebessert hat, kannst du diesen Grund bei einer außerordentlichen Kündigung angeben.

Eine vorzeitige Kündigung eines Handyvertrages ist also nicht ohne weiteres möglich, beziehungsweise nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Nur weil einem das Handy nicht mehr gefällt oder weil man zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, kann man seinen Handyvertrag nicht vorzeitig auflösen. In solchen Fällen kann man ihn nur kündigen und dann warten bis die Vertragslaufzeit vorüber ist.

Was muss ich sonst noch wissen?

Bis auf oben aufgelisteten Kündigungsgründe gibt es auch andere Beispiele, wenn eine vorzeitige Kündigung möglich ist: Ein einziger Fehler der sich bei der Rechnungserstellung eingeschlichen hat, wird sich nur in den wenigsten Fällen als Grund für eine vorzeitige Kündigung durchsetzen lassen. Doch sollten Abrechnungsfehler des Öfteren vorkommen, dann stehen die Chancen gar nicht einmal so schlecht. Natürlich kann in diesem Zusammenhang keine verbindliche Aussage zur vorzeitigen Kündbarkeit von Handyverträgen gemacht werden – letztendlich handelt es sich hierbei fast immer um Einzelfallentscheidungen.

Bei großen Schwierigkeiten mit einer Mobilfunkgesellschaft kann es auch nicht schaden, einen Rechtsanwalt einzuschalten, dieser kann einem nämlich eine sehr viel genauer Auskunft geben und einem sagen, wie hoch die Chancen stehen, dass man aus dem Vertrag vorzeitig herauskommt.

Damit sich ein Handyvertrag nicht automatisch verlängert muss man diesen rechtzeitig kündigen. Je nach Mobilfunkanbieter mindestens ein Vierteljahr vor Ablauf. Ist man sich sicher, dass man den Vertrag nicht verlängern möchte, dann kann man seine Handykündigung auch schon früher abschicken – man muss nicht bis kurz vor Ende der Laufzeit warten. Letztendlich ist es sogar möglich, seinen Handyvertrag direkt nach Vertragsabschluss zu kündigen – was sogar vorteilhaft ist, denn dann ist sichergestellt, dass man es nicht vergisst, den Mobilfunkvertrag noch zu kündigen.

Weiterführende Informationen:

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