Prokon kündigen: Stromanbieter von Insolvenz bedroht

Stromanbieter Prokon ist derzeit von der Insolvenz bedroht. So kannst du deinen Stromvertrag bei Prokon kündigen.

Die Firma Prokon mit Sitz im schleswig-holsteinischen Itzehoe baut und betreibt Windkraftanlagen. Für die Finanzierung hat sie bei Anlegern Geld in Form von Genussrechten gesammelt. Außerdem ist Prokon seit Anfang 2013 auch selbst Stromversorger. Nun wurde bekannt, dass Prokon von der Insolvenz bedroht ist, so Handelsblatt Online. Ob es wirklich zur Insolvenz kommt, ist noch nicht sicher. Aboalarm hat sich einmal die Kündigungsbedingungen für Prokon-Stromkunden angesehen.

Stromkunden: Prokon kündigen

Mehr als 56.000 Stromkunden hat Prokon in Deutschland, so Spiegel Online. Wer aufgrund einer drohenden Insolvenz seinen Stromvertrag kündigen möchte, muss folgende Bedingungen beachten. In den AGB von Prokon  ist festgehalten, dass der Stromvertrag jeden Monat bis spätestens 14. gekündigt werden kann. Die Stromlieferung endet dann zum Ende des Monats. Für die Kündigung musst du ein Schreiben an Prokon schicken, das folgende Angaben enthält:

  • Name und Adresse
  • Kundennummer
  • Kündigungsdatum
  • Zählernummer
  • Zählerstand zum Tag der Kündigung

Aboalarm hat dir etwas Arbeit abgenommen und ein Kündigungsschreiben für Prokon verfasst. Das Schreiben kann direkt per Fax, per Post oder per E-Mail an Prokon geschickt werden:

Prokon kündigen: Was passiert, wenn Prokon wirklich Insolvenz anmeldet?

Im Gegensatz zur Flexstrom-Insolvenz kommen Prokon-Stromkunden, falls es wirklich zur Insolvenz kommen sollte, wohl noch glimpflich davon, so die Einschätzung der Verbraucherzentralen auf Spiegel Online. Das Unternehmen bietet monatlich zahl- und kündbare Verträge an. Im schlimmsten Fall würden Kunden also auf einem Monatsbetrag sitzen bleiben und nicht wie im Fall von Flexstrom oder Teldafax auf Jahreskosten im dreistelligen Euro-Bereich. Im Insolvenzverfahren könnten Kunden außerdem auf eine Rückzahlung hoffen. Übrigens: Eine Insolvenz ist kein Grund für eine Sonderkündigung, die Fristen müssen eingehalten werden. Es kann durchaus noch passieren, dass das Unternehmen nach der Insolvenz weitergeführt werden kann. Erst wenn der Anbieter keinen Strom mehr liefern kann, besteht das Recht auf eine außerordentliche Kündigung, so test.de.

Prokon kündigen: Inhaber von Genussrechten

Bei den Genussrechten sieht die Lage schon etwas anders aus. Nach einem Bericht von Spiegel Online haben Investoren bis zum Donnerstag (16.01.14) bereits Genusswerte im Wert von mehr als 200 Millionen Euro gekündigt. Prokon dagegen hatte seine Anleger am 10. Janaur 2014 in einem Brief aufgefordert, nicht zu kündigen bzw. die Kündigung zurückzuziehen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat gegen dieses Vorgehen eine einstweilige Verfügung beantragt, weil so in unangemessener Weise Druck auf die Anleger ausgeübt werde. Des Weiteren schreibt test.de, dass Anleger, die bereits gekündigt haben, erst einmal ihr Geld erst einmal nicht zurückbekommen.

Prokon kündigen: Stromanbieter von Insolvenz bedroht Stromanbieter Prokon ist derzeit von der Insolvenz bedroht, Wie es weitergeht, ist noch unklar. So kannst du deinen Stromvertrag bei Prokon kündigen. Artikelbewertungen: 4 1.0 / 5 4