Arbeitsvertrag kündigen mit Vollmacht

Lukas Rumpler

Ohne eine beigelegte Vollmacht kann die Kündigung des Arbeitsvertrages unwirksam sein. Lies hier, was beim Arbeitsvertrag kündigen mit Vollmacht zu beachten ist. 

Wird dein Arbeitsvertrag nicht direkt von deinem Arbeitgeber, sondern von einem Vorgesetzten gekündigt, muss der Kündigung eine Vollmacht beiliegen. Andernfalls kannst du gegen die Kündigung Klage beim Arbeitsgericht einlegen. Wir haben für dich zusammengefasst, was du beim Arbeitsvertrag kündigen mit Vollmacht beachten musst.

Wie du selbst eine Vollmacht erstellen kannst, haben wir in einem anderen Artikel für dich zusammengefasst. Außerdem bei uns im Blog: Was es bei der Kündigung eines Mietvertrags mit Vollmacht für Mieter und Vermieter zu beachten gilt.

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Arbeitsvertrag kündigen mit Vollmacht: Wer darf kündigen?

In einigen Fällen wird ein Arbeitsverhältnis seitens des Arbeitgebers nicht direkt vom Chef oder einem Mitglied des Vorstandes gekündigt, sondern durch einen Abteilungsleiter oder einem anderen Vorgesetzten. Dabei gilt aber fast immer, dass einer Kündigung, die nicht direkt von deinem Arbeitgeber kommt, laut § 174 Satz 1 BGB, eine Vollmacht oder eine beglaubigte Kopie dieser beiliegen muss.

Arbeitsvertrag kündigen mit Vollmacht: Ausnahme

In manchen Fällen kann eine Kündigung, die nicht direkt vom Arbeitgeber kommt, auch ohne eine beigelegte Vollmacht wirksam sein. Das ist immer dann der Fall, wenn du bereits darüber informiert worden bist, wer dir gegenüber zu einer Kündigung befugt ist oder diese Information öffentlich, wie beispielsweise am schwarzen Brett, einsehbar ist. Auch gibt es manche Positionen, wie die Leitung der Personalabteilung, die ohne Vollmacht zu einer Kündigung berechtigen.

Arbeitsvertrag kündigen mit Vollmacht: Kündigung ohne Vollmacht zurückweisen

Wenn der Kündigung keine Vollmacht im Original oder als beglaubigte Kopie beiliegt, hast du die Möglichkeit, die Kündigung zurückzuweisen. Das Zurückweisen deiner Kündigung führt in diesem Fall dazu, dass sie unwirksam wird und erneut ausgesprochen werden muss. Zudem muss der Betriebsrat vor einer erneuten Kündigung ein zweites Mal angehört werden. Das Zurückweisen der Kündigung muss „unverzüglich“ erfolgen. Damit ist ein Zeitraum von einer Woche gemeint.

In den meisten Fällen lohnt es sich, einen Anwalt aufzusuchen. Der Anwalt braucht aber für eine Zurückweisung der Kündigung ebenfalls eine Vollmacht von dir, sonst ist die Zurückweisung ungültig.

Da das Zurückweisen der Kündigung die Kündigungsschutzklage nicht ersetzt, solltest du in jeden Fall zusätzlich Kündigungsschutzklage nach § 4 Abs. 1 KSchG beim Arbeitsgericht einreichen. Für diese Klage hast du einen Zeitraum von drei Wochen.

Das Zurückweisen einer Kündigung kann sich besonders dann lohnen, wenn eine erneute Kündigung nicht mehr fristgerecht möglich ist und beispielsweise deine Probezeit somit bereits vorbei ist.

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