Neue Energielabel: Positiv für Verbraucher und Umwelt?

Sophie Hartmann

Die neuen Regelungen zum Energielabel sind seit März 2021 in Kraft. Hier findest du alle wichtigen Infos zusammengefasst.

Ressourcensparende Geräte schonen nicht nur den Geldbeutet, sondern auch langfristig die Umwelt. Damit Verbraucher in Zukunft einen noch einfacheren Überblick über die Energieeffizienz von elektronischen Geräten, wie Fernseher oder Kühlschrank, haben, gibt es ein neues EU-weites Energielabel. Wir bringen Licht in die neue Regelung und erklären dir hier alles, was du über das neue Energielabel wissen musst.

Das ändert sich mit dem neuen Energielabel

Statt den bisherigen Kategorien wie A+++ oder A+ gilt nun eine einheitliche Skala von A bis G. Ein A erhalten die effizientesten Geräte, Energiefresser bekommen ein G. Innerhalb der einzelnen Kategorien gibt es in der neuen Aufteilung keine Abstufungen mehr.

Die neuen Energielabel kommen zunächst nur auf Waschmaschinen und -trocknern, Kühlgeräten, Geschirrspülmaschinen und TV-Geräten zum Einsatz, weitere Gerätetypen sollen mit den Jahren folgen. Im September soll das Label zum Beispiel auch für Lampen und Leuchten eingeführt werden.

Durch diese Änderung kannst du Effizienzunterschiede zwischen verschiedenen Geräten einfacher erkennen. Zusätzlich muss an jedem Gerät ein QR-Code angebracht sein, über den du weitere Geräteinformationen abrufen und verschiedene Geräte vergleichen lassen kannst. Außerdem änderte die EU-Kommission die Methode, mit der der Energie- und Wasserverbrauch der Geräte gemessen wird. Mit der neuen Richtlinie führte sie zudem einige zusätzliche Bewertungskriterien ein. Deshalb kann die alte Einteilung von Geräten nicht eins zu eins auf die neue Skala übertragen werden, was zusätzlich Verwirrung stiften kann.

Bisher wurde absichtlich noch kein Gerät in die beste Klasse A eingestuft. Dadurch sollen die Anbieter angespornt werden, noch effizientere Geräte auf den Markt zu bringen.

Welche Vor- und Nachteile bringt das neue Energielabel mit sich?

Die Verbraucherzentrale sieht einen klaren Vorteil der neuen Energielabel darin, dass Verbraucher die Energieeffizienz von Geräten besser einschätzen können. Ein weiterer Pluspunkt: Die mittels QR-Code bereitgestellten Zusatzinformationen können zudem die Kaufentscheidung erleichtern. Gerade in der ersten Zeit nach der Umstellung kann es allerdings schwierig sein, die Einteilung von Geräten in die verschiedenen Kategorien nachzuvollziehen. Ein weiterer Nachteil ist, dass es die neuen Energielabel für einige wichtigen Geräte, wie Backöfen oder Staubsauger, voraussichtlich erst im Jahr 2024 geben wird. Für diese Geräteklassen werden bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin die alten Energielabel genutzt.

Auch wenn die neuen Energielabel einen wichtigen Anhaltspunkt darstellen, empfiehlt welt.de, dass du dich beim Neukauf von Elektrogeräten auf jeden Fall professionell beraten lässt.

Was tun mit deinen Altgeräten?

Du besitzt ein altes Elektrogerät und befürchtest nun, dass es in puncto Energieeffizienz schlecht wegkommen könnte? Der Verbraucherverband warnt davor, Geräte, die laut neuem Energielabel eine schlechtere Einstufung erhalten, sofort zu entsorgen. Denn auch wenn die Energieeffizienz nicht mehr die Beste ist, kann es doch am nachhaltigsten sein, deine Geräte über einen langen Zeitraum zu nutzen. Bei kleinen Schäden kann es sich außerdem lohnen, eher eine Reparatur als einen Neukauf in Erwägung zu ziehen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Angaben um redaktionelle Inhalte zum Zwecke der Information handelt, die keine im Einzelfall geltenden Vertragskonditionen oder ähnliches darstellen. Hierfür solltest du die vereinbarten Vertragskonditionen und den genauen Vertragstext deines Anbieters einsehen, da wir diese Details nicht tagesaktuell prüfen können.